Ein von Bodenbakterien produzierter Naturstoff eröffnet einen neuen Ansatz zur Behandlung medikamentenresistenter Tuberkulose Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind jährlich mehr als zehn Millionen Menschen von Tuberkulose (TB) betroffen, und die Krankheit fordert über eine Million Todesopfer. Damit zählt sie zu den tödlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Behandlung ist langwierig und erfordert in der Regel die {…}
Internationale Expertengruppe entwickelt mehr als 60 Empfehlungen – DZIF-Wissenschaftlerinnen maßgeblich an der Leitlinie beteiligt Eine internationale Arbeitsgruppe unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) hat eine Leitlinie zur personalisierten Phagentherapie entwickelt. Beteiligt waren 20 Fachgesellschaften, 18 internationale Expert:innen einschließlich Vertretungen von Behörden sowie zwei Patientenvertretungsorganisationen. Die Leitlinie umfasst mehr als 60 praxisorientierte Empfehlungen zu {…}
Zwei Studien zum Ausbruch des Bundibugyo-Virus 2026 zeigen neue Ansätze für eine schnelle Diagnostik und die Impfstoffvorsorge Der aktuelle Ausbruch des Bundibugyo-Virus (BDBV) in der Demokratischen Republik Kongo verdeutlicht die Herausforderungen bei der Bekämpfung seltener, aber potenziell verheerender Infektionskrankheiten. Zwei Studien unter Leitung von Forschenden des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – {…}
PANTIPA gehört zu den Leuchtturmprojekten des DZIF, die besondere Unterstützung und Beratung durch das Team der DZIF-Produktentwicklung (PDU) erhalten. Das DZIF-Leuchtturmprojekt PANTIPA hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nach erfolgreichen präklinischen Arbeiten am Universitätsklinikum Köln und am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung startet nun die Entwicklung und GMP-konforme Herstellung eines monoklonalen Antikörpers gegen den bakteriellen Erreger Pseudomonas aeruginosa. Dafür konnte die Celonic {…}
Forschende des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine neuartige, auf Vollblut basierende Immunsignatur identifiziert, die sowohl die Diagnose der pulmonalen Tuberkulose (TB) als auch die Überwachung des Therapieansprechens verbessern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal Frontiers in Immunology veröffentlicht. Das Team analysierte Vollblutproben von Patientinnen und Patienten mit {…}
Forschende der Universität zu Köln, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie des Broad Institute von Harvard und MIT beschreiben im New England Journal of Medicine einen bemerkenswerten klinischen Fall. Dieser liefert neue Einblicke in die Evolution bakterieller Krankheitserreger. Die Autoren stellen das Konzept der Heterovirulenz durch das gleichzeitige Auftreten unterschiedlich virulenter Subpopulationen innerhalb einer Infektion vor. Ausgangspunkt {…}
Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung ist von Helmintheninfektionen betroffen, die das Immunsystem tiefgreifend verändern können. In einer präklinischen Studie fanden Forschende heraus, dass mRNA- und proteinbasierte SARS-CoV-2-Impfstoffe Schistosoma-infizierte Mäuse trotz veränderter Immunantworten wirksam vor dem Virus schützen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine chronische Helmintheninfektion den durch Impfstoffe induzierten Schutz nicht zwangsläufig beeinträchtigt. Die Ergebnisse wurden in {…}
Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung für Patientinnen und Patienten deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren {…}
Unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der University of California, San Francisco (USA), hat ein internationales Forschungsteam ein neues Verfahren zur Diagnose von Lungentuberkulose untersucht. Damit können Tuberkulose-Bakterien unabhängig von Laboren, in kürzerer Zeit als bisher und über einen einfachen Abstrich nachgewiesen werden. Für ihre Studie setzten {…}
Die gemeldeten Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit einem Kreuzfahrtschiff wurden durch das in Südamerika vorkommende Andesvirus hervorgerufen. Medizinisch ist dieses Ereignis auffällig, weil bei diesem Virus in seltenen Fällen eine Übertragung von Mensch zu Mensch beschrieben wurde und dies auch hier möglicherweise eine Rolle gespielt hat. Nach aktueller Einschätzung handelt es sich jedoch um ein eher {…}
Ein bereits in der klinischen Prüfung gegen Hepatitis-C-Virus befindlicher Wirkstoff kann auch das Hepatitis-E-Virus an der Vermehrung hindern. Etwa 70.000 Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus. Gegen das Virus gibt es bislang weder eine Impfung noch einen spezifischen Wirkstoff. Ändern könnte sich das durch die Identifikation von Bemnifosbuvir als gegen Hepatitis-E-Viren (HEV) wirksame {…}
Ein internationales Forschungsteam hat einen neuartigen Antikörper gegen das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) identifiziert, der das Virus an einer besonders verwundbaren Stelle angreift und dabei bisherige Limitationen bekannter Antikörper überwindet. Die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Klein, Koordinator des Forschungsbereichs HIV im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika {…}
Der Malariaparasit Plasmodium falciparum wird immer resistenter gegen die aktuell genutzten Artemisinin-basierten Kombinationstherapien (ACTs). Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) haben in einer DZIF-geförderten Studie zwei neue Medikamentenkombinationen getestet. Die meisten Malariamedikamente sind Kombinationstherapien, die auf Artemisinin basieren, einem Wirkstoff aus der Heilpflanze Einjähriger Beifuß (Artemisia annua). Der Malariaparasit Plasmodium falciparum wird immer resistenter gegen diese Art {…}