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Stress und Stressbewältigung: Neue Daten aus dem RKI-Panel

Neue Daten des RKI-Panels „Gesundheit in Deutschland“ zeigen, dass etwa jede fünfte Person eine erhöhte Stress­belastung berichtet, insbesondere Frauen, Erwerbs­tätige und Menschen mit niedrigem und mittlerem Bildungs­abschluss. Verdrängung und Wunsch­denken bei der Stress­bewältigung (Coping) waren mit höherem Stress assoziiert, Problem­lösen und die Möglich­keit auf verschiedene Strategien zurück­zugreifen (Coping-Flexibilität) mit geringerem Stress. Die Ergeb­nisse wurden im Journal of Health Monitoring veröffentlicht.

Die Schluss­folgerung der Autorinnen und Autoren: „Die Ergebnisse unterstreichen die Public-Health-Relevanz von Stress und weisen auf mögliche Ansatz­punkte für Präventions­maßnahmen durch die Förderung geeigneter und zielgruppenspezifischer Copingstrategien“.

Stress stellt einen wichtigen Risiko­faktor für die körper­liche und psychische Gesund­heit dar. Chronisch wahr­genommener Stress gilt als besonders gesundheits­relevant, da er mit höherer Wahrschein­lich­keit mit lang­anhaltenden bis dauer­haften Veränderungen in emotionalen, körper­lichen und verhaltens­bezogenen Reaktionen einher­geht. Diese können die Anfällig­keit und auch den Verlauf von Krank­heiten beeinflussen. Entsprechend ist Stress sowohl mit physischen und psychischen Beein­trächti­gungen assoziiert (unter anderem kardio­vaskuläre Erkrankungen bzw. Depression), ebenso mit höherer Mortalität und niedrigerem psychischen Wohlbefinden. Wenn eine Person eine Situation als belastend erlebt, wendet sie kognitive, emotionale und verhaltens­bezogene Bewälti­gungs­strategien an, sogenannte Coping­strategien. Wie effizient und schnell Stress­erleben bewältigt werden kann, hängt wesent­lich von den eingesetzten Coping­strategien ab.

Die Daten­erhebung erfolgte über das RKI-Panel „Gesund­heit in Deutsch­land“, das wieder­holt die deutsch­sprachige Bevölkerung in Privat­haus­halten befragt und so Entwick­lungen im Zeit­verlauf abbilden kann. Die Daten stammen aus der Jahres­erhebung 2024 des Panels. Für die Analysen wurden Daten von mehr als 14.000 Frauen und über 12.000 Männern aus­ge­wertet. Bisher gab es, ab­gesehen von der unregel­mäßig durch­geführten Stress­studie einer Kranken­kasse mit 1.000 –1.400 repräsen­tativ aus­gewählten Befragten bis­lang keine weiteren regel­mäßigen repräsentativen Erhebungen zu Stress oder Coping.

Weitere Informationen zum Thema, darunter Empfehlungen des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit zur Stressbewältigung, sind auf der Seite www.rki.de/stress abrufbar.