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Die Myelom-Weltelite traf sich in Würzburg
Beim „7th Würzburg Myeloma Workshop“ des Uniklinikums Würzburg tauschten sich international führende Forscherinnen und Forscher über aktuelle Erkenntnisse zum Multiplen Myelom aus.
Würzburg. Vom 23. bis 25. April dieses Jahres veranstaltete die Medizinische Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) den 7. Würzburger Myelom-Workshop. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt nutzten die renommierte Fachkonferenz, um sich über neue wissenschaftliche und therapeutische Erkenntnisse zum Multiplen Myelom zu informieren.
Myelom-Zellen manipulieren ihre Mikroumgebung
Dabei lieferten die Referierenden unter anderem Neuigkeiten zur Tumorbiologie der bösartigen Erkrankung des Knochenmarks und verdeutlichten die Interaktion der Myelom-Zellen mit ihrer Mikroumgebung. „Wichtig ist hier vor allem die Entdeckung, dass die Tumorzellen mit dem Knochenmark, in dem sie sich ansiedeln, intensive Austauschprozesse pflegen. Diese verändern das lokale Mikromilieu so, dass das Knochenmark das Tumorwachstum unterstützt“, schildert Prof. Dr. Hermann Einsele. Als Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und international anerkannter Myelom-Experte fungierte er erneut als Hauptorganisator und zentraler Motor des Workshops. Als Co-Organisatoren unterstützten ihn dabei die Oberärzte Prof. Dr. Martin Kortüm und Prof. Dr. Leo Rasche.
Multiples Myelom ist nicht mehr als „unheilbar“ einzustufen
Nach Einseles Worten gab es auch zu den Behandlungsmöglichkeiten spannende Nachrichten. So ermöglicht die Quadrupeltherapie, die jetzt zusammen mit der Transplantation den neuen Therapiestandard darstellt, ein krankheitsfreies Überleben von durchschnittlich etwa 17 Jahren. Ferner können neue Therapien – wie bispezifische Antikörper und CAR-T-Zellen – selbst in der Rückfallsituation noch einmal langfristige Remissionen erreichen. „Aus unserem Workshop lässt sich meiner Meinung nach die Botschaft ableiten, dass das Myelom nicht mehr als unheilbare Erkrankung anzusehen ist, sondern dass wir mit den modernen Therapien eine lange Remissionsdauer, ja Heilung erreichen können“, unterstreicht der Klinikdirektor.
In diesem Zusammenhang wurden bei der zweitägigen Veranstaltung im Rudolf-Virchow-Zentrum auf dem UKW-Campus auch Fragen diskutiert, wie: Wie lässt sich Heilung definieren? Mit welchen Biomarkern kann eine Heilung vorhergesagt werden? Und wie lassen sich die Nebenwirkungen der aktuell eingesetzten Therapien beherrschen und vermindern?
Zum Abschluss richteten vor allem Würzburger Fachleute in ihren Beiträgen den Blick auf die Immuntherapie der Zukunft, die verspricht, noch wirksamer und nachhaltiger zu sein.
„Es freut uns sehr, dass wir am Ende von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein durchgehend positives Feedback erhalten haben – zu den ausgewählten Themen, zu den Sprecherinnen und Sprechern, zu den Diskussionen sowie zum Rahmenprogramm“, zeigt sich Einsele rundum zufrieden. In diesem Zusammenhang lobte der Professor auch die perfekte Veranstaltungsorganisation und die hochengagierte Betreuung der internationalen Gäste durch Gabriele Nelkenstock und ihr Team von G&N Eventmanagement.
Text: Pressestelle / UKW