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Fast jeder Dritte hat gesundheitliche Probleme durch Hitze
- DAK-Hitzereport zeigt: Betroffene leiden an Müdigkeit, Schlafproblemen und Kreislaufbeschwerden
- Drei Viertel der Befragten finden aktuelle Hitzeschutzmaßnahmen nicht ausreichend
- DAK-Vorstandschef Storm fordert: Bund, Länder und Kommunen müssen verstärkt an Hitzeschutzplänen arbeiten
Immer mehr Menschen leiden unter den Folgen extremer Hitze. Laut aktuellem DAK-Hitzereport berichtet inzwischen fast jeder und jede Dritte von gesundheitlichen Beschwerden durch hohe Temperaturen. Frauen haben fast doppelt so häufig Gesundheitsprobleme wie Männer. Die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt, dass Symptome wie Müdigkeit, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden am häufigsten vorkommen. Besonders betroffen von Hitzewellen sind laut Einschätzung der Befragten die Bereiche Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung. Auch die Sorgen der Menschen vor dem Extremwetter steigen: Laut Umfrage machen sich knapp zwei Drittel große beziehungsweise sehr große Sorgen. Darüber hinaus halten drei Viertel der Befragten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend.
„Hitzewellen werden zunehmend zur Belastung: Wenn ein Drittel der Bevölkerung schon Gesundheitsprobleme hatte, dann muss der Hitzeschutz gerade für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessert werden,“ sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Es ist alarmierend, wenn die große Mehrheit der Menschen Sorge vor dem Extremwetter hat und die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichend findet. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen verstärkt an ihren Hitzeschutzplänen arbeiten.“
Laut DAK-Hitzereport haben Gesundheitsprobleme in den letzten drei Jahren um 10 Prozentpunkte zugenommen. 30 Prozent der Befragten leiden darunter. Besonders Frauen sind dabei mit 40 Prozent fast doppelt so oft betroffen wie Männer (21 Prozent). Am häufigsten berichten Erwachsene im Alter von 30 bis 44 Jahren mit 35 Prozent von gesundheitlichen Beschwerden. Zudem leiden insbesondere 38 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen an Gesundheitsproblemen. Insgesamt klagen Betroffenen mehrheitlich vor allem über Abgeschlagenheit, Schlafprobleme, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Fünf Prozent der Befragten haben in Folge der Gesundheitsprobleme durch Hitze einen Arzt aufgesucht. Dennoch fühlen sich 94 Prozent der Befragten gut informiert und wissen, wie sie sich persönlich vor gesundheitlichen Folgen bei Hitze schützen können.
Eine große Mehrheit der Befragten sieht neben dem Bereich mit schwerer körperlicher Arbeit wie Handwerk, Bau und Produktion mit 89 Prozent auch den Pflegebereich (86 Prozent) besonders von Hitzewellen betroffen. Auch sehen 58 Prozent der Befragten Schulen und Kindergärten als einen durch Hitze stark eingeschränkten Bereich. Im Vorjahr waren es noch 49 Prozent.
Knapp drei Viertel (72 Prozent) der Befragten sind der Meinung, dass die unternommenen Hitzeschutzmaßnahmen bislang nicht ausreichen und mehr getan werden sollte. Bei den jungen Menschen (18-29 Jahre) sind es 82 Prozent. Dabei beunruhigt die Aussicht auf weitere Hitzewellen und Extremwetter vielen Menschen zunehmend: 40 Prozent der Befragten macht sich große, mehr als jede und jeder Fünfte sogar sehr große Sorgen (22 Prozent). Auch junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren zeigen sich mit einem Anteil von 37 Prozent besonders besorgt, ebenso Befragten aus Großstädten mit mindestens 500.000 Einwohnern (29 Prozent).
Die DAK-Gesundheit reagiert auf die Belastungen durch extreme Temperaturen und verstärkt ihre Aufklärung. Gesundheitstipps für den Umgang mit Hitze finden Interessierte unter: www.dak.de/hitze
*Für den Hitzereport der DAK-Gesundheit wurden 1.519 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren vom Forsa-Institut online befragt. Die repräsentative Erhebung wurde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 durchgeführt. Der DAK-Hitzereport wurde 2022 erstmals erstellt.