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Geruchssinnstörung 3 Jahre nach COVID-19

Original Titel:
Persistent Olfactory Dysfunction Three Years After COVID-19: A Multicenter Observational Study.

Kurz & fundiert

  • Wie häufig sind langfristige Geruchssinnstörungen nach COVID-19?
  • Beobachtungsstudie mit 155 COVID-19-Patienten nach 3 Jahren und 170 Kontrollen
  • Nach 3 Jahren noch olfaktorische Störungen bei 4,5 %, assoziiert mit Ängsten und Insomnie

 

DGP Ein kleiner Anteil der Personen, die COVID-19 überstanden haben, kann selbst nach 3 Jahren noch anhaltende Störungen des Geruchssinns aufweisen, fand eine Beobachtungsstudie. Dieses Symptom scheint mit Ängsten und Schlafstörungen assoziiert zu sein und sollte demnach auch als Warnsignal gewertet werden.


Störungen des Geruchssinns (olfaktorische Dysfunktion) sind ein häufiges Folgeproblem einer Coronavirusinfektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und der Erkrankung COVID-19. Wie häufig dies ist und mit welchen Faktoren dieses Symptom über einen längeren Zeitraum assoziiert ist, ist allerdings nicht gut bekannt.

Wie häufig sind langfristige Geruchssinnstörungen nach COVID-19?

In eine Beobachtungsstudie in mehreren Behandlungszentren untersuchten Wissenschaftler Personen, die vor etwa 3 Jahren eine Coronavirusinfektion und COVID-19 durchstanden hatten, sowie gesunde Kontrollpersonen in vergleichbarem Alter. In Befragungen erfasste die Studie demographische, klinische, psychologische sowie Schlaf-Daten. Die olfaktorische Funktion 3 Jahre nach der Infektion wurde objektiv gemessen (Toyota-Takagi, T&T, Olfaktometrie).

Beobachtungsstudie mit 155 COVID-19-Patienten nach 3 Jahren und 170 Kontrollen

Insgesamt umfasste die Studie 155 Personen, die COVID-19 überstanden hatten, sowie 170 Kontrollpersonen. Zur Nachbeobachtung wurde bei 7 von 155 ehemaligen COVID-19-Patienten (4,5 %) eine anhaltende quantitative olfaktorische Dysfunktion festgestellt. All diese Patienten waren über 50 Jahre alt. Emotionale Probleme und Schlafstörungen traten ebenfalls häufig auf, möglicherweise öfter bei Frauen und älteren Personen. Eine exploratorische Analyse deutete an, dass Insomnie (AIS > 6; Odds Ratio, OR: 5,35; 95 % Konfidenzintervall, KI: 1,07 – 26,60; p = 0,033) und Ängste (HAMA ≥ 7; OR: 10,54; 95 % KI: 1,21 – 91,82; p = 0,04) mit anhaltenden olfaktorischen Störungen assoziiert waren. Allerdings betonen die Autoren, dass nur eine geringe Zahl an Ereignissen vorlag und die Ergebnisse daher überprüft werden sollten.

Nach 3 Jahren noch olfaktorische Störungen bei 4,5 %, assoziiert mit Ängsten und Insomnie

Die Autoren schließen, dass ein kleiner Anteil der Personen, die COVID-19 überstanden haben, anhaltende olfaktorische Störungen selbst noch nach 3 Jahren aufweisen können. Dieses Symptom scheint mit Ängsten und Schlafstörungen assoziiert zu sein und sollte demnach auch als Warnsignal gewertet werden.

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