Eine Metaanalyse von 23 Studien konnte zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen mit Krebs eine Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie entwickeln könnte. Identifizierte Risikofaktoren deuten darauf, dass ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und guter Kontrolle von Stoffwechselerkrankungen einen Beitrag zur Risikoreduktion leisten könnte. Die Autoren plädieren zudem für frühzeitiges Screening zur Verbesserung von Behandlungsergebnissen und Lebensqualität der Betroffenen.
Wissenschaftler untersuchten in einem systematischen Review mit Metaanalyse den Einfluss der Hormontherapie zur Behandlung von Prostatakrebs auf Herzstruktur und -funktion. Während der Hormontherapie konnten Veränderungen festgestellt werden, die auf eine leichte Beeinträchtigung der Herzfunktion mit reduzierter Pumpkraft hinweisen. Weitere Studien sind nötig, um diese Ergebnisse zu prüfen.
Bei oligometastasiertem Prostatakrebs kann es von Vorteil sein, die Metastasen zusätzlich zur Standardtherapie direkt zu behandeln. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse mit individuellen Patientendaten.
Patienten mit nicht-metastasiertem, aggressivem Prostatakrebs, deren PSA-Wert nach radikaler Prostatektomie unter der Nachweisgrenze lag, profitierten nicht von einer Hormontherapie direkt nach der Operation. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus Frankreich beim Vergleich von 162 Patienten mit und 163 Patienten ohne sofortige Hormontherapie.
Wissenschaftler verglichen die konventionelle Strahlentherapie mit der ultra-hypofraktionierten Strahlentherapie bei Prostatakrebs mit mittlerem bis hohem Risiko. Im Hinblick auf das Fortschreiten der Erkrankung innerhalb von 10 Jahren war die ultra-hypofraktionierte Strahlentherapie der konventionellen Strahlentherapie nicht unterlegen. Nebenwirkungen traten ähnlich häufig auf.
Wissenschaftler untersuchten in einem systematischen Review mit Metaanalyse die Wirksamkeit und Sicherheit einer kombinierten 177Lutetium/225Actinium-PSMA-Therapie bei metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs. Während die meisten Patienten auf die Behandlung ansprachen, waren schwere unerwünschte Ereignisse selten.
Wissenschaftler verglichen in einer Netzwerk-Metaanalyse verschiedene Behandlungsstrategien bei metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs. Je nach Metastasenlast profitierten die Patienten im Hinblick auf das Gesamtüberleben am stärksten von einer Kombination aus klassischer und neuartiger Hormontherapie entweder mit oder ohne zusätzliches Docetaxel.
Eine externe Strahlentherapie ging im Vergleich zu einer radikalen Prostatektomie mit einem größeren Risiko für Blasen- und Enddarmkrebs einher. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam bei der Analyse der Daten von mehr als 250 000 Prostatakrebs-Patienten.
Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs erhielten entweder die Standardbehandlung alleine oder in Kombination mit Metformin. Wissenschaftler konnten keinen Überlebensvorteil durch zusätzliches Metformin feststellen.
Neben dem klassischen PSA-Test kann auch der Stockholm-3-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt werden. Prostatakrebs-Patienten mit erhöhten Stockholm-3-Werten hatten nach kurativer Therapie ein erhöhtes Rückfallrisiko, auch wenn sie vor der Behandlung keine erhöhten PSA-Werte aufwiesen. Andererseits kam es bei Patienten mit niedrigen Stockholm3-Werten nur selten zu einem biochemischen Rezidiv.
Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs konnten im Hinblick auf das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben davon profitieren, wenn sie zusätzlich zur Standardtherapie einen Androgenrezeptor-Inhibitor (ARPI) bekamen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Meta-Analyse.
Wissenschaftler identifizierten Faktoren, die die Prognose von Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs, die sich einer PSMA-Radioligandentherapie (PSMA-RLT) unterzogen, beeinflussten. Dazu zählten u. a. die Lokalisation der Metastasen, eine vorangegangene Chemotherapie, der SUV-Wert vor Therapiebeginn und der PSA-Abfall nach Behandlungsbeginn.
Bei einem hormonsensitiven Prostatakrebs, der bereits Metastasen gebildet hat, stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. In einer Netzwerk-Metaanalyse verglichen Wissenschaftler diese hinsichtlich ihres Risikos für schwere Nebenwirkungen.