Ein internationales Wissenschaftlerteam hat untersuchte, wie Taillenumfang und körperliche Aktivität das Krebsrisiko beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass ein hoher Taillenumfang das Krebsrisiko erhöht, selbst bei ausreichender körperlicher Aktivität. Geringe körperliche Aktivität erhöht ebenfalls das Krebsrisiko, auch bei schlanker Taille. Als Maß für Taillenumfang und körperliche Aktivität wurden die WHO-Empfehlungen herangezogen.
Wer mit seinem Leben unzufrieden ist, sich sozial isoliert fühlt oder wenig soziale Unterstützung erhält, nutzte seltener das Angebot für ein Lungenkrebs-Screening. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei der Analyse von mehr als 12 000 Erwachsenen aus den USA, die für das Lungenkrebs-Screening infrage kamen.
Wie Kohlenhydrate den Blutzucker beeinflussen, könnte auch für das Lungenkrebsrisiko eine Rolle spielen. Eine große Langzeitstudie konnte zeigen, dass ein hoher glykämischer Index das Risiko für Lungenkrebs erhöht, während eine hohe glykämische Last mit einem geringeren Risiko für bestimmte Lungenkrebsformen assoziiert ist.
Künstliche Intelligenz (KI) kann die Krebsdiagnostik verbessern. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei einer Metaanalyse von 49 Studien. Die Detektionsrate war bei einigen Krebserkrankungen höher, wenn KI bei der Bildgebung eingesetzt wurde.
Wissenschaftler ermittelten, welcher Anteil der Personen mit Lungenkrebsdiagnose die Screening-Kriterien der US-amerikanischen Präventions-Taskforce erfüllte und ob alternative Kriterien zur Früherkennung kosteneffektiv Todesfälle durch Lungenkrebs verhindern helfen könnten.
Wissenschaftler untersuchten in einer Meta-Analyse den Zusammenhang zwischen Lycopin, das in hoher Konzentration in Tomaten vorkommt, und dem Krebsrisiko sowie dem krebsbedingten Sterberisiko. Sowohl das Risiko, an Krebs zu erkranken, als auch das Risiko, an Krebs zu sterben, waren bei höheren Lycopin-Werten im Blut und bei einer höheren Lycopin-Aufnahme über die Nahrung reduziert.
Die Analyse über mehr als 50 000 Personen in Deutschland mit und ohne H. pylori-Infektion zeigte ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen bei Menschen mit H. pylori, aber auch die Chance, mit der Eradikation des Magenbakteriums speziell das Lungenkrebsrisiko zu reduzieren.
Eine Studie in den USA untersuchte den Zusammenhang zwischen PFAS im Trinkwasser und der Krebsinzidenz von 2016 – 2021. PFAS im Trinkwasser war mit höheren Raten von verschiedenen Krebsarten, einschließlich Mundhöhlen-/Rachenraumkrebs, verbunden. Es wurden zudem geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet.
Eine Metaanalyse über 10 Kohortenstudien zeigte ein leicht erhöhtes Lungenkrebsrisiko bei Personen mit Prädiabetes versus Kontrollen. In einer Untergruppenanalyse wurde dies bei Männern, aber nicht bei Frauen gesehen. Prädiabetes war zudem mit einem erhöhten Sterberisiko bei Lungenkrebs assoziiert.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien mit über 76 000 Patienten nach Lebertransplantation zeigte ein verdoppeltes Risiko für Lungenkrebs im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Risikofaktoren sind noch Gegenstand der Forschung, die Autoren betonen zudem die Bedeutung von Früherkennungsmaßnahmen.
In einer Metaanalyse über 12 Studien war eine fleischreiche, westliche Ernährung mit höherem Risiko, eine stärker gesunde, bedachte Ernährung mit einer Reduktion des Lungenkrebsrisikos assoziiert. Die Ernährung beeinflusste das Lungenkrebsrisiko besonders bei Rauchern und ehemaligen Rauchern.
Ein Review zeigte, dass systematische Lungenkrebs-Screenings mittels Niedrigdosis-Computertomografie in Risikogruppen (langjährig starke Raucher) die Sterblichkeit in dieser Gruppe um 15 % senkte. Dieser Vorteil übersteigt das Gesundheitsrisiko durch die Strahlenexposition während der Untersuchung. Die untersuchten Studien zeigten jedoch auch eine sehr hohe falsch-positiv-Rate.
Eine chinesische Kohortenstudie konnte bei Menschen mit metabolischem Syndrom ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko feststellen. Das Lungenkrebsrisiko als Folge des metabolischen Syndroms war besonders bei Rauchern erhöht.