Eine Langzeitanalyse der EXIT-Studie konnte zeigen, dass das Absetzen von TNF-α-Inhibitoren bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Remission das langfristige Rückfallrisiko nicht signifikant erhöhte. Kam es dennoch zu einem Schub, erreichten viele Studienteilnehmer nach Wiederaufnahme der Therapie erneut eine klinische Remission.
Im Rahmen der placebokontrollierten Phase-3-Studie GRAVITI mit 347 Studienteilnehmern wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutanem Guselkumab bei mäßig bis schwerem aktiven Morbus Crohn über 48 Wochen evaluiert.
Eine große prospektive Langzeitstudie zeigte, dass Vedolizumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine zu anderen Biologika vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit aufweist, ohne neue Sicherheitssignale im klinischen Alltag.
Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.
Eine große, landesweite Kohortenstudie in Schweden zeigte eine Assoziation zwischen der Anwendung systemischer Glukokortikoide und einem erhöhten Darmkrebs-Risiko. Dies galt vor allem für Darmkrebs in jungen Jahren.
Eine aktuelle Metaanalyse hat die Wirksamkeit, Sicherheit und Therapiepersistenz von Vedolizumab und Adalimumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine höhere Rate an klinischer Remission und Ansprechrate mit Vedolizumab. In Bezug auf die endoskopische Remission, Therapiepersistenz sowie unerwünschte Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Biologika festgestellt.
Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse konnten zeigen, dass die meisten Interleukin-Inhibitoren bei Psoriasis kein erhöhtes Risiko für neu auftretende entzündliche Darmerkrankungen bergen. Eine Ausnahme stellt Ixekizumab dar, welches signifikant mit einem höheren Risiko assoziiert war.
Aktuelle Studiendaten zeigten, dass Vedolizumab die Wiederkehr von Morbus Crohn nach ileokolischer Resektion signifikant reduzieren kann. Im Vergleich zum Placebo wies Vedolizumab eine höhere Wahrscheinlichkeit für niedrigere Rutgeerts-Scores und weniger schwere Rezidive auf.
Mirikizumab ist laut aktueller Forschungsergebnisse bei Menschen mit Morbus Crohn unabhängig von individuellen Faktoren wie Körpergewicht oder Entzündungswerten wirksam. Eine intravenöse Induktionstherapie mit 900 mg alle 4 Wochen und eine subkutane Erhaltungstherapie mit 300 mg alle 4 Wochen erwiesen sich als effektive Standarddosierung.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass Vedolizumab im direkten Vergleich mit Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)-Inhibitoren bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sowohl wirksamer als auch sicherer ist. Die Ergebnisse deuten auf eine höhere Rate klinischer Remissionen und weniger schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei Menschen unter Vedolizumab-Therapie.
Die Ergebnisse der Phase-III-Studien GALAXI-2 und GALAXI-3 zeigen, dass eine intravenöse Induktionsbehandlung mit anschließender subkutaner Erhaltungstherapie mit Guselkumab über 48 Wochen bei Menschen mit mittelschwer bis schwer aktivem Morbus Crohn zu signifikanten klinischen und endoskopischen Verbesserungen führt und dies bei gleichzeitig günstigem Sicherheitsprofil.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass die Behandlung mit Vedolizumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) nicht mit einem signifikant erhöhten Risiko für Gelenkbeschwerden wie Arthralgie oder Arthritis verbunden ist. Die beobachteten Symptome stehen stattdessen möglicherweise mit dem Krankheitsverlauf oder anderen Behandlungsfaktoren in Zusammenhang.
Die kombinierte Behandlung mit Nifuroxazid und Mesalazin führte bei Menschen mit Colitis ulcerosa zu besseren klinischen Ergebnissen als Mesalazin allein. Die randomisiert-kontrollierte Studie mit 50 Teilnehmern zeigte eine stärkere Reduktion von Entzündungswerten, eine höhere Remissionsrate und eine gesteigerte Lebensqualität.