Eine retrospektive, beobachtende Kohortenstudie mit 180 pädiatrischen COVID-19-Patienten in Behandlung mit Remdesivir zeigte häufig nur milde Erhöhungen der Transaminasen und nur vorübergehend erhöhte Laborwerte.
Eine exploratorische Analyse einer Phase-3-Studie über fast 1000 Patienten fand eine mögliche Risikoreduktion für manche Long-COVID-Symptome mit Ensitrelvir. Jedoch waren die Ergebnisse im Zeitverlauf inkohärent und meist statistisch nicht signifikant.
Rehabilitationsmaßnahmen können für ältere Erwachsene mit Long-COVID signifikante Verbesserungen erreichen, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 randomisiert-kontrollierte Studien. Je nach Symptomatik kann hierbei ein sinnvoller Therapieschwerpunkt gesetzt werden, zeigten die Ergebnisse.
Eine Metaanalyse über 14 klinische Studien mit insgesamt 7 153 Patienten zeigte, dass das Antidepressivum Fluvoxamin wirksam einen klinisch ungünstigen Verlauf bei COVID-19-Pneumonie verhindern helfen kann.
Mesenchymale Stammzellen, zeigte eine Metaanalyse über 14 randomisierte, kontrollierte Studien, können die Sterblichkeit von Patienten mit COVID-19-Pneumonie senken und einzelne Entzündungsmarker positiv beeinflussen, ohne zu einer Zunahme unerwünschter Ereignisse oder schwerwiegender unerwünschter Ereignisse zu führen. Größere randomisiert-kontrollierte Studien sollten diese Ergebnisse nun überprüfen.
Eine Pilotstudie mit 24 Frauen mit Long-COVID liefert vorläufige Evidenz für Vorteile einer transkutanen Vagusnervstimulation (t-VNS) zur Besserung von Denkleistungsproblemen (Brain fog), Fatigue und Schlaf.
Die vorliegende Studie demonstrierte, dass eine zusätzliche Gabe von Magnesium den klinischen Verlauf von stationär behandeltem COVID-19 positiv beeinflussen kann. Patienten benötigten seltener zusätzlichen Sauerstoff und wiesen eine verbesserte Sauerstoffsättigung auf.
Eine 6-wöchige kardiopulmonare Rehabilitation trägt zur Verbesserung der funktionellen Kapazität bei, reduziert Atemnot und vergrößert die Muskelmasse bei Personen mit Long-COVID, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 33 Teilnehmern.
Vorherige Studien demonstrierten vorteilhafte Effekte einer Nahrungsergänzung mit Kreatin, verstärkt mit Glukose, für eine Reihe post-viraler Erschöpfungssyndrome. Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 15 Patienten deutete nun an, dass dies auch bei Long-COVID hilfreich sein könnte.
Eine pulmonare Rehabilitation über 12 Wochen mit gezielten Trainingseinheiten zuhause besserte Fitness, allgemeine Gesundheit und Atemnot-Symptome bei Long-COVID, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit abschließend 60 Teilnehmern.
Der Wirkstoff Simnotrelvir in Kombination mit Ritonavir wurde in einer klinischen Studie der Phase 2 – 3 in China zur Akutbehandlung von COVID-19 mit 1 208 Patienten geprüft. Die Behandlung verkürzte die symptomatische Erkrankung im Vergleich zu einem Placebo signifikant.
Sportliche Übungen können ein wichtiges, effektives Therapieelement bei Long-COVID darstellen, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 23 Studien. Sport-Reha besserte Fatigue, Atemnot und Fitness der Patienten.
Wissenschaftler evaluierten die Wirksamkeit von Colchicin bei 411 COVID-19- Patienten in stationärer Behandlung und fanden, dass Patienten ohne Colchicin rascher auf zusätzlichen Sauerstoff verzichten und die Klinik verlassen konnten. Ein ergänzender systematischer Review bestätigte die Einschätzung der Autoren, dass der Wirkstoff bei COVID-19 nicht zu empfehlen ist.