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PCO-Syndrom

Zurückliegende Bewegungsgewohnheiten beeinflussen das PCO-Syndrom

Original Titel:
Effects of exercise and dietary habits on the occurrence of polycystic ovary syndrome over 5 years of follow-up

DGP – Die Studie deutet an, dass zurückliegende Bewegungsgewohnheiten die Entstehung eines PCO-Syndroms beeinflussen können. Ernährungsgewohnheiten unterschieden sich jedoch nicht zwischen Frauen mit und ohne PCO-Syndrom. Lange sitzende Tätigkeiten sollten daher verringert werden und die Dauer und Intensität von Aktivitäten sollte erhöht werden.


Ursachen und Faktoren, die das Polyzystische Ovarialsyndrom begünstigen, sind weitestgehend unbekannt. Wissenschaftler aus China untersuchten jetzt den Einfluss von Sport und Ernährung auf das PCO-Syndrom.

Welche Faktoren kommen als Ursache für das PCO-Syndrom in Frage?

Das PCO-Syndrom ist eine Stoffwechsel- und Hormonstörung. Als Ursache kommen sowohl erbliche Veranlagungen als auch Umwelteinflüsse in Frage. Das PCO-Syndrom ist durch erhöhte männliche Hormone gekennzeichnet. Außerdem sind viele Betroffene übergewichtig oder leiden an erhöhten Blutzuckerwerten. Stoffwechsel und Hormone beeinflussen sich gegenseitig. Der unausgewogene Hormonhaushalt verursacht dann einen unregelmäßigen Zyklus, fettige Haut oder Haarausfall. Da Übergewicht und Blutzuckerspiegel auch durch Faktoren wie zu wenig Bewegung und zu ungesunde Ernährung begünstigt werden können, spielen auch Lebensstilfaktoren eine Rolle.

Das Bewegungs- und Essverhalten wurden untersucht

Über 1000 Frauen zwischen 12 und 44 Jahren wurden zu ihrem Bewegungs- und Ernährungsverhalten der letzten sieben Tage und vor 5 Jahren befragt. Einige der Frauen litten am PCO-Syndrom. Das Bewegungsverhalten der letzten sieben Tag unterschied sich nicht zwischen Frauen mit und ohne PCO-Syndrom. Vor 5 Jahren hatten sich Frauen mit PCO-Syndrom jedoch weniger bewegt. In den Befragungen zur täglichen Bewegung bezüglich Transportoptionen (z. B. öffentliche Verkehrsmittel, Auto, Fahrrad), Haushalt, Gehen und Aktivitäten mittlerer Aktivität schnitten die Frauen mit PCO-Syndrom schlechter ab. Sie verbrachten mehr Zeit sitzend. In den Fragebögen zu Nährstoff- und Energieaufnahme gab es keine Unterschiede.

Die Studie deutet daher an, dass zurückliegende Bewegungsgewohnheiten die Entstehung eines PCO-Syndroms beeinflussen können. Ernährungsgewohnheiten unterschieden sich jedoch nicht. Lange sitzende Tätigkeiten sollten daher verringert werden und die Dauer und Intensität von Aktivitäten sollte erhöht werden.

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Referenzen:

Zhang J, Zhou K, Luo L, Liu Y, Liu X, Xu L. Effects of exercise and dietary habits on the occurrence of polycystic ovary syndrome over 5 years of follow-up. Int J Gynecol Obstet. June 2018. doi:10.1002/ijgo.12563