Für die untenstehenden Krankheitsbilder recherchieren wir die aktuellsten medizinischen Studien zu den neusten Therapien und Heilungsmethoden. Wir prüfen die Studien auf Relevanz und Evidenz, übersetzen sie und fassen sie kompakt zusammen.
Zwei randomisierte Phase-3-Studien, die heute in „The Lancet“ publiziert wurden [1], verglichen Wirksamkeit und Sicherheit von Remibrutinib der moderat wirksamen DMT mit Teriflunomid bei schubförmiger MS. Der hochselektive BT-Inhibitor reduzierte signifikant annualisierte Schubrate, Behinderungsprogression und entzündliche Läsionen im Gehirn. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Der Wirkstoff könnte somit das Therapiespektrum erweitern – ausstehend ist jedoch {…}
Eine randomisierte Studie zeigt: Selbst bei nahezu identischem Kalorien- und Nährstoffgehalt löst eine ultrahochverarbeitete Mahlzeit andere Stoffwechselreaktionen aus als eine frisch zubereitete. Unterschiede im Stoffwechsel waren zudem mit unterschiedlichen Reaktionen bestimmter Hirnregionen auf Nahrungsreize verbunden. Für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) liefert die Studie somit einen wichtigen Baustein in der Diskussion um ultrahochverarbeitete Lebensmittel {…}
Zum Internationalen Tag der sauberen Luft Feinstaub und Stickstoffdioxid belasten nicht nur die Lunge. Studien zeigen auch Zusammenhänge mit dem Auftreten von Schlaganfällen, selbst bei vergleichsweise niedriger Luftverschmutzung in Europa. Neuere Daten aus Augsburg weisen zudem darauf hin, dass kurzfristig erhöhte Schadstoffbelastungen mit bestimmten Schlaganfallformen und der Schwere der Folgen zusammenhängen können. Zum Internationalen Tag {…}
Schmerzhafte Fußdystonien können Menschen mit Parkinson erheblich belasten. Eine kleine randomisierte Studie zeigt: Gezielte Injektionen mit Onabotulinumtoxin A reduzierten die Schmerzen deutlich – 75 % erreichten eine Schmerzreduktion um mindestens 30 %. Schmerzen bei Fußdystonie sind bei Morbus Parkinson häufig und können insbesondere in Off-Phasen auftreten. Eine Optimierung der dopaminergen Medikation bringt nicht immer ausreichende {…}
Demenz ist keine reine Alterskrankheit. Auch Menschen unter 60 können betroffen sein – und bei ihnen beginnt die Erkrankung nicht immer mit Vergesslichkeit. Veränderungen von Sprache, Persönlichkeit, Verhalten oder geistiger Leistungsfähigkeit können erste Anzeichen sein. Anhaltende oder zunehmende Veränderungen sollten deshalb unabhängig vom Alter ärztlich abgeklärt werden. Die Woche der Demenz startet mit dem Welt-Alzheimertag {…}
Zum Internationalen Tag der sauberen Luft Feinstaub und Stickstoffdioxid belasten nicht nur die Lunge. Studien zeigen auch Zusammenhänge mit dem Auftreten von Schlaganfällen, selbst bei vergleichsweise niedriger Luftverschmutzung in Europa. Neuere Daten aus Augsburg weisen zudem darauf hin, dass kurzfristig erhöhte Schadstoffbelastungen mit bestimmten Schlaganfallformen und der Schwere der Folgen zusammenhängen können. Zum Internationalen Tag {…}
Körperliche Aktivität kann den Verlauf der Parkinsonkrankheit günstig beeinflussen. Eine in „Neurological Research and Practice (NRP)“ publizierte Studie zeigt: Der klinische Nutzen scheint weitgehend unabhängig vom Erhalt der dopaminergen Funktion zu sein. Regelmäßige körperliche Aktivität ist bei der Parkinson-Krankheit (PD) mit günstigeren klinischen Verläufen assoziiert. Unklar ist jedoch, ob Bewegung auch die dopaminerge Neurodegeneration verlangsamt und {…}
Sekundenlang abwesend, nicht ansprechbar, den Blick ins Leere gerichtet: Hinter solchen Absencen können unterschiedliche Formen einer Epilepsie stecken. Dass die Erkrankung jeden treffen kann, zeigt auch das Beispiel von Fußballstar Jamal Musiala, der jüngst seine Absencen öffentlich gemacht hat. Die DGN nimmt dies zum Anlass zu erklären, warum die genaue Diagnose entscheidend ist, welche modernen {…}
Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) basiert seit vielen Jahren auf den McDonald-Kriterien. Mit der 2024 veröffentlichten Revision wurden diese umfassend erweitert. Neu aufgenommen wurden unter anderem der Sehnerv als fünfte anatomische Region zur Beurteilung der räumlichen Dissemination, Kappa-freie Leichtketten (KFLC) als Liquorbiomarker sowie die Möglichkeit, Personen mit einem radiologisch isolierten Syndrom (RIS) unter bestimmten {…}
Wer seine Gefäße in der Lebensmitte gesund hält, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitauswertung der US-amerikanischen „Atherosclerosis Risk in Communities“ (ARIC)-Studie, die den Zusammenhang zwischen vaskulären Risikofaktoren und kognitiver Gesundheit untersucht hat. Die Forschenden konnten zeigen, dass Menschen ohne die drei vaskulären Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes mellitus und {…}
Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Tenecteplase im klinischen Alltag mit kürzeren Behandlungs- und Verlegungszeiten assoziiert ist. Als Vorteil wird die Applikationsform der Bolusgabe diskutiert. Allerdings wurde Tenecteplase häufiger in zertifizierten, akademischen Stroke-Units mit hohen Fallzahlen eingesetzt. Beim akuten ischämischen Schlaganfall ist der Behandlungserfolg von der Zeit bis zum Erreichen einer Reperfusion abhängig. Entsprechend stellen die {…}
Eine im JAMA veröffentlichte Studie zeigt: Die gezielte Beeinflussung der Tau-Pathologie allein reicht offenbar nicht aus, um den Verlauf einer frühen Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen. Auch die vorgestern in London präsentierte Studie zum Einsatz eines Tau-Antisense-Oligonukleotids verfehlte formal den primären Endpunkt. Die Ergebnisse markieren jedoch aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) nicht das Ende {…}
Nach Schlaganfall bleibt die individuelle Vorhersage des Sturzrisikos schwierig. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass die Beeinträchtigung bestimmter kortikaler Hirnnetzwerke entscheidend sein könnte. Ob sich daraus künftig neue Ansätze zur Risikostratifizierung ergeben, müssen weitere Studien zeigen. Mehr als ein Drittel aller Schlaganfallüberlebenden stürzt innerhalb des ersten Jahres nach dem Ereignis mindestens einmal. Stürze sind mit {…}