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Darmkrebs
Schlechtere Darmkrebs-Prognose bei Gewichtsverlust
Original Titel:
Association between weight loss and survival outcomes in patients with colorectal cancer: a meta-analysis
- Wirkt sich ein Gewichtsverlust von > 5 % oder > 10 % auf das Überleben bei Darmkrebs aus?
- Metaanalyse von 13 Studien mit den Daten von 17 606 Darmkrebs-Patienten
- Gewichtsverlust ging mit einem schlechteren Gesamtüberleben, schlechteren darmkrebsspezifischen und schlechteren progressionsfreien Überleben einher
DGP – Gewichtsverlust erhöhte für Darmkrebs-Patienten das Risiko, zu sterben, speziell an Darmkrebs zu sterben und von einer Krankheitsprogression betroffen zu sein. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 13 Studien.
Viele Darmkrebs-Patienten sind vom Gewichtsverlust betroffen. Einzelne Studien berichteten bereits von einem Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und einem erhöhten Sterberisiko. Wissenschaftler aus China verschafften sich einen Überblick über die derzeitige Datenlage zu dieser Thematik und führten eine Metaanalyse durch.
Metaanalyse von 13 Studien
Die Wissenschaftler suchten in internationale Datenbanken (PubMed, Embase und Web of Science) nach geeigneten Studien, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und dem Überleben von Darmkrebs-Patienten befassten und bis zum 15. Mai 2025 veröffentlicht wurden. Dabei interessierten sie sich für das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und das darmkrebsspezifische Überleben. 13 Studien, die insgesamt die Daten von 17 606 Darmkrebs-Patienten enthielten, erfüllten ihre Kriterien und wurden in die Analyse einbezogen. In den Studien wurde ein Verlust von mehr als 5 % (11 Studien) oder mehr als 10 % (2 Studien) des Körpergewichts als Gewichtsverlust definiert.
Gewichtsverlust erhöhte das Sterberisiko
Laut Analysen ging Gewichtsverlust mit einem größeren allgemeinen Sterberisiko (HR: 2,02; 95 % KI: 1,67 – 2,44) und einem größeren Risiko, speziell an Darmkrebs zu sterben, einher (HR: 3,27; 95 % KI: 1,75 – 6,12). Zudem war Gewichtsverlust mit einem schlechteren progressionsfreien Überleben assoziiert (HR: 1,34; 95 % KI: 1,14 – 1,58). Patienten, die mindestens 10 % ihres Gewichts verloren, hatten im Vergleich zu Patienten, die weniger abnahmen, ein größeres Sterberisiko (HR: 3,19; 95 % KI: 2,58 – 3,93).
Gewichtsverlust ging mit einer schlechteren Prognose bei Darmkrebs einher. Das äußerte sich durch ein erhöhtes Sterberisiko und ein erhöhtes Risiko für Krankheitsprogression. Welcher biologische Mechanismus dahinter steckt, ist noch nicht geklärt und Gegenstand der Forschung.
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