Die Sicherheit von Triptanen bei Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren ist ein zentraler Aspekt in der Migränetherapie. Aktuelle Forschungdaten zeigen, dass Triptane das Risiko für ischämische Ereignisse nicht erhöhen. Auch für Menschen mit erhöhtem vaskulärem Risiko scheinen Triptane eine wirksame und sichere Behandlungsoption zu sein.
Aktuelle Forschungsdaten konnten zeigen, dass Zavegepant-Nasenspray eine schnelle und wirksame Behandlung bei akuter Migräne darstellen kann. Im Vergleich zu anderen oralen CGRP-Rezeptor-Antagonisten zeigte Zavegepant allerdings keine signifikanten Vorteile bei der langfristigen Symptomlinderung. Die Ergebnisse deuten auf eine sichere und effektive Anwendung von Zavegepant hin.
Lasmiditan, Rimegepant und Ubrogepant können wirksam zur akuten Behandlung von Migräne bei Patienten eingesetzt werden, die nicht genügend auf Triptane ansprechen, fand ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 5 Studien und 3 004 Patienten. Die beste Schmerzkontrolle erreichte demnach hochdosiertes Lasmiditan, belastendste Symptome wurden besonders von Rimegepant effektiv gelindert.
Parenterale Kortikosteroide stellen in der Notaufnahme eine effektive Option zum Verhindern von Rückfällen bei akuter Migräne dar. Einige der typischerweise parenteral eingesetzten Wirkstoffe zur Schmerzlinderung bei der akuten Attacke wie Ergot-Wirkstoffe, Neuroleptika oder Kombinationstherapien, aber auch Lidocain können ebenfalls effektiv das Risiko eines Rückfalls senken, so das Fazit des systematischen Reviews mit Metaanalyse.
Eine Studie aus der Alltagspraxis bestätigte vorherige klinische Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Rimegepant zur Akutbehandlung von Migräne. 44,7 % der Patienten waren innerhalb von 2 Stunden schmerzfrei, speziell wenn die Einnahme innerhalb einer Stunde nach Schmerzbeginn erfolgte.
Eine nachträgliche Analyse klinischer Studiendaten von 1 269 Patienten demonstrierte die Wirksamkeit von Zavegepant-Nasenspray im Vergleich zu einem Placebo mit Blick auf zwei für Patienten relevante Aspekte: Schmerzfreiheit und normale Funktionalität über 48 Stunden nach Anwendung der Akutbehandlung.
Die Einnahme des Endocannabinoid-artigen PEA konnte in einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 64 Teilnehmern sicher und wirksam Migräneschmerzen und -dauer sowie die Einnahme zusätzlicher Medikamente reduzieren. PEA könnte somit vielversprechend zur Akutbehandlung von Migräne sein.
Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 137 Studien Studie deutet darauf, dass nach Ausschluss von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren die wirksamsten Triptane eine bevorzugte Behandlungsoption bei akuter Migräne darstellen sollten.
Eine Netzwerk-Metaanalyse über 18 Studien mit über 20 000 Patienten zeigte im indirekten Vergleich eine Reihe wirksamer, neuerer Akutmedikationen bei Migräne auf.
Anhaltende Nutzung und Zufriedenheit von Migränepatienten im Rahmen einer Erweiterungsstudie über 12 Monate deuten auf 100 mg als die optimale Dosis der Akutbehandlung Lasmiditan für die meisten Patienten.
Die Wirksamkeit und Sicherheit einer sich im Mund auflösenden Tablette mit Rimegepant konnte in einer Phase-3-Untergruppenanalyse über 1 075 Patienten mit Migräne in China bestätigt werden.
Der Wirkstoff Ubrogepant kann laut US-amerikanischer Studiendaten Migräneattacken bereits in der Prodromalphase stoppen. Zudem ist er gut verträglich, so das Studienfazit.
Kommt es bei Migräne zu starker Übelkeit und Erbrechen, ist eine orale Akutbehandlung meist unmöglich. In einem aktuellen Vergleich von intranasalen Wirkstoffen zur Akuttherapie linderten fast alle Wirkstoffe Migräneattacken effektiver als ein Placebo. Mit Zolmitriptan-Nasenspray wurde die beste Schmerzlinderung erzielt, mit Zavegepant-Nasenspray traten hingegen am wenigsten unerwünschte Ereignisse auf.