Bei jungen Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) in Behandlung mit Etanercept sind besonders ein frühes Ansprechen (nach 3 Monaten), jüngeres Alter, der HLA-B27-positiv-Status und geringere Krankheitsaktivität zu Beginn mit klinisch-inaktiver Erkrankung und klinischer Remission assoziiert, fand eine Analyse über eine Phase-3b- und Erweiterungsstudie über insgesamt 10 Jahre.
Fast 3 000 Patienten mit Psoriasis in mehreren Ländern berichteten in einer Online-Befragung häufig von Stress und Infektionen, aber auch Alkoholkonsum als wichtige Trigger für ein Aufflammen der Erkrankung. Demnach könnte beispielsweise Stressmanagement einen Beitrag zum Krankheitsmanagement der Psoriasis leisten.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse fand positive Effekte des intermittierenden Fastens auf die Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis oder Spondyloarthritis sowohl in beobachtenden als auch in randomisiert-kontrollierten Studien. Allerdings betonen die Autoren, dass weitere Studien nötig sind, um dieser Ergebnisse zu prüfen und Empfehlungen für Patienten zu erstellen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien mit 2 300 Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) verglich zwei Wechselstrategien nach Therapieversagen eines ersten TNF-Hemmers. Demnach ist die Umstellung auf einen anderen TNF-Hemmer oder zu einem anderen Biologika-Wirkmechanismus vergleichbar sicher und wirksam, ohne Unterschied in der Beibehaltung über 1 oder 2 Jahre. Die Therapiewahl nach dem ersten Biologikum kann demnach primär nach klinischen Charakteristika und Patientenwunsch getroffen werden, so das Fazit.
Eine Real-World-Kohortenstudie in China mit 446 Teilnehmern mit Psoriasis-Arthritis (PsA) fand robuste klinische Wirksamkeit von Secukinumab bei PsA und vorteilhaftes kurzfristiges Sicherheitsprofil der Behandlung. Ein prädiktives Nomogramm fand mehrere Faktoren, die kurzfristige Haut-Behandlungseffekte bei PsA vorhersagen helfen könnten. Weitere Studien sollten dies überprüfen.
In der individualisierten Behandlung von Psoriasis und Psoriasis-Arthritis sollte das Lipid-Monitoring auch bei stabiler zielgerichteter Therapie eine Rolle spielen, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 36 Studien. Stoffwechselprobleme könnten sich demnach in der Langzeitbehandlung je nach Wirkstoff unterschiedlich entwickeln.
Eine Post-hoc-Analyse von zwei doppelblind durchgeführten klinischen Studien der Phase 3 fand, dass Upadacitinib und Adalimumab effektiv Schmerzen bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasisarthritis (PsA) linderten, selbst wenn Entzündungsprozesse bereits gedämpft waren. Dies wurde teils direkt, beispielweise via nicht-entzündliche Prozesse wie die Schmerzverarbeitung, und teils indirekt, via antiinflammatorische Effekte, aber auch Linderung von Juckreiz bei PsA, vermittelt.
Die Behandlung der axialen Spondyloarthritis (axSpA) mit Bimekizumab über 2 Jahre, fand eine Analyse über 2 klinische Studien der Phase 3 und ihre Erweiterungsstudie, ging mit anhaltenden Verbesserungen in patientenberichteten Symptomen, wie Schmerzen, Morgensteifigkeit und Lebensqualität, einher und reduzierte die Beeinträchtigung durch die Erkrankung.
Das Biologikum Risankizumab inhibiert spezifisch Interleukin-23, ein regulatorisches Zytokin, das die Inflammation bei Psorisasis und Psoriasis-Arthritis (PsA) steigert. Eine Post-Hoc-Analyse über 2 Studien zeigte nun, dass die Behandlung mit Risankizumab bei 707 Patienten über 100 Wochen anhaltende Verbesserungen der PsA-Symptome erreichte und sich auch positiv auf häufig begleitende Erkrankungen auswirkte.
Ein Behandlungsstopp einer Biologikatherapie bei axSpA in stabiler Remission erhöht das Risiko eines Aufflammens der Erkrankung, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 Studien und 1 384 Patienten. Dosisreduktionen schienen eine sicherere Alternative zu einem vollständigen Behandlungsentzug zu sein.
In einer longitudinalen Beobachtungsstudie mit 960 Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) kamen bei 17 % der Patienten mindestens 4 biologische oder synthetische zielgerichtete krankheitsmodifizierende Wirkstoffe (b/tsDMARD) zum Einsatz. Diese Patienten mit multiplem b/tsDMARD-Versagen waren häufiger Frauen, adipös, hatten eine axiale Beteiligung, Depression und eine höhere Krankheitsaktivität. Ergänzende Therapien, speziell Gewichtsmanagement, Depressionslinderung und Physiotherapie, könnten womöglich einen wichtigen Beitrag leisten.
Junge Patienten mit oligoartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) haben nach einer retrospektiven Beobachtungsstudie die höchste Chance für eine anhaltende klinische Remission nach Beendigung der medikamentösen Behandlung im Vergleich zu jungen Patienten mit polyartikulärer JIA.
Die Beibehaltungsrate der Therapie mit Secukinumab ist bei Psoriasis-Arthritis (PsA) und ankylosierender Spondylitis (AS) über 3 Jahre vergleichbar hoch bei 74,0 % (PsA) und 77,3 % (AS), fand eine Real-World-Studie mit über 300 Patienten.