Forschende am Heidelberger Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston einen neuen immuntherapiebasierten Ansatz zur Behandlung der Lungenfibrose identifiziert: Durch die Reaktivierung von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) können seneszente Fibroblasten beseitigt, Vernarbungen rückgängig gemacht und die Fähigkeit der Lunge {…}
Ein Forschungsteam hat unter Beteiligung des DZL ein innovatives humanes „Lunge-auf-dem-Chip“-Modell entwickelt, das zentrale Mechanismen der ventilatorassoziierten Pneumonie (VAP) realitätsnah abbildet. Die im Journal of Clinical Investigation veröffentlichte Studie zeigt, dass mechanische Belastung, wie sie etwa bei künstlicher Beatmung auftritt, bakterielle Infektionen der Lunge deutlich verstärken kann. Ventilatorassoziierte Pneumonien gehören zu den häufigsten Infektionen auf Intensivstationen und {…}
Eine aktuelle Studie im Journal of Clinical Investigation untersucht innovative Strategien, um RNA-basierte Therapien gezielt in der Lunge einzusetzen. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze bei entzündlichen und strukturellen Lungenerkrankungen. RNA-Therapien – darunter mRNA- und siRNA-basierte Ansätze – ermöglichen es, krankheitsrelevante Gene direkt zu beeinflussen. Während diese Technologien in anderen Bereichen, etwa {…}
Eine aktuelle Studie unter Beteiligung von Forschenden des DZL zeigt, dass ein erhöhter Atemwegswiderstand bereits bei scheinbar gesunden Rauchenden ein früher Hinweis auf spätere Lungenschäden sein kann. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Im Fokus der Untersuchung steht die sogenannte Oszillometrie, ein sensibles Messverfahren zur Bestimmung des Atemwegswiderstands. Analysiert wurden {…}
Viele Menschen erleben Monate nach einer SARS-CoV-2-Infektion weiterhin Atembeschwerden, Erschöpfung oder Husten – ein Zustand, der als Long COVID bekannt ist. Doch was passiert im Immunsystem, dass die Lunge dauerhaft beeinträchtigt? In der aktuellen Ausgabe von Nature Immunology liefert eine internationale Forschergruppe neue mechanistische Einblicke. Die Publikation „A distinct monocyte transcriptional state links systemic immune dysregulation to {…}
Fibrosierende Lungenerkrankungen (auch „Interstitial Lung Diseases“; ILD, oder „Diffuse Parenchymal Lung Diseases“; DPLD) sind seltene Erkrankungen der Lunge, die sich durch eine Vielzahl auslösender Trigger (Stäube, Strahlung, akut-inflammatorische, rheumatische, medikamentöse Ursachen, idiopathisch), durch einen heterogenen Verlauf und am Ende vielfach durch eine zunehmende Vernarbung der Lunge kennzeichnen. Die betroffenen Patienten verspüren zunächst Luftnot unter Belastung {…}
Seit Jahrzehnten beobachten Forschende etwas Auffälliges: Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen aufwachsen, entwickeln deutlich seltener Allergien oder Asthma als Kinder in Städten. Was genau schützt ihre Lungen? Vor Jahren fand Erika von Mutius, Asthma- und Allergieforscherin am Institut für Asthma und Allergie (IAP, Helmholtz Munich) und Wissenschaftlerin des Deutschen Zentrums für Lungenforschung am Standort CPC-M, {…}
Allergisches Asthma ist eine komplexe Erkrankung, bei der immunologische Prozesse, strukturelle Veränderungen der Atemwege und funktionelle Einschränkungen eng miteinander verflochten sind. Eine Studie rückt ein bislang unterschätztes Bindeglied zwischen diesen Ebenen in den Fokus: die Rolle des Inflammasom-Sensors NLRP3 für die Integrität der epithelialen Barriere der Atemwege. Die in in Frontiers in Immunology veröffentlichte Publikation ist das {…}
Wie sich die Lunge nach Schäden regeneriert und welche Rolle dabei einzelne Zelltypen spielen, steht im Mittelpunkt einer aktuellen Übersichtsarbeit einer Gruppe von DZL-Forscherinnen. Die in der European Respiratory Review erschienene Publikation fasst den aktuellen Forschungsstand zu zellulärer Plastizität, Gewebeorganisation und Regenerationsprozessen der Lunge zusammen. Themen, die auch für die Entwicklung zukünftiger Therapien bei chronischen Lungenerkrankungen {…}
Die Pulmonale Arterielle Hypertonie (PAH) ist eine seltene, schwere Lungenerkrankung. Dabei verengen sich die Blutgefäße in der Lunge zunehmend. Das Herz muss stärker pumpen, um Blut durch die Lunge zu transportieren, was langfristig zu Herzversagen führen kann. Die Krankheit tritt deutlich häufiger bei Frauen auf und verläuft oft lebensbedrohlich. Eine neue internationale Studie weist nun {…}
Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben im Rahmen der COSYCONET-Studie nachgewiesen, dass polygene Risikoscores (PRS) den Verlust der Lungenfunktion sowie die Entstehung einer frühen Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) vorhersagen können. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt weltweit eine der führenden Ursachen {…}
Eine Infektion mit dem Influenzavirus kann sehr unterschiedlich verlaufen – von milden Erkältungssymptomen bis hin zu schweren, potenziell lebensbedrohlichen Lungenentzündungen. Besonders problematisch ist, dass eine Grippe die Lunge anfälliger für zusätzliche bakterielle Infektionen macht. Diese sogenannten Sekundärinfektionen können den Krankheitsverlauf erheblich verschlechtern und im Extremfall zu einer Sepsis führen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung {…}
Eine neue internationale Studie liefert wegweisende Erkenntnisse zur Entschlüsselung zellulärer Prozesse bei komplexen Lungenerkrankungen. Das Forschungsteam präsentiert darin ein innovatives, KI-basiertes Modell, das die zeitliche Entwicklung von Zellen im Krankheitsverlauf analysiert und potenzielle neue Therapieansätze vorhersagen kann. Die Publikation, erschienen in Nature Biomedical Engineering, wurde von Yumin Zheng und DZL-Wissenschaftler Prof. Dr. Jonas Schupp (DZL-Standort {…}