Polyphenolreiche Samen wie Paranüsse, Mandeln und Leinsamen können Blutfette und Entzündungsmarker bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit signifikant in moderatem Umfang verbessern, so die Ergebnisse eines systematischen Reviews mit Metaanalyse aus China.
Regelmäßige körperliche Aktivität stellt eine wesentliche Säule der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Ob für alle Personengruppen die empfohlenen 150 Minuten pro Woche ausreichen, um eine deutliche Risikoreduktion zu erreichen, untersuchte eine Beschleunigungssensor-basierte Kohortenstudie mit Daten von 103 700 Teilnehmern.
Der Konsum von Hanfprodukten über 4 Wochen beeinflusst den Fettsäuregehalt von Blutplasma und roten Blutkörperchen signifikant und kann spezifisch die Versorgung mit verschiedenen mehrfach-ungesättigten Fettsäuren verbessern, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 30 Teilnehmern. Im untersuchten Zeitraum konnten allerdings keine Effekte der Ernährung mit Hanfprodukten auf größere kardiometabolische Risikofaktoren festgestellt werden.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 407 Frauen nach den Wechseljahren konnte zeigen, dass eine reine Verringerung der Sitzzeit den Blutdruck nicht verbesserte. Dagegen führten häufigere Wechsel vom Sitzen zum Stehen zu einer Senkung des Blutdrucks innerhalb von 3 Monaten. Regelmäßiges Aufstehen könnte somit eine einfache und praktikable Maßnahme zur Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos sein.
Hochintensives Intervalltraining verbessert bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit die Sauerstoffaufnahme, Ausdauerleistung und Herzfrequenz im Vergleich zu einem Training mit moderater Intensität, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 22 Studien.
Ausgedehntes Fasten über Nacht mit einer Zeitspanne ohne Nahrungsaufnahme von mindestens 3 Stunden vor dem Schlaf könnte die kardiometabolische Gesundheit verbessern, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 39 übergewichtigen oder adipösen Erwachsenen mittleren und höheren Alters. Der Ansatz beeinflusste die Blutdruckkontrolle und Stoffwechselaktivität positiv und könnte leichter im Alltag integriert werden und so mehr Menschen als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung der kardiometabolischen Funktion zugänglich sein, vermuten die Wissenschaftler.
Intervallfasten gilt als vielversprechender Ansatz zur Verbesserung des Stoffwechsels. Ob jedoch der Zeitpunkt der Mahlzeiten dabei eine Rolle spielt, ist bislang wenig verstanden. Eine neue Analyse der ChronoFast-Studie untersuchte nun, wie frühes im Vergleich zu spätem Essen das Lipidprofil im Blut beeinflusst – also jene Vielzahl an Fettmolekülen, die eng mit Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft sind.
Sportliche Aktivität zeigt bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positive Auswirkungen auf Blutdruck, Stoffwechselwerte und Schlafqualität. Wie stark diese Effekte ausfallen, kann einer neuen Studie zufolge davon abhängen, wie gut der Zeitpunkt des Trainings auf den Chronotyp, also den individuellen Biorhythmus, abgestimmt ist.
Ein Umbrella-Review, der die Ergebnisse von 21 Metaanalysen zusammenfasste, zeigte, dass ein hoher Salzkonsum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höheren Blutdruckwerten assoziiert war. Eine niedrigere Natriumaufnahme stand hingegen mit einem geringeren Sterberisiko in Zusammenhang.
Auf hochverarbeitete Lebensmittel trifft man überall – von Fertiggerichten über Süßigkeiten bis zu zuckerhaltigen Getränken. Doch wie wirken sie sich auf unsere Gesundheit aus? Während einige das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und sogar vorzeitigen Tod erhöhen, scheinen andere sogar schützend zu wirken. Eine Übersichtsarbeit fasste aktuelle Studienergebnisse zusammen und schafft mehr Klarheit zur gesundheitlichen Einordnung hochverarbeiteter Lebensmittel.
Laut aktueller Forschung erhöht nächtliche Lichtexposition das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Frauen und jüngeren Studienteilnehmern. Dunkelheit in der Nacht könnte ein bislang unterschätzter Schutzfaktor für die Herzgesundheit sein.
Menschen, die während der frühen Kindheit einer Zuckerrestriktion ausgesetzt waren, wiesen im Erwachsenenalter ein signifikant geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und leicht bessere Herzfunktionen auf, so das Fazit einer internationalen Studie.
In einem systematischen Review mit Metaanalyse über 12 randomisierte, kontrollierte Studien mit 639 Patienten wurden die Effekte von Widerstandstraining auf die Muskelkraft, Muskelmasse und körperliche Funktion bei Menschen mit sekundärer Sarkopenie untersucht. Das Widerstandstraining verbesserte die Handgriffkraft und den Skelettmuskelmassenindex signifikant, hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Gehgeschwindigkeit.