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Migränepatientinnen und -patienten gesucht

Die Schmerzambulanz am Uniklinikum Würzburg ist Partner beim Therapieprogramm MIGRA-MD. Für das Forschungsprojekt werden noch erwachsene Migränepatientinnen und -patienten gesucht.

Würzburg / München. Migräne gezielter behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen spürbar verbessern – das will das Projekt „MIGRA-MD – Strukturierte fachärztliche Migräneversorgung – multimodal und digital“ erreichen. Eine der Partnereinrichtungen der Multicenterstudie ist die Schmerzambulanz der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Uniklinikums Würzburg (UKW). Die Leiterin der Ambulanz, Dr. Gudrun Kindl, erläutert: „Ziel des Vorhabens ist es, Lücken in der Migräneversorgung mit digitalen Anwendungen, Schulungs- und Informationsangeboten sowie klaren, leitliniengerechten Therapiepfaden zu schließen.“ Für die Durchführung werden aktuell noch Studienteilnehmende gesucht.

So läuft die Studie ab

Gefragt sind gesetzlich krankenversicherte Erwachsene mit Migräne, die regelmäßig von vier bis 25 Kopfschmerztage pro Monat betroffen sind und nicht mehr als zwei migräneprophylaktische Medikamente ohne Erfolg versucht haben. In der Studie werden sie gebeten, ihre Kopfschmerzen über eine App und einen Kopfschmerzfragebogen zu dokumentieren. Sie nehmen drei Behandlungstermine bei geschulten Fachärztinnen und Fachärzten wahr – zum Beispiel in der Schmerzambulanz des UKW. Parallel bietet die Online-Plattform „MIGRA-MD Wissen“ kurze Videos und Audios über Migräne, verstärkende Faktoren und Behandlungsmöglichkeiten. Auch Anleitungen zur nichtmedikamentösen Migränevorbeugung stehen dort bereit, zum Beispiel zu Stressreduktion, Entspannungsverfahren und Bewegungstherapie. Live-Webinare zu Kopfschmerzthemen bieten zusätzliche Informationen und die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Zur Anmeldung für die Studie nutzen Interessierte die Online-Plattform unter https://mitmachen.migra-md.de.

MIGRA-MD wird vom LMU Klinikum München und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) koordiniert sowie vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.