Die bariatrische Chirurgie zur Behandlung von Adipositas erhöht die Vielfalt der Darmmikrobiota und verändert deren Zusammensetzung. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine probiotische Supplementierung sinnvoll sein könnte, da sich das Mikrobiom in dieser Phase stark wandelt und gezielt unterstützt werden kann.
In einer Metaanalyse aus 50 randomisierten kontrollierten Studien wurde festgestellt, dass GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1RA) das Gesamtrisiko für Krebserkrankungen nicht signifikant beeinflussen. Allerdings zeigte sich bei adipösen Menschen ein signifikant reduziertes Risiko für Gebärmutterkrebs. Gleichzeitig wurde ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs und in kurzfristigen Studien auch für Darmkrebs festgestellt. Weitere Studien sind erforderlich, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie zeigen, dass 90 % der Menschen mit Adipositas, die nach 12 Wochen Tirzepatid-Behandlung zunächst nur geringe Gewichtsverluste erreichten, nach 72 Wochen dennoch eine klinisch relevante Gewichtsreduktion von mindestens 5 % erzielten. Dies verdeutlicht, dass ein längeres Durchhalten der Therapie entscheidend für den Erfolg sein kann.
Eine aktuelle Querschnittsstudie konnte zeigen, dass Menschen unter Therapie mit einem GLP-1RA ausreichend B-Vitamine und einige Mineralstoffe zu sich nehmen, jedoch bei vielen lebenswichtigen Nährstoffen, Ballaststoffen und Proteinen die empfohlenen Aufnahme verfehlt wird. Eine gezielte Ernährungsberatung wäre daher für diese Patientengruppe empfehlenswert.
Potenzielle Nebenwirkungen von Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1RA) sind bislang noch nicht ausreichend untersucht. Im Rahmen einer groß angelegten Kohortenstudie wurden GLP-1RA nun mit anderen Diabetes-Medikamenten verglichen. Insgesamt zeigten sich sowohl positive wie auch negative Auswirkungen dieser Medikamentengruppe.
GLP-1-Rezeptor-Agonisten kommen in der Therapie von Typ-2-Diabetes zum Einsatz. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sie zudem das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs reduzieren könnten, insbesondere bei Menschen mit Adipositas und bei Rauchern. Kombinationstherapien mit GLP-1RA waren mit einem niedrigerem Risiko als Monotherapien assoziiert.
Adipositas erhöht das Risiko, an Herzinsuffizienz zu erkranken. Eine internationale Studie konnte nun zeigen, dass Tirzepatid das Risiko für den Tod aufgrund kardiovaskulärer Ursachen oder eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz bei Menschen mit Herzinsuffizienz und Adipositas reduzieren kann. Auch die Lebensqualität der Studienteilnehmer wurde durch Tirzepatid verbessert.
Eine aktuelle Metaanalyse zeigte, dass Tirzepatid bei übergewichtigen oder adipösen Menschen ohne Diabetes eine signifikante Gewichtsreduktion bewirken kann. Die Analyse umfasst 3 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 3 901 Teilnehmern. Allerdings war das Risiko für Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bei Tirzepatid höher als in der Placebo-Gruppe.
Eine Schlauchmagen-Operation war in dieser Studie für den Gewichtsverlust von adipösen Personen am erfolgreichsten. Aber auch durch Liraglutid in Kombination mit einer Lebensstilintervention nahmen die Personen deutlich ab.
Eine aktuelle Kohortenstudie konnte kein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken unter Semaglutidanwendung feststellen. Verglichen wurde Semaglutid mit anderen Diabetesmedikamenten.
Eine aktuelle Netzwerk-Metaanalyse aus China hat sich mit der Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten zur Gewichtsreduktion beschäftigt. Unter den GLP-1-Rezeptoragonisten zeigte Semaglutid die beste Wirksamkeit.
US-amerikanische Forscher untersuchten in einer retrospektiven Studie den Zusammenhang zwischen Semaglutid und der Augenerkrankung NAION. Die Wissenschaftler stellten fest, dass NAION-Ereignisse häufiger bei Patienten auftraten, die Semaglutid verschrieben bekamen. Die Studie legt einen potenziellen Zusammenhang zwischen Semaglutid und NAION nahe, weitere Untersuchungen zur Bestätigung der Kausalität stehen allerdings noch aus.
Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse zeigten, dass GLP-1-Rezeptoragonisten bei Menschen mit Adipositas oder Übergewicht den systolischen Blutdruck und den diastolischen Blutdruck signifikant senken können. Darüber hinaus wurde das Risiko für Herzinfarkte reduziert.