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Neuer Hitzeindikator im RKI-Dashboard: AKTIN-Infrastruktur aus Magdeburg und Aachen liefert wichtige Datengrundlage zu hitzebedingten Notfällen

Routinedaten aus deutschen Notaufnahmen ermöglichen künftig eine zeitnahe Beobachtung gesundheitlicher Folgen extremer Hitze

Extreme Hitze stellt eine zunehmende gesundheitliche Belastung dar. Sie kann unter anderem zu Hitzschlag, Sonnenstich, Kreislaufproblemen und Störungen des Flüssigkeitshaushalts führen sowie bestehende Erkrankungen verschlechtern. Um diese Auswirkungen frühzeitig erkennen und Entwicklungen besser einschätzen zu können, erweitert das Robert Koch-Institut (RKI) seine Notaufnahmesurveillance um einen Hitzeindikator, der ab sofort auch hitzeassoziierter Vorstellungen in der Notaufnahme sichtbar macht.

Die Datengrundlage dafür liefert die AKTIN-Plattform, die an den Universitäten Magdeburg und Aachen entwickelt wurde und als Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) ausgebaut wurde. Über diese Infrastruktur werden Routinedaten aus teilnehmenden Notaufnahmen täglich an das RKI übermittelt. Seit 2020 ermöglicht die gemeinsam mit dem RKI aufgebaute syndromische Surveillance die Beobachtung von Trends in der Notfallversorgung auf Basis freiwillig teilnehmender Kliniken.

Der neue Hitzeindikator wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „KlimaNot“ der Universitätsmedizin Magdeburg entwickelt und erweitert die bisher vorwiegend auf Infektionskrankheiten ausgerichtete Notaufnahmesurveillance um einen wichtigen Bereich: die Beobachtung nicht übertragbarer, klimasensibler Gesundheitsphänomene.

Die gewonnenen Daten der AKTIN-Infrastruktur können dazu beitragen, Risiken besser einzuschätzen und Maßnahmen des Gesundheitsschutzes gezielter auszurichten.

Weitere Informationen zum Dashboard erhalten Sie hier.

Über das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und AKTIN

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) verbindet die 37 deutschen Standorte der Universitätsmedizin in gemeinsamen Forschungsprojekten und entwickelt nachhaltige Forschungsinfrastrukturen für die standortübergreifende Nutzung medizinischer Daten. Eine dieser Infrastrukturen ist AKTIN – die Plattform für Akut- Intensiv- und Notfallmedizin. Sie ermöglicht den Zugang zu strukturierten anonymisierten Routinedaten aus Notaufnahmen für Forschung, Qualitätsmanagement und Surveillance-Projekte. Weitere Infos auf dieser Website.