Warum bilden sich in unserem Blut normalerweise keine gefährlichen Gerinnsel? Doch was passiert, wenn dieser Schutzmechanismus versagt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Greifswald ist der Antwort auf diese zentrale medizinische Frage einen großen Schritt nähergekommen. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Journal of Thrombosis and Haemostasis veröffentlicht. Die Wissenschaftler*innen aus Greifswald und der {…}
Wichtige Erkenntnis für individualisierte Krebstherapie Das sogenannte Philadelphia-Chromosom ist ein typisches Erkennungsmerkmal für verschiedene Formen von Leukämie. Forscher der Universität und Universitätsmedizin Greifswald konstruierten den Genfehler in kultivierten menschlichen Leukämie-Zellen und entdeckten, dass er auch ein körpereigenes Eiweiß blockiert, das normalerweise die Wirkung von Krebsmedikamenten abwehrt. Dadurch werden Krebszellen empfindlicher für bestimmte Medikamente. Die Ergebnisse {…}
Jahrzehntelange Forschung bringt Fortschritt in der radiologischen Früherkennung Prof. Mark Wielpütz von der Universitätsmedizin Greifswald entwickelte zusammen mit der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg eine Künstliche Intelligenz, um den Gesundheitszustand der Lunge automatisiert mittels Röntgenaufnahmen bei Mukoviszidose-Erkrankten zu erkennen. Die KI wurde mit einer umfassenden Datenbank aus Aufnahmen einer Magnetresonanztomographie (MRT) trainiert und liefert {…}
Greifswalder Revolution in der Notfallmedizin Ein Greifswalder Forschungsteam hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Perspektivisch werden dadurch Engpässe in der Versorgung mit Blutplasma vermieden, was gerade in der Notfallversorgung von Patienten klare Vorteile bringt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel hat das Verfahren nun zugelassen. Bisher gab es weltweit nur ein weiteres {…}
Gestörte Blutstillung, große blaue Flecken ohne erkennbaren Grund seit dem Kindesalter: Hierfür kann eine angeborene Thrombozytenstörung verantwortlich sein. Mehr als 70 dieser erblichen Erkrankungen sind bekannt – aber sie sind schwer zu diagnostizieren. Betroffene Patienten haben oft einen Jahrelangen Leidensweg hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Seltene Erkrankungen mit einem Tropfen Blut erkennen {…}
Greifswalder Publikation im internationalen Magazin Advanced Science veröffentlicht In Mecklenburg-Vorpommern tritt eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) überdurchschnittlich oft auf. Die Grundlagenforschung an der Universitätsmedizin Greifswald untersucht den Krankheitsverlauf, um langfristig gezieltere Therapieansätze entwickeln zu können. Ein hiesiges Forschungsprojekt befasste sich mit der Antwort des Immmunsystems bei einer akuten Entzündung, die sich bei einer Pankreatitis komplexer als {…}
Entdeckung kann Impfstoffe in Zukunft noch sicherer machen Ein Greifswalder Forschungsteam hat zusammen mit internationalen Partner*innen aus Australien und Kanada herausgefunden, wie vermieden werden kann, dass eine Verkettung seltener Umstände sogenannte Hirnvenenthrombosen nach einer COVID-19-Impfung auslöst. Durch die Entdeckung können Impfstoffe in Zukunft noch sicherer gemacht werden. Die Studie wurde nun in der Fachzeitschrift New {…}
Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Annals of the Rheumatic Diseases Bisher war bekannt, dass ein gestörter Recyclingprozess von Eiweißen in einer Zelle selbstentzündliche Erkrankungen und neurologische Symptome verursachen kann. Oftmals sind diese selbstentzündlichen, sogenannten autoinflammatorischen Krankheiten auf vererbte Varianten von Genen zurückzuführen. Diese Veränderungen stören den Prozess im Recyclingcontainer einer Zelle, dem sogenannten Proteasom. Ein {…}
Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Nature Communications Wenn die zelluläre Abbaumaschine im menschlichen Körper nicht mehr funktioniert, hat das gravierende Folgen für das Gehirn. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Greifswalder Professorin Elke Krüger hat herausgefunden, dass bestimmte genetische Veränderungen in der Proteinabbaumaschine der Zelle, genannt Proteasom, schwere neuronale Entwicklungsstörungen verursachen können. Diese seltenen Erkrankungen {…}
Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Alzheimer‘s & Dementia Mehr Verantwortung für Pflegekräfte verbessert die Versorgung von Menschen mit Demenz. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, genannt InDePendent. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) führte unter Leitung von Prof. Wolfgang Hoffmann, gleichzeitig geschäftsführender Direktor des Greifswalder Instituts für Community Medicine, das deutschlandweite Projekt {…}
Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Nature Genetics Blut kann viel verraten. Es gibt Hinweise zu möglichen Entzündungen, Gerinnungsstörungen oder bestimmten Organfunktionen. Es enthält tausende Eiweiße, also Blutproteine, die verraten können, ob ein Mensch gesund ist oder nicht. Doch obwohl moderne Labortechnologien enorme Datenmengen liefern, gibt es ein Problem: Die Ergebnisse aus verschiedenen Studien lassen sich {…}
Deutsch-britische Studie wertet Daten zu 1103 Menschen aus Im Übergang vom Alleinleben in eine Lebenspartnerschaft steigt die Lebenszufriedenheit deutlich an. Das belegt eine neue Studie der Universitäten Bielefeld und Greifswald sowie der britischen University of Warwick. Die Auswertung von Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) in Deutschland und der britischen Langzeitstudie „Understanding Society“ (UKHLS) umfasst {…}
EFAFU-Projekt der Greifswalder Zahnmedizin erfolgreich beendet Kieferorthopädische Untersuchungen von 5.500 Kindern und Jugendlichen, zahnmedizinische Daten von 1.200 SHIP-Teilnehmenden über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren und moderne 3D-Scans von 1.500 weiteren Erwachsenen: Damit wurde nun eine der umfangreichsten bevölkerungsbasierten Kieferorthopädie–Studien weltweit abgeschlossen. Das sogenannte EFAFU-Projekt untersuchte seit 2020 die Effekte von Zahn- und Kieferfehlstellungen {…}