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PM: Neue Informationsangebote unterstützen Hausarztpraxen bei Patientenfragen zur Organspende
Rund um die Organ- und Gewebespende gibt es viele Fragen und Unsicherheiten. Gibt es eine Altersgrenze? Kann ich trotz einer Erkrankung Organe spenden? Neue Infomaterialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes geben verständliche Antworten. Plakate, kurze Videos und ein Flyer klären über häufige Irrtümer auf. Die Angebote unterstützen das Gespräch in der Hausarztpraxis und helfen, eine gut informierte und selbstbestimmte Entscheidung treffen zu können.
Die Debatte um die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organ- und Gewebespende hat das öffentliche Interesse an dem Thema verstärkt. Gerade das Gespräch mit Hausärztinnen und Hausärzten bietet eine wichtige Möglichkeit, Unsicherheiten und offene Fragen anzusprechen. Um die Aufklärung in den Praxen zu unterstützen, stellen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband im Rahmen ihrer langjährigen Kooperation neue Informationsmaterialien zur Verfügung. Sie sollen Patientinnen und Patienten niedrigschwellig mit verlässlichen Informationen versorgen und so eine eigenständige Entscheidung ermöglichen.
Die Angebote greifen unter anderem die fünf häufigsten Fragen und Irrtümer von Patientinnen und Patienten zur Organ- und Gewebespende auf. So glauben laut einer Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit immer noch sieben von zehn Befragten, aus gesundheitlichen Gründen keine Organe spenden zu können. Fast die Hälfte nimmt fälschlicherweise an, dass es eine obere Altersgrenze für die Spende gibt. Dabei schließen nur wenige Erkrankungen eine Organspende aus und auch eine feste obere Altersgrenze gibt es nicht. Ob sich Organe für eine Transplantation eignen, entscheiden Ärztinnen und Ärzte jeweils im Einzelfall. Zudem zeigt die Befragung: Nur 30 Prozent wissen gut darüber Bescheid, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Entscheidung zu dokumentieren.
Mit dem neuen Flyer „5 häufige Fragen Ihrer Patientinnen und Patienten zur Organspende“ bieten das Bundesinstitut und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband eine kompakte Information für Hausarztpraxen als Vorbereitung auf mögliche Fragen von Patientinnen und Patienten. Der Flyer wird ab dem 22. Oktober als Beileger in mehreren Fachzeitschriften für die Hausärzteschaft verbreitet und steht im BIÖG-Shop zur kostenfreien Bestellung und zum Download zur Verfügung. Das Plakat „Schon gewusst? Wichtige Informationen zur Organspende“ bietet für Patientinnen und Patienten einen niederschwelligen Zugang zum Thema und greift verbreitete Irrtümer auf. Dieses Angebot wird durch Screens und Kurzvideos für Displays im Wartebereich ergänzt, die weitere Informationen rund um die Organ- und Gewebespende liefern.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Bei Fragen zur Organspende sind Hausärztinnen und Hausärzte wichtige Vertrauenspersonen. Das persönliche Vertrauensverhältnis bietet Raum, um auch sensible Fragen anzusprechen und Unsicherheiten zu klären. Solche Gespräche helfen Patientinnen und Patienten dabei, eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Für dieses wichtige Engagement danke ich der gesamten Hausärzteschaft herzlich. Gemeinsam mit dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband möchten wir diese Arbeit mit neuen Informationsangeboten unterstützen.“
Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes: „Aus unseren Praxen wissen wir: Über die Organspende kursieren zahlreiche Fragen und Mythen. Das macht eine verlässliche Aufklärung unabdingbar. Mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird die Finanzierung dieser hausärztlichen Beratung gestrichen. Die Zeit, die den Praxen zur Beantwortung der Fragen zur Organspende zur Verfügung stand, fällt damit weg. Umso wichtiger ist Informationsmaterial, das verlässlich und verständlich aufklärt und dabei die zentralen Fragen direkt beantwortet – für die Patientinnen und Patienten, die eine Entscheidung treffen wollen, wie auch für unsere Praxen. Das Material des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit gibt den Hausarztpraxen genau das an die Hand.“
Die Screens und Kurzvideos stehen unter https://www.organspende-info.de/hausaerzte/beratung-von-patientinnen-und-patienten/ zum Download zur Verfügung.
Der Flyer „Organspendeberatung. 5 häufige Fragen Ihrer Patientinnen und Patienten“, Artikelnummer 60110001, kann kostenfrei im BIÖG-Shop bestellt werden und steht als PDF-Datei zum Download bereit unter: https://shop.bioeg.de/organspendeberatung-5-haeufige-fragen-ihrer-patientinnen-und-patienten/
Das Plakat „Schon gewusst? Wichtige Informationen zur Organspende“, Artikelnummer 60258174, kann kostenfrei im BIÖG-Shop bestellt werden und steht als PDF-Datei zum Download bereit unter: https://shop.bioeg.de/organspende-plakat-schon-gewusst/
Repräsentativbefragung BIÖG zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024: https://www.bioeg.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/organ_und_gewebespende_2024_ergebnisbericht.pdf
Kostenfreie Organspendeausweise im Scheckkartenformat gibt es hier: https://shop.bioeg.de/organspendeausweis-als-plastikkarte/
Die Entscheidung kann auch in einer Patientenverfügung festgehalten werden. Die Broschüre „Organspende in der Patientenverfügung – Wünsche eindeutig dokumentieren“ bietet Textbausteine, wie die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende eindeutig formuliert werden kann und worauf hierbei zu achten ist.
https://shop.bioeg.de/organspende-in-der-patientenverfuegung-60284011/
Eine weitere Möglichkeit ist der Eintrag im digitalen Organspende-Register (OGR). Das OGR ist ein zentrales elektronisches Verzeichnis, in dem Erklärungen für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festgehalten werden können. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann jederzeit von der erklärenden Person geändert werden. Die Erklärung kann über https://www.organspende-register.de abgegeben werden.
Antworten auf die häufigsten Fragen sowie einen Erklärfilm zum OGR gibt es unter https://www.organspende-info.de/organspende-register/.
Ergänzt wird dies durch den Flyer „Das Organspende-Register – Anleitung zum digitalen Eintrag“: https://shop.bioeg.de/das-organspende-register-anleitung-zum-digitalen-eintrag/
Für ein persönliches Gespräch steht das Infotelefon Organspende montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 9040400 zur Verfügung.
Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zur Organ- und Gewebespende:
https://www.organspende-info.de
Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung@bioeg.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V.
https://www.haev.de