Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 54 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Cannabinoide dazu beitragen können, Symptome bei Cannabisgebrauchsstörung, Insomnie, Tic oder Tourette-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen zu reduzieren. Allerdings war die Qualität der Evidenz generell niedrig und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse wurde festgestellt. Bisher sei demnach der routinemäßige Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung psychischer Störungen und von Substanzgebrauchsstörungen nur selten gerechtfertigt, so das Fazit.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.
Trotz biologischer Plausibilität und vielversprechenden vorherigen Studien fand eine randomisiert-kontrollierte Studie über 2 Wochen mit 42 Patienten in stationärer Behandlung keinen Effekt von Blaulicht-blockierenden Brillen auf manische Symptome und den Medikamentengebrauch.
Eine beobachtende Kohortenstudie mit 269 Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) fand signifikante Verbesserungen von PTBS-Symptomen, Ängsten, Schlaf und gesundheitsbezogener Lebensqualität über 18 Monate mit Medizinalcannabis.
Smartwatches, die Gesundheitsdaten aufzeichneten, konnten Ärzten dabei helfen ihr Risiko für Burnout zu senken und ihre Resilienz zu stärken. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler, indem sie Ärzte mit und ohne Smartwatch miteinander verglichen.
Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 200 älteren Menschen mit Risiko für kognitiven Abbau fand, dass Chorsingen genauso wirksam ist wie ein strukturiertes Gesundheitsbildungsprogramm. Beide Interventionen senkten das Risiko für Depressionen und Angststörungen.
Erkrankt ein Kind an Krebs, ist dies eine große Belastung für die gesamte Familie. Psychosoziale Interventionen, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 21 Studien, können bei Eltern krebskranker Kinder signifikant Ängste, Depression und Stress reduzieren sowie die Lebensqualität verbessern helfen.
Aerober Sport reduzierte depressive Symptome bei Jugendlichen signifikant, besonders bei denen mit diagnostizierter Depression, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 18 randomisiert-kontrollierte Studien. Demnach war mehrmals wöchentlicher Sport mittlerer Intensität für etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde besonders effektiv.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass ein digitales Programm zur Behandlung von Angststörungen bei den Betroffenen zu einer signifikanten Reduktion der Angstsymptome führt. Das Programm wurde durch einen KI-Gesprächsagenten geleitet und zusätzlich von klinischem Fachpersonal unterstützt. Die Wirksamkeit war mit den Ergebnissen einer herkömmlichen kognitiven Verhaltenstherapie vergleichbar.
KI-gestützte Gesprächsagenten können depressive Symptome bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren lindern. Eine aktuelle Metaanalyse zeigte einen moderaten bis großen Effekt insbesondere bei beginnenden depressiven Symptomen.
Eine randomisierte Überkreuz-Studie mit 11 gesunden Erwachsenen demonstrierte eine substanzielle Steigerung von Spitzenkonzentration und gesamter CBD-Dosis bei Einnahme eines fettreichen Mahls.
Die Schlafqualität kann die Wirksamkeit einer pharmakologischen Therapie von Depression und Angststörungen beeinflussen, zeigte eine Beobachtungsstudie mit 409 Patienten. Die subjektive Schlafqualität, so das Fazit der Autoren, sollte zu Beginn einer Therapie erfasst und in die Behandlung mit einbezogen werden, um Behandlungseffekte auf depressive und Angstsymptome zu verbessern.
Eine doppelblind durchgeführte, Placebo-kontrollierte Studie mit 34 gesunden Teilnehmern liefert Hinweise darauf, dass das Phytocannabinoid Cannabigerol wahrgenommene Angstgefühle lindern kann, ohne motorische oder kognitive Einschränkungen hervorzurufen.