Eine neue Studie zeigt, dass ein erhöhter TyG-WWI-Wert – ein neu entwickelter Index basierend auf Triglyzeriden, Glukose, Gewicht und Taillenumfang – bei Menschen mit Typ-2-Diabetes signifikant mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität verbunden ist. Der TyG-WWI erweist sich zudem als besserer Prädiktor als bisher genutzte Indikatoren.
Die Gesundheit von Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel werden durch unsere inneren Uhr und unseren Tagesrhythmus beeinflusst. In einer wissenschaftlichen Stellungnahme stellt die amerikanische Herzgesellschaft wesentliche Faktoren vor, die auf unseren Rhythmus einwirken und ihn aus dem Takt bringen können. Dadurch können Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Hypertonie, Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigt werden.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), einschließlich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, sind laut einer Metaanalyse von 13 Studien mit über 2,8 Millionen Teilnehmern mit einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden. Das Risiko war bei Morbus-Crohn-Patienten höher als bei Colitis-ulcerosa-Patienten. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung der kardiovaskulären Risikobewertung und -behandlung bei CED.
Menschen, die während der frühen Kindheit einer Zuckerrestriktion ausgesetzt waren, wiesen im Erwachsenenalter ein signifikant geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und leicht bessere Herzfunktionen auf, so das Fazit einer internationalen Studie.
Bereits kleine Veränderungen im Sitzverhalten könnten die Herzgesundheit verbessern. Besonders das häufige Wechseln zwischen Sitzen und Stehen senkte den Blutdruck bei übergewichtigen und adipösen postmenopausalen Frauen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie über 3 Monate.
In einem systematischen Review mit Metaanalyse über 12 randomisierte, kontrollierte Studien mit 639 Patienten wurden die Effekte von Widerstandstraining auf die Muskelkraft, Muskelmasse und körperliche Funktion bei Menschen mit sekundärer Sarkopenie untersucht. Das Widerstandstraining verbesserte die Handgriffkraft und den Skelettmuskelmassenindex signifikant, hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Gehgeschwindigkeit.
Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass 36 % der älteren Menschen mit koronarer Herzkrankheit von Gebrechlichkeit betroffen sind. Frauen, Hochbetagte und Menschen mit Begleiterkrankungen oder Mangelernährung sind hierbei besonders gefährdet. Frühe Screeningmaßnahmen könnten laut der Autoren diese Risiken mindern.
Die Ergebnisse einer neuen Metaanalyse zeigen, dass Menschen mit Asthma im Vergleich zur Normalbevölkerung ein signifikant höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kardiovaskuläre Sterblichkeit aufweisen. Besonders deutlich ist die Risikoerhöhung für Herzinsuffizienz, Angina pectoris und Herzinfarkt.
Eine große französische Studie mit 1 048 hochbetagten, gebrechlichen Bewohnern von Pflegeheimen zeigt, dass eine schrittweise Reduktion von blutdrucksenkenden Medikamenten keinen Einfluss auf die Sterblichkeit im Vergleich zur Standardbehandlung hat.
Eine aktuelle Studie analysierte den Zusammenhang zwischen der kardiovaskulären Gesundheit und der Lungenfunktion. Eine bessere Herz-Kreislauf-Gesundheit wurde durchgehend mit einer besseren Lungenfunktion in Verbindung gebracht, einschließlich einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Asthma, chronische Bronchitis und Atemwegssymptomen sowie einer verbesserten Lungenkapazität.
Eine Infektion mit dem neuen Coronavirus und die Erkrankung COVID-19 erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Probleme wie Bluthochdruck und Symptome wie Brustschmerz und Palpitationen signifikant, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 37 Studien mit fast 3 Millionen Teilnehmern.
Aktuelle Forschungsdaten zeigen, dass eine tägliche Vitamin-D-Supplementierung bei älteren Menschen mit Bluthochdruck und kognitiven Einschränkungen zu einer verbesserten Gedächtnisleistung und einer besseren Blutdruckkontrolle führen kann. Besonders profitierten Menschen mit sehr niedrigen Vitamin-D-Werten oder stark eingeschränkter kognitiver Funktion.
In einer aktuellen Querschnittsstudie wurde der Zusammenhang zwischen den neuen Metriken der Life’s Essential 8 (LE8) zur Förderung der kardiovaskulären Gesundheit und dem Risiko von Depressionssymptomen untersucht. Hierfür wurde eine repräsentative Stichprobe mit Daten von 25 357 Erwachsenen aus den USA analysiert.