Neben dem klassischen PSA-Test kann auch der Stockholm-3-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt werden. Prostatakrebs-Patienten mit erhöhten Stockholm-3-Werten hatten nach kurativer Therapie ein erhöhtes Rückfallrisiko, auch wenn sie vor der Behandlung keine erhöhten PSA-Werte aufwiesen. Andererseits kam es bei Patienten mit niedrigen Stockholm3-Werten nur selten zu einem biochemischen Rezidiv.

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Aktiv Überwachung oder doch besser gleich eine lokale Therapie? Vor dieser Entscheidung stehen viele Patienten mit Niedrig-Risiko-Prostatakrebs. Wissenschaftler untersuchten, ob sich die Entscheidung für das ein oder andere auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirkt. Sie konnten keine Unterschiede bezüglich der allgemeinen Lebensqualität und der mentalen Gesundheit feststellen.

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Eine Metaanalyse über 6 Studien mit 6 593 Prostatakrebs-Patienten fand, dass akute Toxizität der Prostatakrebs-Radiotherapie statistisch signifikant mit späten Toxizitäten und reduzierter Lebensqualität der Patienten assoziiert ist. Die Daten unterstützen daher Maßnahmen zur Reduktion akuter Nebenwirkungen der Bestrahlung sowie Studien, die ermitteln, ob dies auch spätere Toxizitäten reduzieren kann.

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Eine randomisierte Studie zum Vergleich von Metastasen-gerichteter Therapie (MDT) versus elektive nodale Radiothreapie (ENRT) in Kombination mit Androgendeprivationstherapie über 6 Monate fand mit 190 Prostatakrebs-Patienten, dass ENRT ein verbessertes Metastasen-freies Überleben erreicht. Die Methode soll daher in Phase-3-Studien überprüft werden, um als Standardbehandlungsansatz eingesetzt werden zu können.

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Eine Analyse der PEACE-1-Studie fand, dass bei Patienten mit de novo metastasiertem kastrationssensitivem Prostatakrebs die Kombination von Radiotherapie mit der Standardbehandlung plus Abirateron keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben hatte. Allerdings verbesserte sie die radiografische progressionsfreie Überlebenszeit und reduzierte urogenitale Komplikationen signifikant, ohne die Gesamttoxizität zu erhöhen. Die Autoren erwarten daher, dass Radiotherapie künftig in die Standardbehandlung integriert wird.

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Die Sekundär-Analyse der Phase-3-Studie SPARTAN deutet auf mögliche Vorteile einer Prostata-gerichteten lokalen Therapie vor der Behandlung mit Apalutamid bei nicht-metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs. Speziell das Metastasen-freie Überleben unterschied sich signifikant zwischen den Gruppen. Weitere Studien müssen dies nun gezielt überprüfen.

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Eine längere Androgen-Deprivationstherapie über 24 Monate zur postoperativen Radiotherapie kann bei Prostatakrebs nach einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 1 523 Patienten das Metastasen-freie Überleben im Vergleich zu einer kurzen ADT über 6 Monate verbessern, wenn Patienten die zusätzliche Dauer unerwünschter Ereignisse akzeptieren können.

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Eine kontrollierte Phase-II-Studie mit 157 Patienten mit oligometastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs zeigte eine höhere biochemische Ansprechrate, vollständige biochemische Ansprechrate und progressionsfreie Überlebensrate mit stereotaktischer Bestrahlung (SBRT) zusätzlich zur Hormontherapie mit Abirateron.

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Eine Metaanalyse über 22 prospektive Studien mit 1 137 Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs zeigte, dass eine Metastasen-gerichtete Therapie eine gute lokale Kontrolle und verbesserte Überlebensrate ermöglichte. Die Behandlung war zudem mit einem günstigen Toxizitätsprofil verbunden und ermöglichte ein Hinauszögern der Androgendeprivationstherapie.

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Bei Prostatakrebs mit niedrigem Risiko wird häufig Brachytherapie, eine Bestrahlung nah am Tumor, eingesetzt, um umliegendes Gewebe zu schonen. Eine randomisierte klinische Studie zeigte mit 579 Patienten, dass bei Prostatakrebs mit mittlerem Risiko eine zusätzliche externe Strahlentherapie neben der Brachytherapie die Behandlungsergebnisse nicht verbesserte, jedoch zu mehr Spätfolgen führte.

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Eine Metaanalyse zeigte bei oligometastasiertem Prostatakrebs Gesamtüberlebens-Vorteile einer radikalen lokalen Therapie zusätzlich zur systemischen Therapie. Unerwünschte Ereignisse des Grades 3 – 4, die im Zusammenhang mit Darm und Harnwegen standen, traten dabei bei nur 4,5 % der Patienten auf. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität unterschied sich zwischen den beiden Behandlungsansätzen nicht.

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