Eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Studie ermittelte mit 144 Patienten, ob medizinisches Cannabis (Wirkstoff Cannabidiol, CBD) belastende Symptome bei fortgeschrittenem Krebs besser lindert als die palliative Standardpflege. Das CBD-Öl verbesserte demnach die Symptomlinderung nicht mehr als das Placebo, war jedoch meist gut verträglich.
Sehr wirksame Therapien können auch deutliche Nebenwirkungen haben. Das ist auch bei zielgerichteten Wirkstoffen der Fall. Daten von japanischen Forscher deuten an, dass eine Kombiantion von Nivolumab und Tyrosinkinasehemmern wie Erlotibnib, Gefitinib und Afatinib das Risiko für bestimmte Lungenkrankheiten erhöhten könnten.
In einer Phase-II-Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Adagrasib bei Lungenkrebs untersucht. Das Medikament wird beim Vorliegen einer KRAS-G12C-Mutation eingesetzt. Die Studie zeigte eine objektive Ansprechrate von 42,9 % mit einer mittleren Dauer des Ansprechens von 8,5 Monaten. Das mittlere progressionsfreie Überleben lag bei 6,5 Monaten und das mittlere Gesamtüberleben bei 12,6 Monaten. Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse des Grades 3 oder höher lag bei 44,8 %.
Eine Diskussionsrunde aus Kachexie-Experten und Patienten bot einen Überblick zu Früherkennung und Diagnose sowie möglichen Interventionen bei Krebs-Kachexie.
In einer Metaanalyse wurden jeweils die Top 3 der Therapieansätze bzw. -kombination für unterschiedliche Stadien und Endpunkte bei Lungenkrebs identifiziert. Für fortgeschrittenen Lungenkrebs ergab sich die beste Ansprechrate aus einer Kombination mehrerer zielgerichteter Therapien. Bei nicht fortgeschrittenem Lungenkrebs war dies bei einer Kombination aus Radiochemo- und Immuntherapie der Fall. Die beste Kontrollrate wurde im fortgeschrittenen Stadium mit einer zielgerichteten Therapie in Kombination mit anderen Therapien erreicht. War der Lungenkrebs nicht fortgeschritten, so war eine Operation die beste Option.
Patienten mit Lugenkrebs bekommen nach der operativen Entfernung des Tumors häufig eine weitere Behandlung verabreicht, um eventuell im Körper verbliebende Krebszellen zu vernichten. Dabei kann es sich je nach Beschaffenheit des entfernten Tumors um eine Chemotherapie oder eine zielgerichtete Therapie mit einem der neuartigen Wirkstoffe zur Hemmung spezieller Krebsmerkmale handeln.
Viele Lungenkrebspatienten aus China praktizieren Atemübungen aus der traditionellen chinesischen Medizin als Ergänzung zu ihrer Krebsbehandlung um länger zu Überleben. Doch helfen Atemübungen bei Lungenkrebs das Leben zu verlängern? Forscher haben Überlebende von Lungenkrebs und Nasenrachenkrebs über 10 Jahre begleitet, um mehr über den Einfluss von Atemübungen auf das Langzeitüberleben zu erfahren.
Während Krebsdiagnosen während der ersten Welle der Pandemie allgemein seltener gestellt wurden, stieg der Anteil an neu diagnostizierten Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium. Dies verdeutlicht, dass Vorsorgeuntersuchungen auch zu Zeiten von Pandemien unbedingt wahrgenommen werden sollten.
Neben den klassischen Behandlungsmöglichkeiten wie der Strahlen- oder Chemotherapie stehen auch neuere Wirkstoffe zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungentumors zur Verfügung. Nivolumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immun-Checkpoint-Hemmer und wird bei der Immuntherapie eingesetzt. Wissenschaftler haben jetzt die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit von Nivolumab untersucht.
Zielgerichtete Therapien bieten neue Optionen für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Das gilt auch für ältere Patienten, die über 80 Jahre alt sind, berichten französische Wissenschaftler in einer aktuellen Untersuchung.
Auch Patienten mit kleinzelligen Lungenkrebs in einem frühen Stadium können von einer Chemotherapie nach der OP profitieren. Zu diesem Schluss kommen chinesische Forscher in einer aktuellen Untersuchung.
Was ist besser: Chemotherapie und Strahlentherapie gleichzeitig oder lieber nacheinander? Dieser Frage sind amerikanische Wissenschaftler nachgegangen. Ihr Ergebnis: vermutlich lieber nacheinander.