Künstliche Intelligenz (KI) kann die Krebsdiagnostik verbessern. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei einer Metaanalyse von 49 Studien. Die Detektionsrate war bei einigen Krebserkrankungen höher, wenn KI bei der Bildgebung eingesetzt wurde.
Eine Studie in den USA untersuchte den Zusammenhang zwischen PFAS im Trinkwasser und der Krebsinzidenz von 2016 – 2021. PFAS im Trinkwasser war mit höheren Raten von verschiedenen Krebsarten, einschließlich Mundhöhlen-/Rachenraumkrebs, verbunden. Es wurden zudem geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet.
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) während der Darmspiegelung ging mit höheren Polypen- und Adenomdetektionsraten einher. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler beim Vergleich von Darmspiegelungen mit und ohne KI in einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie mit fast 1 000 Teilnehmern.
Ein Darmkrebs-Screening mit Darmspiegelung senkte signifikant das Risiko, innerhalb von 13 Jahren an Darmkrebs zu erkranken, nicht aber das Risiko, in diesem Zeitraum an Darmkrebs zu sterben. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer großen randomisierten, kontrollierten Studie.
In einem systematischen Review mit Metaanalyse fanden Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen GLP-1-Rezeptoragonisten und einem geringeren Risiko für Dickdarmkrebs. Auf das Risiko für Darmkrebs allgemein, Enddarmkrebs und kolorektale Karzinome hatten GLP-1-Rezeptoragonisten keinen Einfluss.
Unterschiedliche Studien zeigten, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung das Krebsrisiko insgesamt senkt. Unklar ist aber, welche spezifischen Krebsrisiken mit diesen Ernährungsformen beeinflusst werden können. Ein britisch-norwegisch-deutsche Forschergruppe untersuchte daher den Zusammenhang zwischen fleischloser Ernährung und dem Auftreten unterschiedlicher Krebsarten in einem systematischen Review mit Metaanalyse über 17 Studien.
Eine große, landesweite Kohortenstudie in Schweden zeigte eine Assoziation zwischen der Anwendung systemischer Glukokortikoide und einem erhöhten Darmkrebs-Risiko. Dies galt vor allem für Darmkrebs in jungen Jahren.
Eine aktuelle Metaanalyse von 65 Studien konnte zeigen, dass die Einnahme von Metformin mit einem signifikant geringeren Risiko für mehrere Krebsarten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verbunden ist. Besonders deutlich zeigte sich die Risikoreduktion bei Brust- und Darmkrebs.
Die Häufigkeit von Darmkrebs vor dem 50. Lebensjahr nimmt weltweit zu – besonders in Industrieländern. Parallel dazu ist der Konsum ultrahochverarbeiteter Lebensmittel (UPF, ultra-processed foods) deutlich angestiegen und macht inzwischen fast 60 % der täglichen Energieaufnahme in den USA aus. Wissenschaftler untersuchten nun in einer prospektiven Kohortenstudie, welchen Einfluss UPF auf die Darmgesundheit haben.
Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Serum-Uratspiegel und dem Darmkrebs-Risiko anhand der Daten von 180 480 Studienteilnehmern. Sie stellten fest, dass ein höherer Serum-Uratspiegel mit einem geringeren Risiko für Darmkrebs einherging.
Eine prospektive Kohortenstudie mit 407 618 Teilnehmer aus zwei großen Datenbanken fand, dass gesunde pflanzenbasierte Ernährung das Risiko für Multimorbidität mit Krebs und kardiometabolischen Erkrankungen bei Menschen mittleren und höheren Alters reduzieren kann.
Der Aufenthalt in begrünten Umgebungen hat einen signifikanten schützenden Effekt gegenüber Morbus Crohn sowie einen möglichen Schutzeffekt vor Durchfallerkrankungen, jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf Colitis ulcerosa oder Dickdarmkrebs. Mögliche Mechanismen sind bessere Luftqualität, eine höhere mikrobielle Vielfalt und geringerer Stress.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 18 Ernährungskohorten und 8 Biomarkerstudien fand, dass Blutspiegel von Omega-3-Fettsäuren, speziell EPA, in einem signifikanten inversen und Dosis-abhängigen Zusammenhang mit dem Risiko für Darmkrebs stehen. Die Ergebnisse stützen daher eine ergänzende Einnahme der Omega-3-Fettsäure EPA mittels Ernährung oder Nahrungsergänzung als möglichen Beitrag zur Senkung des Darmkrebsrisikos.