Mithilfe einer innovativen Intravitalmikroskopie gelang es DZL-Forschenden erstmals, frühe Immunreaktionen live in der lebenden Lunge zu beobachten. Dabei zeigte sich, dass spezielle T-Zellen bereits innerhalb weniger Stunden nach Kontakt mit Bestandteilen von SARS-CoV-2 aktiviert werden, in die Lunge einwandern und sich dort ansammeln. Die Ergebnisse deuten auf einen bislang unbekannten Mechanismus hin, der die angeborene {…}
Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) zählt zu den schwersten chronischen Lungenerkrankungen. Sie führt zu einer fortschreitenden Vernarbung des Lungengewebes und schränkt die Atmung zunehmend ein. Obwohl die Mechanismen der Entstehung von Fibrose intensiv erforscht werden, ist bislang wenig darüber bekannt, warum sich das Gewebe in manchen Fällen nicht mehr erholen kann. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des {…}
Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) am Standort CPC-M in München haben Hinweise darauf gefunden, dass sich ein späteres Asthma bereits sehr früh im Leben ankündigt. In einer aktuellen Studie zeigen sie: Schon im Kleinkindalter unterscheidet sich das Immunsystem von Kindern, die später an Asthma erkranken, messbar von dem gesunder Kinder. Ein sensibles Zeitfenster {…}
Forschende der Charité, des Max Delbrück Center (MDC) und des Berlin Institute of Health (BIH) haben untersucht, wie moderne CFTR-Modulatoren bei Mukoviszidose nicht nur die Lunge, sondern auch den gesamten Proteomhaushalt des Körpers beeinflussen. Die in Cell Systems veröffentlichte Studie liefert neue Einblicke in die systemischen Effekte hochwirksamer Therapien. CFTR-Modulatoren verbessern die Funktion des bei Mukoviszidose {…}
Forschende am Heidelberger Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston einen neuen immuntherapiebasierten Ansatz zur Behandlung der Lungenfibrose identifiziert: Durch die Reaktivierung von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) können seneszente Fibroblasten beseitigt, Vernarbungen rückgängig gemacht und die Fähigkeit der Lunge {…}
Ein Forschungsteam hat unter Beteiligung des DZL ein innovatives humanes „Lunge-auf-dem-Chip“-Modell entwickelt, das zentrale Mechanismen der ventilatorassoziierten Pneumonie (VAP) realitätsnah abbildet. Die im Journal of Clinical Investigation veröffentlichte Studie zeigt, dass mechanische Belastung, wie sie etwa bei künstlicher Beatmung auftritt, bakterielle Infektionen der Lunge deutlich verstärken kann. Ventilatorassoziierte Pneumonien gehören zu den häufigsten Infektionen auf Intensivstationen und {…}
Eine aktuelle Studie im Journal of Clinical Investigation untersucht innovative Strategien, um RNA-basierte Therapien gezielt in der Lunge einzusetzen. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze bei entzündlichen und strukturellen Lungenerkrankungen. RNA-Therapien – darunter mRNA- und siRNA-basierte Ansätze – ermöglichen es, krankheitsrelevante Gene direkt zu beeinflussen. Während diese Technologien in anderen Bereichen, etwa {…}
Eine aktuelle Studie unter Beteiligung von Forschenden des DZL zeigt, dass ein erhöhter Atemwegswiderstand bereits bei scheinbar gesunden Rauchenden ein früher Hinweis auf spätere Lungenschäden sein kann. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Im Fokus der Untersuchung steht die sogenannte Oszillometrie, ein sensibles Messverfahren zur Bestimmung des Atemwegswiderstands. Analysiert wurden {…}
Viele Menschen erleben Monate nach einer SARS-CoV-2-Infektion weiterhin Atembeschwerden, Erschöpfung oder Husten – ein Zustand, der als Long COVID bekannt ist. Doch was passiert im Immunsystem, dass die Lunge dauerhaft beeinträchtigt? In der aktuellen Ausgabe von Nature Immunology liefert eine internationale Forschergruppe neue mechanistische Einblicke. Die Publikation „A distinct monocyte transcriptional state links systemic immune dysregulation to {…}
Fibrosierende Lungenerkrankungen (auch „Interstitial Lung Diseases“; ILD, oder „Diffuse Parenchymal Lung Diseases“; DPLD) sind seltene Erkrankungen der Lunge, die sich durch eine Vielzahl auslösender Trigger (Stäube, Strahlung, akut-inflammatorische, rheumatische, medikamentöse Ursachen, idiopathisch), durch einen heterogenen Verlauf und am Ende vielfach durch eine zunehmende Vernarbung der Lunge kennzeichnen. Die betroffenen Patienten verspüren zunächst Luftnot unter Belastung {…}
Seit Jahrzehnten beobachten Forschende etwas Auffälliges: Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen aufwachsen, entwickeln deutlich seltener Allergien oder Asthma als Kinder in Städten. Was genau schützt ihre Lungen? Vor Jahren fand Erika von Mutius, Asthma- und Allergieforscherin am Institut für Asthma und Allergie (IAP, Helmholtz Munich) und Wissenschaftlerin des Deutschen Zentrums für Lungenforschung am Standort CPC-M, {…}
Allergisches Asthma ist eine komplexe Erkrankung, bei der immunologische Prozesse, strukturelle Veränderungen der Atemwege und funktionelle Einschränkungen eng miteinander verflochten sind. Eine Studie rückt ein bislang unterschätztes Bindeglied zwischen diesen Ebenen in den Fokus: die Rolle des Inflammasom-Sensors NLRP3 für die Integrität der epithelialen Barriere der Atemwege. Die in in Frontiers in Immunology veröffentlichte Publikation ist das {…}
Wie sich die Lunge nach Schäden regeneriert und welche Rolle dabei einzelne Zelltypen spielen, steht im Mittelpunkt einer aktuellen Übersichtsarbeit einer Gruppe von DZL-Forscherinnen. Die in der European Respiratory Review erschienene Publikation fasst den aktuellen Forschungsstand zu zellulärer Plastizität, Gewebeorganisation und Regenerationsprozessen der Lunge zusammen. Themen, die auch für die Entwicklung zukünftiger Therapien bei chronischen Lungenerkrankungen {…}