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Brustkrebs

Brustwiederaufbau mindert psychologische Probleme

Original Titel:
Meta-analysis for psychological impact of breast reconstruction in patients with breast cancer

Bei manchen Brustkrebspatientinnen muss bei der Operation die komplette Brust entfernt werden. Erhalten diese Frauen im Anschluss daran einen Brustwiederaufbau, leiden sie in der Folge seltener an Ängsten und Depressionen, wie diese Studie zeigte.


Frauen, die im Rahmen einer Brustkrebsoperation eine Brust vollständig verlieren, können sich unter bestimmten Voraussetzungen für einen Wiederaufbau ihrer Brust, einer sogenannten Brustrekonstruktion, entscheiden. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine Brustrekonstruktion durchgeführt werden kann, ist, dass die Frauen nicht an Diabetes, Herzleiden oder Gefäßkrankheiten leiden. Zudem sollten die Frauen Nicht-Raucherinnen sein. Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann die Möglichkeit einer Brustrekonstruktion individuell erörtert werden.

Wie wirkt sich ein Brustwiederaufbau auf die psychische Gesundheit der Patientinnen aus?

Chinesische Forscher gingen in ihrer Studie nun den psychologischen Auswirkungen einer Brustrekonstruktion auf den Grund. Die Forscher suchten in medizinischen Datenbanken nach Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigten und werteten diese zusammenfassend aus. Bei ihrer Suche fanden die Forscher 5 Studien mit 1125 Patientinnen. 551 der Frauen hatten sich nach der Brustkrebsoperation, bei der ihre Brust vollständig entfernt wurde, für einen Wiederaufbau der Brust entschieden. Bei den anderen 574 Frauen wurde die Brust im Rahmen der Operation vollständig entfernt, ohne wieder aufgebaut zu werden.

Weniger Ängste und Depressionen nach Brustrekonstruktion

Die Auswertungen deckten auf, dass das Risiko für Ängste und Depressionen bei den Frauen, die eine Brustrekonstruktion erhielten, deutlicher niedriger war als das der Frauen, die keine solche Brustrekonstruktion durchliefen. Zudem wiesen die Frauen mit Brustrekonstruktion deutlich niedrigere Anzeichen von Ängsten und Depressionen als die Frauen aus der Gruppe ohne Brustaufbau auf.

Die Studienautoren schlussfolgerten, dass die psychologischen Folgen einer Brustentfernung bei Brustkrebspatientinnen durch einen Brustaufbau wirksam verhindert werden konnten. Frauen, deren Brust nach der Brustkrebsoperation wiederaufgebaut wurde, waren deutlich seltener von Ängsten und Depressionen betroffen.

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