Das GesundheitsPortal für innovative Arzneimittel, neue Therapien und neue Heilungschancen

Endometriose

Einsatz von Medroxyprogesteronacetat bei künstlicher Befruchtung bei Patientinnen mit Endometriose könnte Erfolg erhöhen

Original Titel:
Use of medroxyprogesterone acetate in women with ovarian endometriosis undergoing controlled ovarian hyperstimulation for in vitro fertilization

Endometriose ist einer der häufigsten Gründe für eine Unfruchtbarkeit der Frau. Eine künstliche Befruchtung kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei Endometriose erhöhen. Dafür erhält die Patientin zunächst eine hormonelle Stimulation zur Reifung der Eizellen. Die Eizellen werden anschließend entnommen und bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) oder der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) außerhalb des Körpers mit Spermien befruchtet. Die befruchtete Eizelle wird dann wieder in die Gebärmutter eingesetzt (Embryotransfer).

Eine neue chinesische Studie hat jetzt untersucht, welche Auswirkungen die Gabe von Medroxyprogesteronacetat während der hormonellen Stimulation hat. Medroxyprogesteronacetat wir zur Unterdrückung der Endometriose benutzt und verhindert einen vorzeitigen Eisprung. Die Studie untersuchte 244 Endometriose-Patientinnen mit normaler Eierstockfunktion. Die Patientinnen durchliefen eine künstliche Befruchtung. Alle Patientinnen erhielten einen Embryotransfer mit eingefrorenen Embryos. Die Studie untersuchte, wie der Embryotransfer und die Schwangerschaft durch die Einnahme von Medroxyprogesteronacetat beeinflusst wurden. Die Patientinnen wurden in drei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 und 2 erhielten Medroxyprogesteronacetat. Gruppe 1 erhielt zusätzlich eine Operation, während bei Patientinnen der Gruppe 2 Zysten abgesaugt wurden. Die dritte Gruppe diente als Kontrolle und erhielt kein Medroxyprogesteronacetat. Dabei wurde bei Patientinnen der dritten Gruppe das kurze Protokoll zur hormonellen Stimulation angewendet. Beim kurzen Protokoll wird die körpereigene Hormonprodukton nicht unterdrückt, sondern direkt mit der hormonellen Stimulation begonnen.

Bei Patientinnen, die Medroxyprogesteronacat erhalten hatten, konnten mehr reife Eizellen und mehr gute Embryonen erhalten werden. Zudem hatten sie ein höheres Level an Embryonen guter Qualität 3 Tage nach Befruchtung und eine höheres Level an Menotropin. Menotropin wird bei der hormonellen Stimulation verwendet um die Bildung der Eizellen anzuregen. Die Ergebnisse der künstlichen Befruchtung, wie Abbruchrate und Fruchtbarkeit, waren jedoch nicht beeinflusst.

Die Studie deutete daher an, dass sich eine Einnahme von Medroxyprogesteronacat günstig auf den Erfolg einer künstlichen Befruchtung bei Patientinnen mit Endometriose auswirken könnte, da die Reifung der Eizellen und Embryonen verbessert werden konnte.

© Alle Rechte: DeutschesGesundheitsPortal.de

Ein Serviceangebot und weitere Themen zu Endometriose: