Eine aktuelle Studie untersuchte, ob Scheinfasten Menschen mit mildem bis moderatem Morbus Crohn helfen kann. Die Teilnehmer fasteten an 5 Tagen pro Monat und aßen sonst normal, während die Kontrollgruppe ihre Ernährung nicht veränderte. Nach 3 Monaten zeigte die Scheinfastengruppe häufiger ein klinisches Ansprechen und Remission. Auch der Entzündungsmarker Calprotectin sank stärker.
Ein Vitamin-D-Mangel ist bei Kindern mit pädiatrischer entzündlicher Darmerkrankung (PIBD) ein häufiges Problem. Eine einmalige hochdosierte Vitamin-D-Stoß-Therapie war bei Kindern mit PIBD ebenso effektiv und sicher ist wie eine tägliche Supplementierung über 12 Monate.
Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie künstliche Intelligenz die Therapie und Erforschung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen unterstützen kann. Erste Ergebnisse zeigen vielversprechende Ansätze, eine fachärztliche Kontrolle bleibt allerdings unerlässlich.
Die Tasty&Healthy-Diät zeigte in einer randomisierten Studie bei jungen Menschen mit Morbus Crohn eine bessere Verträglichkeit sowie positive Effekte auf das Darmmikrobiom im Vergleich zur exklusiven enteralen Ernährung, war allerdings vergleichbar wirksam mit Blick auf Entzündungswerte und Symptome.
Die Ergebnisse eines systematischen Reviews mit Metaanalyse zeigen, dass die fäkale Mikrobiota-Transplantation die Remissionsraten bei Colitis ulcerosa verbessern kann, insbesondere wenn sie oral verabreicht wird, mehrere Spender einbezogen werden oder eine medikamentöse Vorbehandlung erfolgt.
Traditionelle chinesische Medizin, insbesondere Akupunktur und Moxibustion, kann vermutlich die Symptomschwere und Lebensqualität von Menschen mit mildem bis moderatem Morbus Crohn verbessern, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien. Weitere Untersuchungen sind jedoch nötig.
Wissenschaftler berichten in einem Review, dass die Kombination von Nanopartikeln mit spezifischen Probiotika das Potenzial hat, Darmmikrobiota zu modulieren, Entzündungen zu reduzieren, die Funktion der Schleimhautbarriere zu verbessern und die antioxidative Aktivität zu steigern. Diese Ansätze könnten womöglich zukünftig in die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingehen.
Eine Pilotstudie konnte zeigen, dass eine Präbiotika-Supplementierung auf Pilzbasis bei Menschen mit Morbus Crohn zu einer Verbesserung klinischer Symptome führt. Diese Effekte könnten auf vorteilhafte Veränderungen der Darmmikrobiota und deren Stoffwechselfunktionen zurückzuführen sein.
Die Ergebnisse einer Metaanalyse zeigen, dass Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) verringerte Spiegel kurzkettiger Fettsäuren (Short-Chain Fatty Acids, SCFA) aufweisen. Besonders stark betroffen sind die Werte von Butyrat, Acetat und Propionat. Während aktive Krankheitsphasen mit noch größeren Reduktionen verbunden waren, konnten gezielte Ernährungsinterventionen die SCFA-Spiegel wieder erhöhen, was auf ein therapeutisches Potenzial hinweist.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse von 26 randomisierten, kontrollierten Studien konnte zeigen, dass Yoga körperliche und psychische Beschwerden bei immunvermittelten oder Autoimmunerkrankungen lindern kann. Besonders bei Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis zeigte Yoga positive Wirkungen auf Fatigue, Entzündungswerte, psychische Symptome und Lebensqualität.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eine enterale Ernährung zusätzlich zur medikamentösen Standardtherapie zu einer verbesserten klinischen Reaktion, im Vergleich zur alleinigen Gabe von Medikamenten, führte. Der Ernährungszustand (Hämoglobin, Albumin und Body-Mass-Index) war in der Gruppe der Kombi-Therapie signifikant höher als in der Kontrollgruppe.
Eine aktuelle Studie untersuchte die Wirkung von Curcumin plus Piperin bei Menschen mit milder bis moderater entzündlicher Darmerkrankung. Nach einer 12-wöchigen Einnahme von Curcumin plus Piperin zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Körperzusammensetzung und der Zellgesundheit.
Eine aktuelle Studie untersuchte den Effekt eines Programms zur Stressbewältigung und Lebensstiländerung auf das Immunsystem bzw. die T-Helferzellen bei Menschen mit Morbus Crohn. Die Ergebnisse zeigten, dass das Programm die Häufigkeit von regulatorischen T-Zellen (Tregs) im Blut reduzierte und eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Morbus Crohn hervorrufen konnte.