Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall – doch wie stark das Gehirn in den Stunden und Tagen danach weiter geschädigt wird, lässt sich bislang nur begrenzt und punktuell mit Bildgebung erfassen. Für viele andere Organe gibt es Bluttests, die akute Verletzungen anzeigen, für das Gehirn fehlte bislang ein vergleichbarer Marker. Forschende am LMU Klinikum München {…}
Zwei internationale klinische Studien unter der Leitung von PD Dr. Norbert Heinrich vom Tropeninstitut des LMU Klinikums München und internationalen Partnerinstitutionen belegen die Sicherheit und Wirksamkeit zweier vielversprechender Antibiotika als potenzielle Alternativen zu Linezolid in der Tuberkulosebehandlung. Die Wirkstoffe Sutezolid und Delpazolid zeigten eine starke antimikrobielle Aktivität und waren deutlich besser verträglich als Linezolid. Sie {…}
Eine neue Studie des LMU Klinikums München in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) spricht für ein hohes Suchtpotential von Einweg-E-Zigaretten. Die im Vorfeld des Weltnichtrauchertags am 31. Mai veröffentlichte Studie zeigt: Moderne „Vapes“ setzen Nikotin nahezu so schnell und effizient frei wie herkömmliche Zigaretten – mit dramatischen Folgen für das Abhängigkeitsrisiko. Tabakkonsum bleibt {…}
Krebs der Bauchspeicheldrüse ist die dritthäufigste Krebstodesursache weltweit – auch, weil er meist erst sehr spät erkannt wird. Denn eine Methode zur Früherkennung ist nicht etabliert und der einzige Biomarker, das CA19-9, ist im Frühstadium wenig aussagekräftig. Die Arbeitsgruppe um Prof. Julia Mayerle von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des LMU Klinikums München hat {…}
Ergebnisse der DFG-RHINO Studie in The Lancet HIV veröffentlicht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Münchner Tropeninstituts, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des tansanischen National Institute for Medical Research (NIMR)-Mbeya Medical Research Centre (MMRC) haben zusammen mit Bonner Kollegen einen bisher wenig beachteten Risikofaktor für HIV-Infektionen entdeckt. In einer früheren Kohortenstudie in Tansania hatten sie {…}
Sogenannte Disease-Management-Programme (DMP) helfen auch bei Depression. Allerdings ist unklar, warum bzw. was genau wirkt in diesem Bündel aus Maßnahmen zu Diagnostik, Behandlung, Begleitung und Patientenstärkung. Auch deshalb sind DMPs noch nicht sehr weit verbreitet. Ein Team des DFG-Graduiertenkollegs „POKAL“ um Prof. Dr. Jochen Gensichen am LMU Klinikum München hat nun in einer Analyse der {…}
Fünf Jahre nach der ersten Diagnose eines Corona-positiven Patienten am 27. Januar 2020 in Deutschland am Tropeninstitut des LMU Klinikums München hat sich die Welt verändert – und auch der Blick der Ärztinnen und Forscher auf das Virus, seine Auswirkungen auf den Menschen und die Folgen für das Gesundheitssystem. Expertinnen und Experten der LMU und {…}
Die Medizin untersucht immer dezidierter die negativen Effekte von Alkohol auf Körper und Gesundheit. Was auch nicht verwundert: Alkohol ist eines der stärksten Zellgifte überhaupt. Nun sind Mediziner des LMU Klinikums mit ihren mobilen EKG-Geräten auf Partys junger Leute ausgeschwärmt, die vornehmlich ein Ziel hatten: sich ordentlich einen hinter die Binde zu kippen. Heraus kam {…}
Die systematische Analyse von Misshandlungserfahrungen in der Kindheit ermöglicht eine personalisierte Therapie Misshandlungen in der Kindheit sind ein Hauptrisikofaktor für viele psychische und körperliche Erkrankungen. Trotz ihrer Relevanz werden diese Erfahrungen in der Medizin bislang nicht systematisch erfasst – nicht einmal im Vorfeld psychotherapeutischer Behandlungen. In der Regel treten verschiedene Formen von Kindesmisshandlungen in Kombination {…}
Bisphosphonate sind Arzneien, die seit vielen Jahren in erster Linie erfolgreich gegen die Osteoporose eingesetzt werden. In einer US-amerikanischen Studie – mit Beteiligung von Prof. Dr. Stefan Endres und Prof. Dr. Tobias Dreischulte vom LMU Klinikum München – wurde jetzt ermittelt: Patient:innen, denen Bisphosphonate verschrieben wurden, erkrankten weniger häufig an COVID-19. „Dies war ein deutlicher {…}
Fast 9 Millionen Einweisungen ins Krankenhaus pro Jahr werden in Europa auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurückgeführt, von denen etwa die Hälfte vermeidbar sind. Auch in Deutschland wurden laut einer Studie an vier großen Universitätskliniken 6,5% aller Behandlungsfälle in der Notaufnahme auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung zurückgeführt. Das Risiko ist insbesondere bei älteren Patienten (65+) mit Multimedikation erhöht. {…}
Ein Team der Pädiatrischen Infektiologie des LMU Klinikums München hat zusammen mit Forschern der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME), Institutsteil Bioressourcen, die hervorragende Wirksamkeit eines weiter optimierten, neuartigen Antibiotikums gegen resistente gramnegative Erreger gezeigt — Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Microbiology Spectrum“ publiziert. Antibiotika verfehlen immer häufiger ihre Wirkung. Das {…}
Neue Studie des LMU Klinikums München zeigt, dass Herzrhythmusüberwachung bei Schlaganfall-Patient:innen wichtig für eine effektive Sekundärprävention sein kann Embolische Schlaganfälle unbestimmter Ursache (ESUS) machen bis zu 20 Prozent aller Schlaganfälle aus. Unerkanntes Vorhofflimmern – eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen – gilt als eine wichtige Ursache. Allerdings fehlten bisher etablierte Ansätze, um die ESUS-Patient:innen zu identifizieren, die {…}