Akute Nierenschäden treten bei COVID-19, der durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Erkrankung, sehr häufig auf und werden als Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe verstanden. Wissenschaftler untersuchten bei Intensivpatienten mit COVID-19, ob Hüllelemente von SARS-CoV-2 und abgegebene Zellmembranstrukturen im Urin das Risiko für akute Nierenschäden einschätzen ließen. Tatsächlich konnten besonders Viruselemente als Marker im Urin auf akute Nierenschäden und schwere Verläufe von COVID-19 hinweisen.

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Es gab bereits verschiedene Berichte zu Hautveränderungen bei COVID-19-Patienten. Ein systematischer Review untersuchte nun, ob die Haut-Manifestationen einen Rückschluss auf den Schweregrad der Coronavirus-Infektion erlauben könnten. Aus 47 Studien mit insgesamt 1847 Patienten zeigte sich, dass die Art der Hautläsionen einen Hinweis auf den Behandlungsbedarf bei COVID-19 geben kann. Frostbeulen-artige Läsionen traten demnach häufiger bei milderen Verläufen auf, andere Läsionen wurden eher bei schweren Verläufen gesehen.

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Bei schweren Verläufen dienen die Bildgebungs-Befunde auch der Entscheidung für eine Krankenhaus- oder Intensivbehandlung. Ultraschall der Lunge könnte ein nützliches Werkzeug zur schnellen Untersuchung von Patienten darstellen, da die Methode günstiger und praktischer zu nutzen ist, als die Computertomographie, die standardmäßig zur genaueren Diagnose von COVID-19 eingesetzt wird. In diesem systematischen Review wurden 43 Studien analysiert, die mit Lungen-Ultraschall untersuchte Lungenprobleme bei COVID-19 berichteten. Ultraschall und CT zeigten demnach häufig übereinstimmende Muster bei COVID-19-Patienten, die den Einsatz von Ultraschall zur frühzeitigen Vor-Ort-Untersuchung unterstützen.

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Wer mit COVID-19 im Krankenhaus aufgenommen wird, wird auch auf verschiedene Risikofaktoren durchleuchtet, um Komplikationen der Erkrankung möglichst früh entgegen treten zu können. Forscher analysierten nun, ob auch ein Biomarker für Herz-Schädigung, kardiales Troponin (cTN), als Risikomarker berücksichtigt werden sollte. Aus der Meta-Analyse über 4 Einzelstudien und 1 Review ging hervor, dass cTN auf schwerere Verläufe hinweisen kann und eventuell bei Krankenhausaufnahme erhoben werden sollte.

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Forscher ermittelten in Belgien und Frankreich, ob bei ARDS aufgrund von COVID-19 unterschiedliche Phänotypen, als Patientengruppen mit klar unterscheidbaren Krankheitsmustern, identifizierbar sind. Drei Phänotypen zeigten sich auf: Lang anhaltende Symptome ohne Komorbiditäten, dramatische Verläufe bei Älteren mit mehr Komorbiditäten und Frauen mit milden Komorbiditäten. Unterschiede zeigten sich nicht nur in Verlauf und Sterblichkeit, sondern auch in Lungen-/Beatmungscharakteristika, die eventuell auch für Behandlungsstrategien relevant sein könnten.

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Die Analyse konnte sehen, dass die Virusausscheidung in respiratorischen Proben und Stuhlproben verlängert sein könnte, die Dauer für aktive Viren jedoch mit 9 Tagen vergleichsweise kurz ist. Bei SARS-CoV-2 kam es in der ersten Woche der Erkrankung zu einem Höhepunkt der Virusausscheidung. Die richtige Einschätzung der Infektiosität ist für die Bekämpfung der Corona-Pandemie entscheidend.

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Männer sowie Patienten mit erhöhtem CRP oder Thrombozyten bei Einweisung hatten ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien in univariabler Analyse. In der weiteren multivariablen Analyse blieb nur das männliche Geschlecht als signifikanter Faktor. Ein hohes Alter, eine aktive Krebserkrankung, DIC und D-Dimere waren unabhängig mit dem Tod der Patienten assoziiert.

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Wie häufig treten Nierenschäden bei COVID-19 auf und welche Rolle spielt dies für die Prognose? Dies untersuchten Forscher nun in einer Meta-Analyse, in der sie 52 peer-reviewte Studien analysierten und die Ergebnisse auch mit PrePrint-Publikationen verglichen. Demnach besteht ein erhöhtes Risiko für Nierenschäden, akut und chronisch, bei COVID-19, die auch mit höheren Risiken für schwere Verläufe und erhöhter Mortalität verbunden sind. Entsprechend sind demnach, betonen die Autoren, höhere Aufmerksamkeit in der Pflege und weitere Forschung notwendig.

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Prognostische Marker für schwerste COVID-19-Verläufe sind noch nicht gut verstanden. In einer retrospektiven Studie wurden nun Parameter ermittelt, die einen fatalen Verlauf anzeigen könnten. Patienten mit tödlichem Verlauf zeigten über die gesamte Beobachtungszeit eine robustere Produktion des Zytokins IL-6, waren in anderen Laborparametern allerdings je nach Krankheitsphase von Patienten, die später genesen und entlassen werden konnten, unterscheidbar. Das Routinelabor könnte demnach eine frühere Erkennung von Patienten mit besonders schwerem Verlauf ermöglichen und somit eine frühe aggressive Behandlung in diesen Fällen rechtfertigen.

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