Die Behandlung der axialen Spondyloarthritis (axSpA) mit Bimekizumab über 2 Jahre, fand eine Analyse über 2 klinische Studien der Phase 3 und ihre Erweiterungsstudie, ging mit anhaltenden Verbesserungen in patientenberichteten Symptomen, wie Schmerzen, Morgensteifigkeit und Lebensqualität, einher und reduzierte die Beeinträchtigung durch die Erkrankung.
Eine Post-Hoc-Analyse einer beobachtenden, prospektiven Multizentrenstudie unterstützte Brodalumab als wertvolle langfristige Behandlung in der Alltagspraxis bei verschiedenen Patientenuntergruppen mit Psoriasis. Demnach profitieren auch Patienten mit Übergewicht oder Adipositas, solche mit besonders belastenden betroffenen Körperstellen und Ältere. Ebenso war die Wirksamkeit sowohl bei Patienten gegeben, die zuvor keine Biologika erhalten hatten, als auch bei Biologika-erfahrenen Patienten.
Die Behandlung chronischer Schmerzen mit Medizinalcannabis (THC25:CBD25) erreichte in der klinischen Praxis bei Erkrankungen wie Migräne, Gelenkschmerzen, MS-Schmerz oder diabetischer Neuropathie vielversprechende Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität über 6 Monate. Die Studie erfolgte jedoch ohne Kontrollgruppe und konnte keine statistisch belastbaren Ergebnisse liefern.
Eine Befragung von 204 Personen mit Multipler Sklerose in Australien fand, dass Psoriasis in den Familien von 17 % der MS-Patienten auftrat. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung (2 – 3 %) war Psoriasis somit deutlich häufiger in Familien mit MS zu finden. Die beiden Autoimmunerkrankungen scheinen demnach genetisch miteinander verbunden zu sein.
Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse konnten zeigen, dass die meisten Interleukin-Inhibitoren bei Psoriasis kein erhöhtes Risiko für neu auftretende entzündliche Darmerkrankungen bergen. Eine Ausnahme stellt Ixekizumab dar, welches signifikant mit einem höheren Risiko assoziiert war.
Das Biologikum Risankizumab inhibiert spezifisch Interleukin-23, ein regulatorisches Zytokin, das die Inflammation bei Psorisasis und Psoriasis-Arthritis (PsA) steigert. Eine Post-Hoc-Analyse über 2 Studien zeigte nun, dass die Behandlung mit Risankizumab bei 707 Patienten über 100 Wochen anhaltende Verbesserungen der PsA-Symptome erreichte und sich auch positiv auf häufig begleitende Erkrankungen auswirkte.
Eine Kohortenstudie mit tausenden Menschen mit Coronavirus-Infektion in Dänemark fand ein erhöhtes Risiko für Long-COVID bei Personen mit immunvermittelten Erkrankungen. Besonders deutlich wurde dies bei Spondyloarthritis, rheumatoider Arthritis und Psoriasis.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse von 26 randomisierten, kontrollierten Studien konnte zeigen, dass Yoga körperliche und psychische Beschwerden bei immunvermittelten oder Autoimmunerkrankungen lindern kann. Besonders bei Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis zeigte Yoga positive Wirkungen auf Fatigue, Entzündungswerte, psychische Symptome und Lebensqualität.
In einer longitudinalen Beobachtungsstudie mit 960 Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) kamen bei 17 % der Patienten mindestens 4 biologische oder synthetische zielgerichtete krankheitsmodifizierende Wirkstoffe (b/tsDMARD) zum Einsatz. Diese Patienten mit multiplem b/tsDMARD-Versagen waren häufiger Frauen, adipös, hatten eine axiale Beteiligung, Depression und eine höhere Krankheitsaktivität. Ergänzende Therapien, speziell Gewichtsmanagement, Depressionslinderung und Physiotherapie, könnten womöglich einen wichtigen Beitrag leisten.
Eine Metaanalyse zeigte eine erhöhte Prävalenz von allergischer Rhinitis (AR) bei Menschen mit Psoriasis. Das Risiko für AR war jedoch nicht signifikant erhöht. Es wurde ein Trend zu einem höherem AR-Risiko bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis festgestellt. Ganzheitliche Behandlungsansätze unter Berücksichtigung allergischer Erkrankungen könnten die Versorgung von Menschen mit Psoriasis verbessern.
Patienten mit Psoriasis waren einer Querschnittsstudie mit 392 Teilnehmern zufolge oft nicht gut zur Psoriasisarthritis (PsA) informiert. Auch das Bewusstsein zu Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht und aktive Maßnahmen beim Auftreten möglicher Symptome sollten stärker gefördert werden, so das Fazit der Autoren.
Ein systematisches Screening auf Multimorbidität kann bei Patienten mit chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen zur schnellerer präventiver Behandlung führen und Krankenhausaufnahmen aufgrund von Begleiterkrankungen reduzieren, zeigte eine Analyse über mehr als tausend Patienten.
Eine Metaanalyse über 23 randomisiert-kontrollierte Studien zeigt, dass die Behandlung mit Secukinumab oder Ixekizumab nicht signifikant mit einem erhöhten MACE-Risiko bei Personen mit Psoriasis assoziiert ist.