Frauen mit Endometriose oder Adenomyose könnten häufig von zentraler Sensitivierung, einer Form von noziplastischen Schmerzen, betroffen sein, fand eine beobachtende Querschnittstudie mit 142 Patientinnen. Möglichst frühzeitig Hinweise auf ein solches zentrales Schmerzsyndrom zu identifizieren wäre wichtig, um Patienten effektiv beraten zu können und eine wirksame multimodale Behandlung ergänzend zur konventionellen Therapie anzugehen. Weitere Studien sollen diese Ergebnisse und mögliche Methoden zur Früherkennung prüfen.
Schmerzhafte Menstruation ohne pathologische Ursache im Unterleib wird als primäre Dysmenorrhö bezeichnet. Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 48 Teilnehmerinnen fand nun, dass Probiotika über 3 Monate einen ergänzenden Beitrag zur Linderung der Schmerzen leisten können.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien fand, dass Frauen mit Endometriose im Schnitt schlechter schlafen als Kontrollen. Da Schlafqualität ein bekannter Faktor bei der Chronifizierung von Schmerz ist und zur Belastung durch die Endometriose beiträgt, sollte dies demnach verstärkt in Forschung und Behandlung berücksichtigt werden.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 81 Frauen mit Endometriose fand, dass in einer angeleiteten Gruppe und zusätzlich unabhängig zuhause durchgeführte Übungen zum Beckenbodentraining einen hilfreichen Beitrag zum Schmerzmanagement bei Unterbauch- und Genitalschmerzen leisten können.
Eine Analyse von Beobachtungsdaten und von Genmustern fand einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme des Alkaloids Theobromin mit der Nahrung (typischerweise dunkle Schokolade) und einem moderat reduzierten Risiko für Endometriose. Die genetische Analyse legt eine kausale Verbindung nahe. Prospektive, kontrollierte Studien zu Theobromin zur Prävention von Endometriose stehen noch aus.
Eine randomisierte, doppelblind placebokontrollierte Studie fand, dass ergänzendes Curcumin in Kombination mit Dienogest signifikant Schmerzen linderte und die Lebensqualität von Frauen mit Endometriose verbesserte.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 80 Teilnehmerinnen fand, dass eine ergänzende Behandlung mit Melatonin die Schlafqualität bei Endometriose verbessern und Unterbauchschmerzen reduzieren kann. Die klinische Bedeutung der Effekte muss jedoch in weiteren Studien untersucht werden.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 44 Frauen mit Endometriose fand, dass eine MCT-modifizierte ketogene Diät über 12 Wochen als ergänzende Behandlung einen Beitrag zur Linderung von Endometrioseschmerzen leisten kann. Allerdings wurde die Studie nicht verblindet durchgeführt – der Behandlungseffekt könnte demnach auch ein Placeboeffekt sein. Eine ketogene Ernährung sollte zudem immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen im Blick zu behalten.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien spricht dafür, dass Omega-3-Fettsäuren Entzündungsprozesse bei Frauen mit Endometriose reduzieren. Dies könnte einen ergänzenden Beitrag bei Endometriose darstellen. Schmerzlindernde Effekte konnten hingegen nicht mit statistischer Signifikanz festgestellt werden.
Ein Akupressurband am Fußgelenk kann akute Schmerzen bei primärer Dysmenorrhö signifikant lindern, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 78 Frauen. Die Methode kann einfach zuhause angewandt werden und erwies sich in dieser Untersuchung als sicher und wirksam.
Eine Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien zeigte, dass die antioxidativen Vitamine C und E als Nahrungsergänzung einen Beitrag zur Linderung von Schmerzen bei Endometriose leisten können.
Bei Patienten mit chronischen Schmerzen ist die Anwendung von medizinischem Cannabis mit erhöhtem Risiko für neu einsetzende Arrhythmien assoziiert, speziell innerhalb von 180 Tagen nach Behandlungsbeginn, zeigte eine Registerstudie aus Dänemark.
Antioxidative Vitamine können Schmerzen bei Endometriose reduzieren, zeigte eine Metaanalyse über 13 randomisiert-kontrollierte Studien mit 589 Patientinnen. Die Ergebnisse deuten darauf, dass dieser Effekt durch eine Dämpfung von Entzündungsprozessen erreicht wird.