Neue Forschungsdaten zeigen, dass die anhand des Life’s Essential 8-Scores gemessene Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen vom prämenopausalen bis zum postmenopausalen Lebensabschnitt kontinuierlich abnimmt. Nach Berücksichtigung des Alters wiesen Frauen in der Perimenopause die höchsten Wahrscheinlichkeiten für ungünstige Gesamtwerte sowie für schlechte Lipid- und Blutzuckerwerte auf.
Ein aktueller Umbrella-Review konnte zeigen, dass Menschen mit apikaler Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Trotz erheblicher Heterogenität der Studien deuten die Ergebnisse darauf hin, dass diese Zahnerkrankung als unabhängiger Marker für kardiovaskuläre Anfälligkeit betrachtet werden kann.
Regelmäßige körperliche Aktivität stellt eine wesentliche Säule der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Ob für alle Personengruppen die empfohlenen 150 Minuten pro Woche ausreichen, um eine deutliche Risikoreduktion zu erreichen, untersuchte eine Beschleunigungssensor-basierte Kohortenstudie mit Daten von 103 700 Teilnehmern.
Der Konsum von Hanfprodukten über 4 Wochen beeinflusst den Fettsäuregehalt von Blutplasma und roten Blutkörperchen signifikant und kann spezifisch die Versorgung mit verschiedenen mehrfach-ungesättigten Fettsäuren verbessern, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 30 Teilnehmern. Im untersuchten Zeitraum konnten allerdings keine Effekte der Ernährung mit Hanfprodukten auf größere kardiometabolische Risikofaktoren festgestellt werden.
Menschen mit guter Adhärenz zu einer lipidsenkenden Therapie haben ein signifikant geringeres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskuläre Ereignisse und Gesamtmortalität, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse.
Eine groß angelegte internationale Studie konnte zeigen: Wer mit 50 Jahren keine klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Rauchen aufweist, gewinnt im Schnitt mehr als 10 zusätzliche gesunde Lebensjahre. Besonders die Kontrolle von Bluthochdruck und das Rauchverhalten im mittleren Alter haben einen entscheidenden Einfluss auf Lebensdauer und Herzgesundheit, so das Fazit der Studie.
Ein Umbrella-Review, der die Ergebnisse von 21 Metaanalysen zusammenfasste, zeigte, dass ein hoher Salzkonsum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höheren Blutdruckwerten assoziiert war. Eine niedrigere Natriumaufnahme stand hingegen mit einem geringeren Sterberisiko in Zusammenhang.
Die Ergebnisse einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigen, dass Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom ein signifikant erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Diese Ergebnisse waren unabhängig vom Body-Mass-Index (BMI).
Neben der Früherkennung von Brustkrebs könnten Mammographie-Aufnahmen dabei helfen, das Herz-Kreislauf-Risiko der Frauen einzuschätzen. Eine aktuelle Studie zeigte, dass eine KI Verkalkungen der Brustarterien quantifizieren konnte, welche wiederum mit höheren Risiken für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert waren.
Eine große, randomisierte Studie konnte zeigen, dass die langfristige Einnahme von Kakao-Extrakten bei älteren Menschen mit normalem Blutdruck das Risiko für Bluthochdruck um 24 % senken kann. Bei bereits leicht erhöhtem Blutdruck wurde keine Wirkung beobachtet. Die Ergebnisse verdeutlichen den präventiven Nutzen speziell für Personen mit gesundem Ausgangswert.
Auf hochverarbeitete Lebensmittel trifft man überall – von Fertiggerichten über Süßigkeiten bis zu zuckerhaltigen Getränken. Doch wie wirken sie sich auf unsere Gesundheit aus? Während einige das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und sogar vorzeitigen Tod erhöhen, scheinen andere sogar schützend zu wirken. Eine Übersichtsarbeit fasste aktuelle Studienergebnisse zusammen und schafft mehr Klarheit zur gesundheitlichen Einordnung hochverarbeiteter Lebensmittel.
Eine neue Studie zeigt, dass ein erhöhter TyG-WWI-Wert – ein neu entwickelter Index basierend auf Triglyzeriden, Glukose, Gewicht und Taillenumfang – bei Menschen mit Typ-2-Diabetes signifikant mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität verbunden ist. Der TyG-WWI erweist sich zudem als besserer Prädiktor als bisher genutzte Indikatoren.
Wissenschaftler analysierten die Daten von mehr als 58 000 Männern, die mindestens 65 Jahre alt waren. Sowohl Metformin als auch eine Testosteronersatztherapie gingen bei älteren Männern mit einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einher. Der schützende Effekt war bei Metformin deutlicher.