Eine aktuelle Metaanalyse über 22 Studien konnte zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Coenzym Q10, Riboflavin, Alpha-Liponsäure, Probiotika und Vitamin D die Häufigkeit, Schwere und Dauer von Migräneanfällen reduzieren können. Omega-3-Fettsäuren zeigten hingegen keine signifikanten Effekte.
Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren kann, so das Fazit eines sytematischen Reviews mit Metaanalyse über 41 Studien, eine klinisch relevante, Zeit-abhängige Linderung chronischer Schmerzen ermöglichen. Die Wissenschaftler sehen Bedarf für weitere Studien, um die Rolle von Omega-3-Fettsäuren im Schmerzmanagement besser einzuordnen.
Koffeinkonsum kann einen Einfluss auf schwere Kopfschmerzen und Migräne haben, zeigte eine Analyse über 5 234 Menschen. Personen mit ausgeprägterem Koffeinkonsum hatten demnach ein höheres Risiko für Kopfschmerzen.
Eine vergleichende Querschnittsstudie über 1 399 Personen mit und ohne Migräne fand Korrelationen zwischen schlechter Schlafqualität und einem höheren Schweregrad von Migräne. Bei Migränepatienten sollte, so das Fazit, auf mögliche Schlafprobleme eingegangen werden, um womöglich positiv auf den Schweregrad der Migräne einzuwirken.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie deutet auf vorteilhafte Effekte einer Nahrungsergänzung mit Inulin als Präbiotikum zur Behandlung von Migräne und unterstützt damit die Rolle des Darmmikrobioms bei dieser chronischen Erkrankung.
Eine randomisierte, kontrollierte Studie hat sich mit Melatonin zur vorbeugenden Behandlung episodischer Migräne bei Erwachsenen auseinandergesetzt. Laut der Studienautoren konnte Melatonin die Häufigkeit und Dauer von Migräneattacken verringern.
Die 2:1-Keto-Diät und die Ernährung mit niedrigem glykämischem Index konnten in einer aktuellen Real-World-Studie erfolgreich zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt werden.
Stress kann Migräneattacken auslösen. Ein systematischer Review hat nun die Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierter Stressreduktion bei erwachsenen Patienten mit Migräne näher beleuchtet. Besonders depressive Begleitsymptome konnten mit Achtsamkeit gelindert werden. Laut der Studienautoren wird die Methode bereits in Leitlinien empfohlen, die Evidenzbasis ist allerdings noch gering.
Eine randomisierte, kontrollierte Studie aus Italien hat die Wirksamkeit zweier Ernährungsinterventionen zur Migräneprophylaxe untersucht. Dabei war eine sehr kalorienarme ketogene Diät einer hypokalorischen ausgewogenen Diät überlegen.
Neue Forschungsdaten aus den USA deuten darauf hin, dass grünes Licht die Symptome während eines Migräneanfalls lindern kann. Untersucht wurden Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schlaf und Ängste.
Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen der Bevölkerung und kommt bei bis zu 8 % der Männer und bis zu 14 % der Frauen vor. Eine medikamentöse Behandlung schlägt aufgrund der starken Individualität der Krankheit nicht immer an und kann nach verschiedenen Behandlungsversuchen zusätzlich frustrieren. Eine kurze Edukation zum Selbst-Management der Migräne, zeigte diese randomisiert-kontrollierte Studie, verbessert die Therapie jedoch nicht.
Migränepatienten sind in der akuten Attacke, aber auch häufig in Pro- und Postdrom nicht vollständig funktional. Welchen Effekt eine Prophylaxe mit Eptinezumab auf Arbeitsfähigkeit und Alltagsaktivitäten hat, ermittelte die Analyse einer Placebo-kontrollierten Studie mit 890 Patienten. Die Prophylaxe erreichte signifikante Verbesserungen im Placebo-Vergleich.
Migräne kommt bei circa 15 % der Bevölkerung vor. Die Therapie muss individuell abgestimmt werden, um die jeweils beste Medikation mit Blick auf Wirkung und Nebenwirkung zu ermitteln. Für eine bessere Krankheitskontrolle spielen auch Entspannungsübungen, Übungen zur Stresskontrolle und Bewegung eine wichtige Rolle. Die Effektivität von Atem- bzw. Augenbewegungsübungen gepaart mit Lauftraining wurde in dieser Studie eingehender untersucht.