Nicht-pharmakologische Interventionen können einen hilfreichen Beitrag zur Behandlung von Hyperandrogenismus bei PCOS leisten, zeigte ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 18 randomisiert-kontrollierte Studien. Speziell Elektroakupunktur kombiniert mit Sport und Diät reduzierte Androgenspiegel wirksam. Multimodale Interventionen sollten demnach für die Behandlung von PCOS berücksichtigt werden.
Eine iranische Studie untersuchte die Auswirkungen eines kombinierten Kraft- und Ausdauertrainings auf metabolische, hormonelle und oxidative Parameter bei Frauen mit PCOS. In einer randomisierten, kontrollierten Studie mit 30 Frauen zeigten sich nach 8 Wochen kombinierten Kraft- und Ausdauertrainings signifikante Verbesserungen der Insulinwerte, des HOMA-IR, des Cholesterinspiegels und des Testosterons.
Eine Querschnitts-Pilotstudie mit 56 Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zeigt, dass besonders auf eine ungünstige Fettverteilung geachtet werden sollte, um einer Insulinresistenz entgegenzuwirken. Einer abdominalen Adipositas (hoher Bauchfettanteil), so das weitere Fazit, könne besonders mit Ernährung und körperlicher Aktivität begegnet werden.
Beim aeroben Ausdauertraining konnten die Testosteronwerte nach 16 Wochen gesenkt werden. Außerdem reduzierten sich Angststörungen und Depressionen. Durch das kontinuierliche Training verbesserte sich das Taille-Hüft-Verhältnis, Gewicht am Bauch beziehungsweise an der Taille konnte reduziert werden. In beiden Gruppen verbesserten sich ebenfalls sexuelle Störungen.
Ein HIIT-Programm im Wasser kann die Behandlung mit Metformin unterstützen. Hormonwerte, Gewicht und männliche Behaarung konnten durch das Sportprogramm zusätzlich verbessert werden. Die Studie war allerdings sehr klein mit wenigen Teilnehmerinnen.
Das Polyzystische Ovarien Syndrom ist eine metabolische Störung, die mit erhöhtem Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen assoziiert wird. Neben medikamentöser Behandlung sind Ernährung und körperliche Aktivität dabei ein wichtiger Teil der Therapie. Häufig verschriebene Trainingsformen sind dabei HIIT und MISS, welche hier auf ihre Effektivität überprüft wurden.
Frauen, die am Polyzystischen Ovarien Syndrom erkrankt sind, leiden oft an anovulatorischer Infertilität und hormonellen Störungen. Viele Studien zeigen, dass eine Modifikation des Lebensstils eine sinnvolle Therapie zur Verbesserung von Infertilität, metabolischen Werten und Hormonstörungen sein kann.
Die Ergebnisse der Studie geben den Hinweis, dass mehr Schritte am Tag die entzündlichen Reaktionen im Körper eindämmen können. Direkte Auswirkungen auf den Stoffwechsel oder das Herz-Kreislauf-System konnten allerdings nicht festgestellt werden.
Die Studie untersuchte übergewichtige Frauen mit PCO-Syndrom. Die Ergebnisse zeigen, dass Sport entzündliche Prozesse verringern kann. Dadurch könnte auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert werden, das durch diese entzündlichen Prozesse erhöht wird.
Frauen, die am PCO-Syndrom erkranken, haben aufgrund der teilweise sichtbaren Symptome (Hirsutismus oder Akne) oder einem unerfüllten Kinderwunsch zusätzlich oft mit psychischen Problemen zu kämpfen. Wie sich bei diesen Patientinnen HIIT auf die Lebensqualität und die mentale Gesundheit auswirkt, wurde in dieser Studie analysiert.
Das polyzystische Ovarien Syndrom (PCOS) ist eine hormonelle Erkrankung, die häufig bei Frauen im gebärfähigem Alter vorkommt. Dabei ist unter anderem aufgrund von erhöhtem Körpergewicht auch das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme erhöht. Ob und wie Sport dieses Risiko vermindern kann, wurde in dieser Übersichtsarbeit untersucht.
Eine Studie aus Kanada untersuchte jetzt die Ergebnisse mehrerer Studien zum Einfluss von Sport und Bewegung auf das Herz-Kreislauf-System und die Fruchtbarkeit beim PCO-Syndrom. Der Einfluss von Sportübungen auf die Fruchtbarkeit blieb eher unklar, der Effekt auf Gewicht und Herz-Kreislauf-System war aber positiv.
Zusammenfassend zeigte sich in dieser Metaanalyse, dass meditative Bewegungen aus Tai Chi, Qigong und Yoga wertvolle ergänzende Methoden bei der Behandlung von Depressionen sein können. Die Ergebnisse zeigten Linderung von depressiven und Angstsymptomen, häufigere Symptomfreiheit bei den Teilnehmern mit Bewegung als ohne sowie häufigeres Ansprechen auf die grundlegende Behandlung mit der begleitenden Bewegungsintervention.