Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien zeigte, dass die sublinguale Immuntherapie mit Hausstaubmilbenextrakt bei der Mehrzahl der untersuchten Studien die Asthmasymptome verbessert und die tägliche Dosis inhalativer Kortikosteroide reduziert, während die Effekte auf die Lungenfunktion uneinheitlich ausfallen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse von 11 randomisierten, kontrollierten Studien fand, dass intravenöses Magnesiumsulfat bei Kindern mit akuten Asthmaanfällen das Risiko einer Krankenhausaufnahme verringern und die Lungenfunktion verbessern kann. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten nur selten auf.
Ein systematischer Review mit aktueller Metaanalyse über 6 Studien liefert Hinweise darauf, dass die Kombination aus Montelukast und Levocetirizin die Nasensymptome bei allergischer Rhinitis mit Asthma stärker verbessert als eine Monotherapie, bei guter Verträglichkeit.
In zwei randomisierten, placebokontrollierten Phase-3-Studien zeigte Depemokimab eine signifikante Reduktion der jährlichen Exazerbationsrate bei Menschen mit schwerem, eosinophilem Asthma. Für die Therapie sind nur zwei subkutane Injektionen pro Jahr erforderlich.
Die italienische REALITI-A-Studie und eine begleitende Metaanalyse zeigen, dass Mepolizumab die Häufigkeit schwerer Asthmaanfälle signifikant reduziert, den Bedarf an oralen Kortikosteroiden verringert und die Asthmakontrolle signifikant verbessert, bei zugleich niedriger Nebenwirkungsrate.
Intranasale Antihistaminika, Kortikosteroide und deren Kombinationen zeigen deutliche Unterschiede in der Wirksamkeit bei allergischer Rhinitis, wobei Kombinationstherapien am effektivsten sind, fand eine Netzwerk-Metaanalyse mit 167 Primärstudien. Alle untersuchten Medikamente wiesen ein gutes Sicherheitsprofil auf.
Die Ergebnisse einer Metaanalyse über 10 Studien zeigen, dass die allergenspezifische Immuntherapie bei Kindern mit Asthma die Symptomlast und den Medikamentenbedarf signifikant senken kann. Die Ergebnisse zu Lungenfunktion und subjektivem Beschwerdeempfinden waren uneinheitlich aufgrund hoher Studienheterogenität.
Die Kombination einer allergenspezifischen Immuntherapie (AIT) und Biologika ist bei Menschen mit allergischer Rhinitis und Asthma wirksamer und sicherer als Einzeltherapien. Die Kombinationstherapie reduzierte zudem den Einsatz von Notfallmedikamenten und schweren Nasensymptomen.
Eine aktuelle Metaanlyse hat die Wirksamkeit von 3 Asthmatherapien verglichen: Monotherapie mit SABA, ICS-SABA und ICS-Formoterol. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Kortikosteroidhaltigen Therapien (ICS-SABA und ICS-Formoterol) im Vergleich zu SABA alleine zu einer geringeren Anzahl schwerer Exazerbationen und einer besseren Asthmakontrolle führten.
Wissenschaftler untersuchten die Wirksamkeit von Azelastin-Nasenspray zur Linderung der Symptomen von saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis. In einer randomisierten Studie mit 110 Teilnehmern zeigte Azelastin eine signifikante Verbesserung der Nasensymptome innerhalb von 30 Minuten nach der Anwendung im Vergleich zu Placebo. Unerwünschte Ereignisse waren mild. Die Ergebnisse bestätigen die schnelle Wirksamkeit und Sicherheit von Azelastin-Nasenspray zur Behandlung von allergischer Rhinitis.
Eine Phase-IIIb-Studie untersuchte die langfristige Sicherheit von Mepolizumab bei schwerem Asthma mit Patienten aller Altersgruppen. Über eine Studiendauer von fast 10 Jahren erhielten die Teilnehmer alle 4 Wochen Mepolizumab in standardisierter Dosierung. Zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen kam es bei 7 % der Patienten, jedoch wurden diese nur in 2 Fällen als behandlungsbedingt eingestuft. Die Studie bestätigte ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis von Mepolizumab und zeigte keine neuen Sicherheitsbedenken.
Die Lebensqualität von Menschen, deren Asthmaerkrankung nur schwer bzw. nicht unter Kontrolle gebracht werden kann, ist sehr beeinträchtigt. Trotz der Behandlung mit langwirksamen Beta-Agonisten kommt es bei diesen Patienten wiederholt zu Verschlimmerungen der Symptome (Exazerbationen). Daher wird ständig an weiteren Therapiemöglichkeiten geforscht. Ein vielversprechender Kandidat ist Tezepelumab.
Wissenschaftler aus Polen haben die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Behandlungsoptionen der allergischen Rhinitis (beispielsweise saisonaler Heuschnupfen) evaluiert. Die Metaanalyse über 27 randomisiert-kontrollierte Studien betrachtete Antihistaminika, Glukokortikosteroide und Immuntherapien, die sich je nach spezifischem Auslöser, ob Hausstaubmilben, Gräser- oder Birkenpollen, unterschiedlich effektiv erwiesen.