Ein systematischer Review mit Metaanalyse konnte zeigen, dass die mediterrane Ernährung in Kombination mit der Standardtherapie bei etwa 62 % der Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu einer klinischen Remission führen kann. Die Wirksamkeit war bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa vergleichbar. Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Ernährungsformen konnte jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.
Essstörungen sind bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weit verbreitet, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse von 23 Studien, die insbesondere auf eine hohe Prävalenz vermeidender und restriktiver Essstörungen hinweist. Die Autoren empfehlen eine verbesserte Früherkennung und mehr Aufmerksamkeit im klinischen Alltag.
Eine große Metaanalyse mit 328 493 Studienteilnehmern konnte zeigen, dass ausreichender Schlaf, gute Schlafqualität und ein früher Chronotyp mit einer höheren Adhärenz zur mediterranen Ernährung in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse unterstreichen laut der Autoren die enge Verbindung zwischen Schlafverhalten und Ernährungsstil.
Laut einer Metaanalyse aus den USA besteht ein Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und dem Auftreten von Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Besonders der regelmäßige Konsum zuckerhaltiger Getränke scheint das Risiko für chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen zu erhöhen.
Eine Low-FODMAP-Ernährung kann bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen funktionelle Magen-Darm-Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern. Die Krankheitsaktivität sowie Entzündungsmarker wurden durch die Low-FODMAP-Ernährung nicht beeinflusst, zeigte eine Metaanalyse.
Eine aktuelle randomisiert-kontrollierte Pilotstudie untersuchte den Nutzen einer modifizierten entzündungshemmenden Ernährungsweise (CED-MAID) im Vergleich zu gesunder Standardernährung. Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen bei Menschen mit Morbus Crohn, die einer CED-MAID folgten.
Eine entzündungshemmende Ernährung reduzierte die Krankheitsaktivität und Entzündungsmarker bei schwangeren Frauen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 98 Frauen. Die Ernährung der Mütter führte zudem zu weniger funktionellen gastrointestinalen Störungen bei den Neugeborenen.
Eine aktuelle Studie konnte zeigen, dass die mediterrane Ernährung als unterstützende Therapie bei Colitis Ulcerosa eingesetzt werden kann. Eine zusätzliche Einnahme von Curcumin und Resveratrol brachte keinen Zusatznutzen.
In einer skandinavischen Geburtskohorte war eine hohe Ernährungsqualität sowie der Verzehr von Fisch und Gemüse in der frühen Kindheit mit einem verringerten CED-Risiko verbunden.
Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse aus Spanien zeigen, dass eine hohe Ballaststoffzufuhr über die Ernährung nicht nur sicher ist, sondern in Verbindung mit anderen Therapien bei Morbus Crohn-Patienten wirksam zur Erhaltung der Remission beiträgt.
Die Ernährung nimmt über die Beeinflussung des Darmmikrobioms Einfluss auf die Entstehung/Aufrechterhaltung von Darmentzündungen. Ein aktueller Überblicksartikel beschreibt verschiedene hilfreiche Ernährungsinterventionen.
Ein aktueller Überblicksartikel hat sich mit dem Einfluß von ultra-hochverarbeiteten Lebensmitteln auf die Darmbarriere und chronisch entzündliche Darmerkrankungen beschäftigt.