Forscher ermittelten, ob mit neurologischen Folgen von COVID-19 auch Plasma-Biomarker fortschreitender Nervenzell-Schädigungen einhergehen. Im Vergleich von Patienten und Kontrollpersonen zeigte sich Zellschädigung und Inflammation bei akutem COVID-19, normalisierte sich allerdings nach Genesung, trotz langfristiger neurologischer Folgen bei der Hälfte der Patienten. Fortschreitende Schädigung des zentralen Nervensystems scheint somit nicht die Ursache der neurologischen Long COVID-Symptome.

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Aus früheren Studien wurde deutlich, dass COVID-19 einen wahrscheinlichen Risikofaktor für akute kardiovaskuläre Komplikationen darstellt. Forscher analysieren nun anhand aller COVID-19-Erkrankungen in Schweden, wie groß das Risiko für akuten Myokardinfarkt und ischaemischen Schlaganfall in Assoziation mit COVID-19 ist. COVID-19 erhöhte demnach das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall etwa um den Faktor 3-6 in den ersten zwei Wochen nach Infektionsnachweis oder Symptomentwicklung.

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Löst Long COVID auch Einbußen in der Denkleistung aus? Dazu analysierten Forscher von Patienten selbst berichtete Symptome wie Fatigue, kognitive Störungen, Ängste, Depression und Schlafprobleme bei Menschen mit Coronavirus-Infektion und Corona-negativen Menschen in den USA. Long COVID trat demnach bei 25 % der COVID-19-Patienten auf. Diese Betroffenen litten zudem unter signifikant stärkeren Einschränkungen der Denkleistung als Infizierte, die nicht Long COVID entwickelten.

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Ähnliche Symptome wie bei Long COVID, wie Fatigue oder Hautausschläge, wurden auch bei einer Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus gesehen. Forscher untersuchten nun, wie häufig Long COVID in einer Gruppe von COVID-19-Patienten auftrat und ob ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) gesehen werden konnte. Zwei von drei Long COVID-Patienten wiesen eine EBV-Reaktivierung auf, aber nur 10 % der Patienten ohne Long COVID-Symptome. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Long COVID-Diagnose, Management und möglicherweise auch Therapie.

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Die vielfältigen Symptome, die nach Abklingen der akuten Erkrankung COVID-19 bestehen bleiben, werden unter dem Begriff Long COVID zusammengefasst. Forscher ermittelten nun in einem Review über 218 Studien, was genau Long COVID umfasst und welche Behandlungen eingesetzt oder klinisch erforscht werden. Je nach betroffenem Organsystem werden Behandlungen wie Atemübungen, Vitamin C, Probiotika oder Antikörper gegen entzündliche Prozesse aktuell klinisch untersucht.

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In Israel wurde nun eine große Gruppe medizinischer Angestellter auf Coronavirus-Infektionen trotz vollständiger Impfung hin analysiert, um mögliche Ursachen dafür zu ermitteln. Die meisten der Durchbruch-Infektionen verliefen mild oder asymptomatisch. Die Konzentration der neutralisierenden Antikörper lag bei diesen Patienten in Woche vor Nachweis der Infektion niedriger als bei Kontrollpersonen ohne Infektion. Dies, vermuten die Forscher, könnte einen Grund für ein Infektionsrisiko trotz Impfung darstellen.

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Virologen rund um Prof. Streeck berichten aus Bonn von einer Infektion mit der Eta-Variante (B.1.525) des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 bei einem vollständig geimpften Patienten. Das Virus konnte trotz hoher Konzentrationen neutralisierender Antikörper erst nach mehreren Tagen durch das Immunsystem erfolgreich bekämpft werden. Die geimpfte Person war in diesem Zeitraum ansteckend. Zwar ist diese Variante noch eher selten in Deutschland zu sehen, aber das Beispiel zeigt, dass auch vollständig geimpfte Personen weiterhin auf Schutzmaßnahmen achten sollten, um sich und andere zu schützen. 

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Seit dem Ausbruch der weltweiten COVID-19 Pandemie zeichnete sich schnell ab, dass vor allem ältere Menschen betroffen sind und mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere Verläufe der Krankheit durchlebten, wobei oft auch ein Krankenhausaufenthalt nötig war. In Großbritannien wurde nun in mehreren Kliniken untersucht, welche Komplikationen im Zusammenhang mit COVID-19 bei Krankenhausaufenthalten solcher Patienten auftraten.

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Chinesische Forscher untersuchten, wie lange 56 genesene COVID-19-Patienten Antikörper gegen das neue Coronavirus aufwiesen, wie gut sich ihre Lungen und die Herz-Lungen-Funktion langfristig von der Erkrankung erholten. Ein Großteil der Patienten zeigte noch nach einem Jahr deutliche Einschränkungen in Lungenfunktionstests, obwohl sich die Lunge im bildgebenden CT meist geklärt hatte. Jeder dritte schwer erkrankte Patient entwickelte zudem eine Lungenfibrose. Gleichzeitig wiesen die Genesenen selbst noch nach einem Jahr einen stabilen Antikörper-Spiegel auf.

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Bisher wurde häufig über die Immunantwort in Form von Antikörperproduktion nach der Impfung mit dem Pfizer-BioNTech Impfstoff BNT162b2 berichtet. In dieser Studie wurde untersucht, wie sich die gebildeten Antikörper 3 Monate nach der Impfung verhalten. Die Immunantwort wurde dabei bei Mitarbeitern des Gesundheitswesens untersucht, die schon beide Impfungen mit BNT162b2 erhalten haben.

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Wie ist der zeitliche Verlauf der Infektiosität von Menschen nach Coronavirus-Infektion? Dazu untersuchten Forscher rund um Prof. Drosten 25 381 Deutsche mit SARS-CoV-2-Infektion und ermittelten den zeitlichen Verlauf von Viruslast und Symptomen. Neben einer höheren Ansteckungsgefahr durch die Alpha-Variante des neuen Coronavirus im Vergleich zur ursprünglichen Form zeigte sich eine hoch-ansteckende Minderheit von knapp 9 % der Infizierten, von der etwa ein Drittel symptomlos oder mild-symptomatisch war.

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Das pädiatrische inflammatorische Multisystemsyndrom tritt selten nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus als schwere Komplikation auf. Forscher beschrieben nun den weiteren Verlauf über 6 Monate bei 46 Kindern und Jugendlichen in London. Demnach erholten sich die meisten Kinder in dieser Zeit recht gut. Die meisten hatten auch nach 6 Monaten noch Antikörper gegen SARS-CoV-2. Manche Kinder hatten jedoch noch nach einem halben Jahr emotionale Probleme, Symptome des Verdauungssytems oder eine geringe Belastungstoleranz. 

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Das Post-COVID-19-Syndrom ist noch ein wenig verstandener Aspekt der aktuellen Pandemie. Teils überlappt es mit Symptomen einer autonomen Dysfunktion und einer Small-Fiber-Dysfunktion. Dazu wurden nun 27 Patientenfälle in zwei US-Kliniken retrospektiv untersucht. Auffällige Symptome der autonomen Kontrolle in zeitlichem Zusammenhang mit Coronavirus-Infektion umfassten beispielsweise Schwindelgefühl, Schweißdrüsen-Auffälligkeiten und orthostatischen Kopfschmerz. Weitere Studien müssten die Zusammenhänge nun gezielter untersuchen.

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