Hier finden Sie die Gesundheitsnachrichten von:
Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

16. Januar 2020 – Der Referentenentwurf für die Neufassung des Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung weist nach Ansicht der DGN erhebliche Mängel auf. Sie sieht darin eine Gefährdung der Qualität und Leistungsfähigkeit der neurologischen Notfallversorgung. Es muss bezweifelt werden, dass die vorgesehene strukturierte Ersteinschätzung in Notfallleitstellen der Komplexität neurologischer Notfallsymptome gerecht wird: Die Rate an Fehleinschätzungen nach Erstevaluation ist bei neurologischen Notfällen bekanntermaßen hoch. Die DGN kritisiert auch das Vorhaben, die Leitung von Notfallzentren in den Kliniken den kassenärztlichen Vereinigungen […]

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Eine an sieben deutschen und einer dänischen Stroke Unit durchgeführte Studie konnte keinen Vorteil eines strukturierten Nachsorgeprogramms im Hinblick auf die Rate von Folgeereignissen zeigen; bei den intensiver nachbetreuten Patienten konnten vaskuläre Risikofaktoren jedoch besser eingestellt werden. Bei Patienten, die regelmäßig die Nachsorgetermine im Rahmen des strukturierten Programms wahrgenommen hatten, konnten auch günstige klinische Effekte auf Folgeereignisse erzielt werden. Daher interpretieren Experten der DSG und der DGN die Studienergebnisse als bedeutsam und wegweisend. Die aktuelle, in der Januarausgabe von „Lancet […]

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11. Dezember 2019 – Monoklonale Antikörper gegen den CGRP-Rezeptor (Erenumab) oder gegen CGRP (Eptinezumab, Fremanezumab, Galcanezumab) sind neue, wirksame Substanzen zur Prophylaxe von Migräneanfällen, die das Therapiespektrum sinnvoll erweitern. Doch die Medizin unterliegt auch dem Wirtschaftlichkeitsgebot, weshalb die Verschreibung dieser relativ teuren Präparate nur bei Patienten erfolgen sollte, bei denen herkömmliche Migränemedikamente keine Wirkung zeigen oder kontraindiziert sind. DGN und DMKG haben nun gemeinsam eine Leitlinienergänzung [1] zum Einsatz der Antikörper herausgegeben – eine „Handlungsempfehlung mit Augenmaß“. Der Übergang in […]

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22. November 2019 – MS verläuft in ca. 80% der Fälle schubförmig. Nach über zehn Jahren kann sie aber allmählich in eine chronisch-fortschreitende Form mit kontinuierlich zunehmender Behinderung übergehen, die nicht mehr so gut zu behandeln ist wie die schubförmige Verlaufsform. Verlaufsmodifizierende (immunmodulierende) Dauertherapien können die Krankheitsaktivität reduzieren und die Schubrate erfolgreich senken. Der Übergang in die sekundär progrediente Verlaufsform kann hinausgezögert werden. Mit Ozanimod, einer Weiterentwicklung von Fingolimod, könnte hier künftig ein neues, wirksames, relativ gut verträgliches Präparat zur […]

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Eine gestern Abend im „New England Journal of Medicine“ publizierte Studie [1] zeigte, dass Schlaganfallpatienten von einer Senkung des LDL-Cholesterins auf unter 70 mg/dl profitierten. Da fast jeder fünfte Schlaganfallpatient binnen fünf Jahren mit einem Folgeschlaganfall rechnen muss, ist jede wirksame Maßnahme zur Risikoreduktion willkommen. Doch wie tief soll man senken, „the lower, the better?“ – Nicht wirklich, denn letztlich fehlen Daten, welcher LDL-Cholesterin-Zielkorridor nach Schlaganfall oder TIA optimal ist. Eine wichtige Maßnahme, um bei Patienten mit ischämischem Schlaganfall oder […]

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Steife Muskeln, Muskelzittern, gebeugter Gang: Parkinson-Patienten zeigen häufig auffällige Bewegungsstörungen, die sich meist einschränkend auf die Mobilität auswirken. Heute weiß man, dass sich Bewegungsübungen positiv auf diese Parkinson-Symptome auswirken. Eine aktuelle Studie zeigt: Regelmäßiges aerobes Training, das auf dem Ergometer zu Hause mit digitaler Unterstützung und spielerischen Elementen (Virtual-Reality-Anwendungen) praktiziert wird, kann die Verschlechterung motorischer Defizite bei Patienten mit Parkinson Erkrankung im Frühstadium deutlich verlangsamen [1]. Pressemitteilung zum Download Die Parkinson-Erkrankung ist auf dem Vormarsch: Bis zu 400.000 Patienten in […]

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Vorhofflimmern des Herzens ist eine häufige Schlaganfallursache bei älteren Menschen von 65 bis über 80 Jahren. Bei Vorhofflimmern können Blutgerinnsel aus dem Herzen in Hirngefäße geschleudert werden und einen Schlaganfall auslösen. Mit einer medikamentösen, gerinnungshemmenden Therapie ist bei Patienten mit Vorhofflimmern eine wirksame Schlaganfallprophylaxe möglich. Dafür stehen heute neue Substanzen zur Verfügung, die „DOAKs“ (direkte orale Antikoagulantien), die sich jetzt in einer Studie [1] bei über 11.000 älteren Patienten klar als vorteilhaft erwiesen haben und nun weltweit als Vorgehen der […]

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Eine aktuell im „The New England Journal“ publizierte retrospektive Kohortenstudie [1] untersuchte die durch neurogenerative Erkrankungen verursachte Sterblichkeitsrate bei ehemaligen Fußballprofis. Im Vergleich zur nicht-fußballspielenden Kontrollgruppe waren bei den Fußballern signifikant häufiger Fälle von Morbus Alzheimer, Parkinson sowie anderen Demenzerkrankungen aufgetreten. Die kardiovaskuläre Sterblichkeit war bei den Fußballern jedoch geringer. Die Studie wirft zahlreiche Fragen auf: Gibt es tatsächlich einen kausalen Zusammenhang? Und was könnte ein solches erhöhtes Risiko medizinisch erklären? In der retrospektiven Kohortenstudie waren 7.676 ehemalige Fußballprofis aus […]

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Der jährlich am 29. Oktober stattfindende Welt-Schlaganfall-Tag steht im Zeichen der Risikoreduktion durch Prävention. Mit dem Aktionstag soll das öffentliche Bewusstsein für das Thema geschärft sowie über die Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten eines Schlaganfalls informiert werden. Eine Studie aus Großbritannien untersuchte den Zusammenhang zwischen Ernährung und Herz- und Gefäßerkrankungen. Vegetarier erlitten weniger ischämische Herzerkrankungen, aber die Rate an hämorrhagischen Schlaganfällen war (leicht) erhöht. Der Nutzen der vegetarischen Kost im Hinblick auf ischämische Ereignisse überwog dieses Risiko. In Deutschland erleidet alle zwei […]

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Wadenkrämpfe können die Lebens- und Schlafqualität stark beeinträchtigen. Leider hilft wenig – und altbewährte Maßnahmen wie Dehnen und Magnesium haben nicht bei allen Patienten Erfolg. Bei Menschen, die unter häufigen, langanhaltenden und stark schmerzenden Wadenkrämpfen leiden, können Chininpräparate zum Einsatz kommen. In einer aktuellen Studie erwiesen sie sich als wirksam und nebenwirkungsarm. Wer kennt das nicht? Wadenkrämpfe treten plötzlich und unerwartet auf und bereiten höllische Schmerzen. Meistens hält der Spuk nicht lange an, so dass im Prinzip kein (Be-)Handlungsbedarf besteht, […]

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27. September 2019 – Mit Antikörpern wehrt unser Immunsystem viele Krankheitserreger ab. Bei sogenannten Autoimmunerkrankungen werden fälschlicherweise Antikörper gebildet, die gegen körpereigene Zellen gerichtet sind – das Immunsystem greift diese dann an und zerstört sie sogar. Autoantikörper können aber auch bei asymptomatischen Menschen vorhanden sein – man vermutet, dass sie jedoch während einer Schwangerschaft auf den Embryo übertragen werden und später neurologisch-psychiatrische Erkrankungen auslösen könnten (z. B. ADHS, Autismus). Eine aktuelle Studie belegt, dass dieser Mechanismus tatsächlich die embryonale Gehirnentwicklung […]

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27. September 2019 – Antikörper gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor stellen bei 70% der Migränepatienten, die auf diese Therapie ansprechen und bei denen bislang keine andere Therapie half, eine effektive Behandlungsmöglichkeit dar. Die Zahl der Migräneanfälle kann durch sie deutlich gesenkt werden. Doch trotz guter Wirkung und Verträglichkeit sollten sie nach Ansicht der Experten nicht bei allen Patienten eingesetzt werden. Für Non-Responder und Patienten, bei denen medizinische Gründe gegen den Einsatz der Antikörper sprechen, gibt es bislang keine Therapieoption. Vielversprechend […]

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Fortschritte in der Neurogenetik haben für verschiedene Erkrankungen Genmutationen als mögliche Ursache identifiziert. Auf diese Weise ist nicht nur eine gezielte Diagnostik zur Bestätigung klinischer Diagnosen und die genetische Beratung Betroffener möglich, sondern auch zunehmend die Korrektur der individuellen molekularen Defekte bzw. eine Kompensation oder Modifikation deren Folgen. Bei der Parkinson-Erkrankung werden mutationsbedingte Enzymdefekte bereits medikamentös in klinischen Studien angegangen – wie zwei aktuelle Publikationen zeigen [1, 2], die Kongresspräsident Prof. Thomas Gasser, Tübingen, auf dem DGN-Kongress in Stuttgart vorstellte. […]

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