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Arthritis / Rheuma
Gastrointestinale Symptome mit Methotrexat: Häufig, aber meist kein Abbruchsgrund
Original Titel:
Gastrointestinal adverse events among methotrexate users in rheumatoid arthritis patients: a systematic review and meta-analysis
- Wie häufig sind Nebenwirkungen im Verdauungstrakt mit Methotrexat?
- Systematischer Review mit Metaanalyse
- 37 Studien mit 19 986 Teilnehmern
- Gastrointestinale Symptome bei jedem 5. RA-Patienten mit Methotrexat
- Symptome führten meist nicht zum Behandlungsabbruch
DGP – Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 37 Studien fand: Unerwünschte Ereignisse im Verdauungstrakt können ungefähr jeden 5. Patienten mit rheumatoider Arthritis mit Methotrexat betreffen, besonders häufig Übelkeit und Bauchschmerzen. Allerdings führte dies meist nicht zum Abbruch der Behandlung. Frühzeitiges Erkennen und Lindern solcher Symptome könnte die Therapietreue unterstützen.
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem besonders Gelenke angreift und schädigt. Der konventionelle Wirkstoff Methotrexat wird bei RA als Erstlinientherapie eingesetzt. Allerdings werden bei dieser Therapie häufig unerwünschte Ereignisse im Verdauungstrakt berichtet.
Wie häufig sind Nebenwirkungen im Verdauungstrakt mit Methotrexat?
Wissenschaftler führten einen systematischen Review mit Metaanalyse durch, um die Häufigkeit gastrointestinaler unerwünschter Ereignisse bei erwachsenen RA-Patienten in Behandlung mit Methotrexat zu untersuchen. Relevante Artikel wurden aus den medizin-wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Scopus und Cochrane ermittelt. Die Studie schloss Beobachtungs- und Interventionsstudien ein.
Systematischer Review mit Metaanalyse über 37 Studien
Die Metaanalyse schloss 37 Studien mit insgesamt 19 986 Teilnehmern ein. Übelkeit und Bauchschmerzen waren die häufigsten unerwünschten Ereignisse:
- Übelkeit: Prävalenz: 24,3 %; 95 % Konfidenzintervall, KI: 16,7 – 34,0
- Bauchschmerzen: Prävalenz: 19,6 %; 95 % KI: 13,9 – 26,9
Die Studien zeigten jedoch ein sehr heterogenes Bild, auch nachdem die Analyse gezielt je nach Verabreichungsmethode oder Studiendesign durchgeführt wurde. In 9 Studien wurden Behandlungsabbrüche aufgrund unerwünschter gastrointestinaler Ereignisse berichtet, mit einer Rate von zwischen 1,7 und 23,4 % (Prävalenz: 8,5 %; 95 % KI: 5,0 – 14,3).
Gastrointestinale Symptome bei jedem 5. RA-Patienten mit Methotrexat
Die Autoren schließen, dass unerwünschte Ereignisse im Verdauungstrakt ungefähr jeden 5. RA-Patienten in Behandlung mit Methotrexat betrifft. Die am häufigsten genannten Symptome waren Übelkeit und Bauchschmerzen. Allerdings führte dies meist nicht zum Abbruch der Behandlung, jedoch sollte, so das Fazit, auf solche Symptome geachtet werden, um sie frühzeitig zu lindern und so Patienten die konsequente Beibehaltung der Therapie zu erleichtern.
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