Die Therapietreue gegenüber Biologika ist ein wichtiger Faktor für den langfristigen Behandlungserfolg. Eine Metaanalyse mit 29 Studien zeigte eine zusammengefasste, moderate Therapietreue von 70 %. Geschlecht und Versicherungsstatus erwiesen sich als relevante Einflussfaktoren. Aufgrund erheblicher Unterschiede zwischen den Studien sind die Ergebnisse jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Dennoch besteht demnach Unterstützungspotenzial mit Blick auf eine konsequent durchgeführte Therapie.
Die Langzeitdaten der U-ENDURE-Langzeitverlängerungsstudie liefern Erkenntnisse zur Behandlung mit Upadacitinib bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn. Nach 2 Jahren zeigten initial ansprechende Studienteilnehmer weiterhin eine anhaltende klinische und endoskopische Wirksamkeit. Gleichzeitig wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.
Eine Langzeitanalyse der EXIT-Studie konnte zeigen, dass das Absetzen von TNF-α-Inhibitoren bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Remission das langfristige Rückfallrisiko nicht signifikant erhöhte. Kam es dennoch zu einem Schub, erreichten viele Studienteilnehmer nach Wiederaufnahme der Therapie erneut eine klinische Remission.
Im Rahmen der placebokontrollierten Phase-3-Studie GRAVITI mit 347 Studienteilnehmern wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutanem Guselkumab bei mäßig bis schwerem aktiven Morbus Crohn über 48 Wochen evaluiert.
Eine große prospektive Langzeitstudie zeigte, dass Vedolizumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine zu anderen Biologika vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit aufweist, ohne neue Sicherheitssignale im klinischen Alltag.
Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.
Aktuelle Studiendaten zeigten, dass Vedolizumab die Wiederkehr von Morbus Crohn nach ileokolischer Resektion signifikant reduzieren kann. Im Vergleich zum Placebo wies Vedolizumab eine höhere Wahrscheinlichkeit für niedrigere Rutgeerts-Scores und weniger schwere Rezidive auf.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass Vedolizumab im direkten Vergleich mit Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)-Inhibitoren bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sowohl wirksamer als auch sicherer ist. Die Ergebnisse deuten auf eine höhere Rate klinischer Remissionen und weniger schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei Menschen unter Vedolizumab-Therapie.
Die Ergebnisse der Phase-III-Studien GALAXI-2 und GALAXI-3 zeigen, dass eine intravenöse Induktionsbehandlung mit anschließender subkutaner Erhaltungstherapie mit Guselkumab über 48 Wochen bei Menschen mit mittelschwer bis schwer aktivem Morbus Crohn zu signifikanten klinischen und endoskopischen Verbesserungen führt und dies bei gleichzeitig günstigem Sicherheitsprofil.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass die Behandlung mit Vedolizumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) nicht mit einem signifikant erhöhten Risiko für Gelenkbeschwerden wie Arthralgie oder Arthritis verbunden ist. Die beobachteten Symptome stehen stattdessen möglicherweise mit dem Krankheitsverlauf oder anderen Behandlungsfaktoren in Zusammenhang.
Aktuelle Forschungsdaten konnten zeigen, dass Risankizumab bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa wirksam ist und den Bedarf an Kortikosteroiden deutlich reduzieren kann. Besonders Studienteilnehmer mit höheren Risankizumab-Dosen konnten in der Erhaltungsphase Kortikosteroide absetzen.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass der Wechsel von intravenösem zu subkutanem Infliximab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) eine hohe Rate an anhaltender klinischer Remission ermöglicht. Dieses Ergebnis war unabhängig vom Krankheitsuntertyp oder einer vorhergehenden höheren Dosierung. Gleichzeitig blieb die Rate unerwünschter Ereignisse niedrig.
Eine aktuelle Studie untersuchte das Risiko einer Clostridioides difficile-Infektion (C. difficile) bei CED-Patienten, die Vedolizumab erhielten. Das Risiko bei Patienten in Vedolizumab-Therapie betrug demnach insgesamt 1,3 %, wobei das Risiko bei Patienten mit Colitis ulcerosa höher war als bei Morbus Crohn. Bei Colitis ulcerosa schien das Risiko jedoch mit Vedolizumb im Vergleich zu TNF-Hemmern reduziert zu sein.