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Erhöhtes Risiko für Knochenbrüche bei PCO-Syndrom

Original Titel:
Increased risk of fractures in patients with polycystic ovary syndrome: a nationwide population-based retrospective cohort study

DGP – Die Daten zeigten, dass Frauen mit PCO-Syndrom ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche allgemein, und für Osteoporose-bedingte Knochenbrüche im Speziellen haben. Es scheint daher wichtig, dass PCO-Patientinnen auch den Knochenstoffwechsel beachten und gegebenenfalls untersuchen lassen.


Das PCO-Syndrom ist eine komplexe Erkrankung, die verschiedene Stoffwechselvorgänge des Körpers beeinflussen kann. Eine Studie aus Taiwan untersuchte jetzt den Einfluss auf die Knochendichte und das Risiko für Knochenbrüche.

Der Knochenaufbau und -abbau wird durch Hormone reguliert

Unser Skelett hat vor allem eine Stütz- und Schutzfunktion, die Knochen dienen aber auch als Speicher wichtiger Mineralien, vor allem von Calcium, aber auch Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalium. Die Knochen unterliegen einem ständigen Auf- und Abbau, der über Hormone reguliert wird. Hier sind auch die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron beteiligt. Wenig Östrogen führt eher zu einem Knochenabbau, der bis zur Osteoporose führen kann. Daher kommt es bei vielen Frauen mit den Wechseljahren zu einer Abnahme der Knochendichte. Beim PCO-Syndrom ist der Hormonhaushalt durcheinandergeraten. Auch andere Symptome des PCO-Syndroms wie Störungen des Zuckerstoffwechsels oder Übergewicht können die Knochen beeinflussen.

Frauen mit PCO-Syndrom hatten ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche

Die Wissenschaftler werteten Daten von 11106 Patientinnen mit PCO-Syndrom und 44424 gesunden Patientinnen aus. Die Frauen waren zwischen 15 und 80 Jahre alt. Frauen mit PCO-Syndrom hatten ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, Osteoporose-bedingte Brüche, Wirbelsäulenbrüche und Unterarmbrüche. Das Risiko für Brüche des Oberschenkels, Oberarms, Handgelenks oder der Hüfte war nicht erhöht. Auch das Risiko für Brüche, die nicht durch Osteoporose bedingt werden, war gleich hoch.

Die Daten zeigten, dass Frauen mit PCO-Syndrom ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche allgemein, und für Osteoporose-bedingte Knochenbrüche im Speziellen haben. Es scheint daher wichtig, dass PCO-Patientinnen auch den Knochenstoffwechsel beachten und gegebenenfalls untersuchen lassen.

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