Eine Analyse von Beobachtungsdaten und von Genmustern fand einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme des Alkaloids Theobromin mit der Nahrung (typischerweise dunkle Schokolade) und einem moderat reduzierten Risiko für Endometriose. Die genetische Analyse legt eine kausale Verbindung nahe. Prospektive, kontrollierte Studien zu Theobromin zur Prävention von Endometriose stehen noch aus.
Die vermehrte Aufnahme von antioxidativen Substanzen mit der Ernährung ist invers mit dem Endometrioserisiko assoziiert, fand eine Analyse über NHANES-Daten von 4 153 Frauen. Die Ergebnisse unterstützen daher Initiativen, die Ernährung von Frauen zu verbessern.
Arsen im Trinkwasser könnte möglicherweise zur Entstehung von Endometriose beitragen, fand eine Analyse einer Querschnittsstudie mit 44 Frauen mit und 606 Frauen ohne Endometriose. Der Zusammenhang tauchte speziell bei älteren Frauen (ab 40 Jahren) auf, eventuell in Bezug zu einer längerfristigen Belastung mit Arsen, spekulieren die Wissenschaftler.
Adhäsionen, Adenomyose und Darmläsionen erhöhen nach einer Beobachtungsstudie mit 691 Frauen das Risiko für wiederkehrende Symptome der Endometriose und sollten bei Therapieentscheidungen berücksichtigt werden.
Endometritis, eine vermutlich vor allem bakteriell bedingte entzündliche Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut, erhöhte das Risiko für Endometriose signifikant, zeigte eine Metaanalyse über 14 Studien mit 747 733 Patientinnen.
Eine Fall-Kontroll-Studie mit 1 287 Frauen mit und ohne Endometriose zeigt, dass die Häufigkeit von Dysmenorrhoe in der Jugend mit der Entwicklung von Endometriose als Erwachsene in engem Zusammenhang steht.
Frauen, deren Ernährung einen höheren Ballaststoff- und Proteingehalt hatte, litten nach einer Analyse von US-amerikanischen Querschnittsdaten seltener an Endometriose.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 18 Studien zeigte, dass das Verhältnis zwischen Neutrophilen und Lymphozyten im Blutbild (NLR) die Endometriose-Diagnose unterstützen könnte.
Obwohl Endometriose nach aktuellen Schätzungen bis zu 15 % der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft, sind die der Erkrankung zugrundeliegenden Mechanismen nicht vollständig verstanden. Neue Daten deuten darauf, dass die Infektion mit Fusobacterium zur Entstehung der Endometriose beitragen könnte. Eine antibiotische Behandlung könnte daher ein möglicher Behandlungsansatz bei Endometrium-Infektion und Endometriose darstellen. Dies soll nun in klinischen Studien geprüft werden.
Endometriose korreliert mit anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Die Analyse einer US-Kohortenstudie zeigte nun, dass auch eine Psoriasis-Diagnose mit Psoriasis-Arthritis (PsA) mit einem um Faktor 2 erhöhten Risiko für Endometriose assoziiert ist. Ebenso könnte auch die Endometriose das Risiko für PsA erhöhen, legten die Ergebnisse nahe.
Was genau Endometriose auslöst und wie sich die Erkrankung entwickelt ist noch nicht verstanden. Ein Aspekt scheint das Blutgerinnungssystem und ein hyperkoagulabler Zustand bei Endometriose, also eine raschere Blutgerinnung. Eine biostatistische Gen-Analyse über hunderttausende Frauen in Europa zeigte nun kausale Assoziationen zwischen Koagulationsfaktoren mit Rolle bei der Plättchenadhäsion und dem Endometrioserisiko. Dies könnte neue Therapieziele eröffnen.
Endometriose ist eine gynäkologische Krankheit, die bei bis zu 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter vorkommt. Wie die klinische Werte und Fruchtbarkeit mit dem Alter der betroffenen Frauen zusammenhängen, wurde in dieser Studie genauer betrachtet.
Bei entzündlichen Abszessen im Bereich der Eierstöcke und der Eileiter werden betroffene Frauen häufig laparoskopisch behandelt. Welche Faktoren ein Risiko für einen Rückfall gelten und für eine Wiederkehr der Symptome sorgen können wurde in dieser Studie untersucht.