Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 50 Studien fand, dass Stimmungsstabilisatoren bei der Behandlung der Bipolaren Störung, je nach Wirkstoff, zu einem unterschiedlichen Grad ein Risiko für dermatologische unerwünschte Ereignisse mit sich bringen. Schwere Reaktionen traten jedoch nur selten auf.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 54 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Cannabinoide dazu beitragen können, Symptome bei Cannabisgebrauchsstörung, Insomnie, Tic oder Tourette-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen zu reduzieren. Allerdings war die Qualität der Evidenz generell niedrig und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse wurde festgestellt. Bisher sei demnach der routinemäßige Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung psychischer Störungen und von Substanzgebrauchsstörungen nur selten gerechtfertigt, so das Fazit.
In einer landesweiten longitudinalen Kohortenstudie mit 30 097 Personen in mittlerem und höherem Alter hatten Menschen mit höherem Risiko für obstruktive Schlafapnoe auch wahrscheinlicher psychische Probleme. Bei Anzeichen einer Schlafapnoe sollte demnach speziell auch mit zunehmendem Alter an möglicherweise begleitende psychische Problemen gedacht werden, um diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.
Eine Schilddrüsenunterfunktion (TSH-Spiegel) kann bei Menschen mit Bipolarer Störung als Hinweis auf die Wirksamkeit der Behandlung einer behandlungsresistenten Depression mit Ketamin dienen. Bei unipolarer Depression konnte dieser Zusammenhang jedoch nicht festgestellt werden, fand eine Analyse von 4 randomisierten, placebokontrollierten Studien.
Cannabiskonsum in der Freizeit, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 120 Studien, ist mit schlechterem Schlaf assoziiert. Dies zeigte sich in Beobachtungsstudien über verschiedene Schlafkomponenten. Weitere Untersuchungen mit besserem Design sind jedoch nötig, um die Zusammenhänge von Cannabis und Schlaf besser zu verstehen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 28 Studien fand einen Zusammenhang zwischen der Schwere depressiver Symptome und den Stoffwechselstörungen Dysglykämie, Dyslipidämie und Insulinresistenz. Bei einer Depression könnte demnach ein Blick auf den Stoffwechsel sinnvoll sein, um eventuell depressive Symptome zu lindern, aber auch um das Risiko für Folgeerkrankungen zu reduzieren.
Fremanezumab reduzierte in der UNITE-Studie Migräneanfälle und depressive Symptome signifikant. Damit demonstrierte erstmals eine randomisierte, kontrollierte Studie eine doppelte Wirksamkeit von Fremanezumab bei Migräne mit komorbider Depression.
Eine beobachtende Kohortenstudie mit 269 Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) fand signifikante Verbesserungen von PTBS-Symptomen, Ängsten, Schlaf und gesundheitsbezogener Lebensqualität über 18 Monate mit Medizinalcannabis.
Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 200 älteren Menschen mit Risiko für kognitiven Abbau fand, dass Chorsingen genauso wirksam ist wie ein strukturiertes Gesundheitsbildungsprogramm. Beide Interventionen senkten das Risiko für Depressionen und Angststörungen.
Insomnie ist nach einer Analyse von 5 Studien mit 898 Patienten mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Remission bei Depression assoziiert, speziell bei medikamentösen Therapien. Der Einfluss auf Psychotherapie scheint hingegen gering zu sein. Somit sollte eine mögliche Schlafstörung im Rahmen der Depressionsbehandlung abgeklärt und behandelt werden, um die Chancen auf Symptomfreiheit zu verbessern.
Menschen mit koronarer Herzkrankheit können von mobilen Gesundheitsanwendungen wie beispielsweise Gesundheits-Apps signifikant profitieren. Durch diese mHealth-Programme kann die Lebensqualität gesteigert werden und gleichzeitig werden Symptome von Angst und Depressionen reduziert.
In einer aktuellen Querschnittsstudie wurde der Zusammenhang zwischen den neuen Metriken der Life’s Essential 8 (LE8) zur Förderung der kardiovaskulären Gesundheit und dem Risiko von Depressionssymptomen untersucht. Hierfür wurde eine repräsentative Stichprobe mit Daten von 25 357 Erwachsenen aus den USA analysiert.