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Männer mit Migräne und gesunde Frauen für Studie gesucht

Das Uniklinikum Würzburg untersucht in einer aktuellen Studie die Schmerzverarbeitung bei Migräne. Neben volljährigen Männern mit Migräne werden für die Kontrollgruppe derzeit noch gesunde Frauen ohne Migräne in bestimmten Altersgruppen gesucht.

Würzburg. Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, deren zugrundeliegenden Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind. Eine wichtige Rolle könnten Veränderungen bei der Verarbeitung von Schmerzreizen sowie bestimmte Botenstoffe des Nervensystems, sogenannte Neuropeptide, spielen. Ein Forschungsteam der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) untersucht deshalb, wie sich die Schmerzverarbeitung bei Menschen mit Migräne von der bei gesunden Personen unterscheidet.

Die Studie befindet sich bereits in einer fortgeschrittenen Phase der Datenerhebung. Deshalb werden jetzt zum einen noch gezielt volljährige männliche Teilnehmer mit Migräne gesucht. Um eine möglichst gute Vergleichbarkeit mit den bereits untersuchten Migränepatientinnen und -patienten zu erreichen, benötigt das Studienteam zum anderen noch gesunde Frauen ohne Migräne im Alter von 18 bis 24 Jahren sowie von 35 bis 49 Jahren für die Kontrollgruppe.

Zunächst kurzer Online-Fragebogen

Interessierte füllen zunächst einen Online-Fragebogen aus, der unter ls1.psychologie.uni-wuerzburg.de/so/migraene/ abrufbar ist. Dies dauert etwa fünf Minuten für gesunde Kontrollpersonen und etwa 30 Minuten für Migränepatientinnen und -patienten. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Studienteilnahme erfüllt sind. Bei Eignung folgt ein Termin am UKW.

Die Untersuchung vor Ort dauert rund zwei Stunden. Dabei wird mit einem EEG die elektrische Aktivität des Gehirns erfasst. Durch elektrische Reize über die Haut werden zudem gezielt schmerzleitende Nervenfasern stimuliert. Eine Blutentnahme dient dazu, bestimmte Neuropeptide zu untersuchen, die mit der Schmerzverarbeitung in Zusammenhang stehen könnten. Für die Untersuchung vor Ort erhalten die Teilnehmenden eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro.

Die Studie wird von Prof. Dr. Claudia Sommer geleitet. Ansprechpartnerinnen sind die PhD-Kandidatin Zhuolin Zhao und die medizinische Doktorandin Viktoria Kohler. Fragen richten Interessierte an die E-Mail: kohler_v@ukw.de.

Text: Pressestelle / UKW