Eine sehr kalorienarme ketogene Ernährung (VLCKD) kann die Darmmikrobiota von Menschen mit Adipositas positiv verändern, indem sie die mikrobielle Vielfalt und nützliche Bakterien wie Akkermansia erhöht. Allerdings sinkt zugleich der Anteil von Bifidobakterien, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 14 Studien. Die Auswirkungen auf die Darmgesundheit sind demnach also möglicherweise nicht nur positiv, so das Fazit.
Eine mikrobielle Behandlung des Darms durch Verabreichung von Präbiotika, Probiotika und Synbiotika kann laut aktueller Studiendaten die Behandlung einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) unterstützen.
Ein aktueller Umbrella-Review fasste systematische Reviews und Metaanalysen zur Wirksamkeit und Sicherheit von Probiotika in der Adipositasbehandlung zusammen. Die Studienergebnisse zeigten signifikante Reduktionen bei BMI, Körperfettmasse, Körpergewicht und Körperfettanteil mit Probiotika.
Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen, dass sich die Einnahme von Probiotika günstig auf die Blutfettwerte von übergewichtigen oder adipösen Personen auswirken könnte. Personen, die Probiotika konsumierten, konnten dadurch ihren Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel senken.
Im menschlichen Darm befinden sich mehrere Billionen Bakterien. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass ein ausgewogenes Gleichgewicht der Bakterien im Darm eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Menschen spielt.
Präbiotika sind Ballaststoffe, die Menschen nicht verdauen können. Präbiotika gelangen unverdaut in den menschlichen Dickdarm und dienen dort den nützlichen Bakterien als Energiequelle. Auf diese Weise fördern sie Wachstum und Aktivität der guten Darmbakterien.