Eine große prospektive Langzeitstudie zeigte, dass Vedolizumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine zu anderen Biologika vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit aufweist, ohne neue Sicherheitssignale im klinischen Alltag.
Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.
Eine große, landesweite Kohortenstudie in Schweden zeigte eine Assoziation zwischen der Anwendung systemischer Glukokortikoide und einem erhöhten Darmkrebs-Risiko. Dies galt vor allem für Darmkrebs in jungen Jahren.
Eine aktuelle Metaanalyse hat die Wirksamkeit, Sicherheit und Therapiepersistenz von Vedolizumab und Adalimumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine höhere Rate an klinischer Remission und Ansprechrate mit Vedolizumab. In Bezug auf die endoskopische Remission, Therapiepersistenz sowie unerwünschte Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Biologika festgestellt.
Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse konnten zeigen, dass die meisten Interleukin-Inhibitoren bei Psoriasis kein erhöhtes Risiko für neu auftretende entzündliche Darmerkrankungen bergen. Eine Ausnahme stellt Ixekizumab dar, welches signifikant mit einem höheren Risiko assoziiert war.
Aktuelle Studiendaten zeigten, dass Vedolizumab die Wiederkehr von Morbus Crohn nach ileokolischer Resektion signifikant reduzieren kann. Im Vergleich zum Placebo wies Vedolizumab eine höhere Wahrscheinlichkeit für niedrigere Rutgeerts-Scores und weniger schwere Rezidive auf.
Mirikizumab ist laut aktueller Forschungsergebnisse bei Menschen mit Morbus Crohn unabhängig von individuellen Faktoren wie Körpergewicht oder Entzündungswerten wirksam. Eine intravenöse Induktionstherapie mit 900 mg alle 4 Wochen und eine subkutane Erhaltungstherapie mit 300 mg alle 4 Wochen erwiesen sich als effektive Standarddosierung.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass Vedolizumab im direkten Vergleich mit Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)-Inhibitoren bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sowohl wirksamer als auch sicherer ist. Die Ergebnisse deuten auf eine höhere Rate klinischer Remissionen und weniger schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei Menschen unter Vedolizumab-Therapie.
Die Ergebnisse der Phase-III-Studien GALAXI-2 und GALAXI-3 zeigen, dass eine intravenöse Induktionsbehandlung mit anschließender subkutaner Erhaltungstherapie mit Guselkumab über 48 Wochen bei Menschen mit mittelschwer bis schwer aktivem Morbus Crohn zu signifikanten klinischen und endoskopischen Verbesserungen führt und dies bei gleichzeitig günstigem Sicherheitsprofil.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass die Behandlung mit Vedolizumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) nicht mit einem signifikant erhöhten Risiko für Gelenkbeschwerden wie Arthralgie oder Arthritis verbunden ist. Die beobachteten Symptome stehen stattdessen möglicherweise mit dem Krankheitsverlauf oder anderen Behandlungsfaktoren in Zusammenhang.
Die kombinierte Behandlung mit Nifuroxazid und Mesalazin führte bei Menschen mit Colitis ulcerosa zu besseren klinischen Ergebnissen als Mesalazin allein. Die randomisiert-kontrollierte Studie mit 50 Teilnehmern zeigte eine stärkere Reduktion von Entzündungswerten, eine höhere Remissionsrate und eine gesteigerte Lebensqualität.
Eine japanische Studie mit 107 Patienten konnte zeigen, dass Ustekinumab bei Menschen mit Colitis ulcerosa ohne vorherige Biologika-Behandlung die höchste Rate an klinischer Remission nach 12 Wochen sowie die höchste Therapietreue nach 26 Wochen aufweist. Infliximab war bei zusätzlicher Thiopurin-Gabe wirksamer, während Vedolizumab bei einer geringeren Krankheitsaktivität zu besseren Ergebnissen führte.
Aktuelle Forschungsdaten konnten zeigen, dass Risankizumab bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa wirksam ist und den Bedarf an Kortikosteroiden deutlich reduzieren kann. Besonders Studienteilnehmer mit höheren Risankizumab-Dosen konnten in der Erhaltungsphase Kortikosteroide absetzen.