Patienten mit nicht-metastasiertem Darmkrebs hatten ein größeres Risiko, innerhalb von 5 Jahren nach einem Rezidiv zu sterben, wenn das Rezidiv schon früh nach der kurativen Operation auftrat. Dies ergab eine Analyse von mehr als 7 000 Darmkrebs-Patienten mit Rezidiv in Dänemark.
Das Risiko für peritoneales Rezidiv nach kurativer Operation eines kolorektalen Karzinoms im Stadium II/III war unabhängig davon, ob die Operation offen oder laparoskopisch durchgeführt wurde. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei ihrer Analyse von mehr als 3 000 Darmkrebs-Patienten.
Stellt sich nach der Darmkrebs-Operation wider Erwarten heraus, dass der Krebs bereits Lymphknoten befallen hat, kann es sinnvoll sein, im Anschluss an die Operation eine Therapie (Chemotherapie oder Radiochemotherapie) zu starten. In der vorliegenden Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass die Betroffenen bessere Überlebenschancen hatten, wenn sie sich für eine solche adjuvante Therapie entschieden statt erstmal abzuwarten.
Im Januar 2019 wurde eine aktualisierte Version der Leitlinie zu Darmkrebs veröffentlicht. Eine wesentliche Änderung ist, dass eine Empfehlung zur Dauer einer Chemotherapie, die im Anschluss an eine Operation durchgeführt wird, ergänzt wurde. Laut dieser sollte unter Umständen eine Chemotherapie von sechs Monaten auf drei Monate verkürzt werden.
Eine Nachsorge nach erfolgreicher Darmkrebs-Operation ist wichtig, um eventuelle Krankheitsrückfälle frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Doch wie oft sollten die Nachsorgeuntersuchungen stattfinden? Ein Forscherteam stellte nun fest, dass es für das Überleben der Patienten keinen Unterschied machte, ob sie intensiv (5-mal in drei Jahren) oder weniger intensiv (2-mal in drei Jahren) beobachtet wurden.
Bei der Nachsorge von Darmkrebs wird regelmäßig ein bildgebendes Verfahren eingesetzt, um zu untersuchen, ob es zu einem Krankheitsrückfall gekommen ist. In der vorliegenden Studie ersetzten die Wissenschaftler bei einem Teil der Patienten dieses bildgebende Verfahren mit einer neueren Variante. Diese brachte jedoch keine Vorteile mit sich.
Nach einer Darmkrebs-Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Ziel dabei ist, erneute Krebsvorstufen aufzuspüren und zu entfernen. In der Regel kommt hier eine klassische Darmspiegelung zum Einsatz. Eine andere Möglichkeit wäre eine virtuelle Darmspiegelung auf Grundlage der Computertomographie. Forscher zeigten in der vorliegenden Studie jedoch, dass die virtuelle Darmspiegelung der herkömmlichen Darmspiegelung unterlegen ist.
Übergewicht wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Das konnte auch bei Patienten mit Enddarmkrebs festgestellt werden. Forscher fanden nämlich heraus, dass übergewichtige Patienten einen schlechteren Krankheitsverlauf hatten als normalgewichtige Patienten. So hatten stark übergewichtige Patienten beispielsweise ein höheres Risiko, dass der Darmkrebs nach einer Operation an der gleichen Stelle wieder auftrat.
Eine Chemotherapie im Anschluss an eine Operation wird Darmkrebs-Patienten im Stadium III empfohlen. Doch auch Patienten im Stadium II wird empfohlen, sich nach der Operation einer Chemotherapie zu unterziehen, wenn sie bestimmte Risikofaktoren dafür aufweisen, dass sich der Krebs möglicherweise schon weiter im Körper ausgebreitet hat. Forscher untersuchten, unter welchen Umständen diese Patienten von der anschließenden Chemotherapie profitieren.
Hat sich der Krebs bereits weiter ausgebreitet, kann es sein, dass bei einer Operation nicht alle Krebszellen erwischt werden. Als Folge können sich Krebszellen in andere Körperregionen ansiedeln und Metastasen bilden. Forscher identifizierten mehrere Risikofaktoren für Bauchfellmetastasen nach einer Darmkrebs-Operation.
Metastasen sind Absiedlungen von Krebszellen in weiter entfernt liegende Körperregionen. Wenn bei einer Operation nicht alles Krebszellen erwischt wurden, können auch nach dieser noch Metastasen auftreten. Forscher identifizierten drei Faktoren, die das Risiko, nach einer Operation Knochenmetastasen zu entwickeln, erhöhten.
Die zusätzliche Erkrankung an Diabetes wirkte sich bei Darmkrebs-Patienten negativ auf das Behandlungsergebnis aus. Forscher fanden heraus, dass bei Patienten mit Diabetes häufiger Komplikationen nach der Darmkrebsoperation auftraten. Außerdem hatten diese Patienten ein höheres Sterberisiko als Darmkrebs-Patienten, die nicht an Diabetes litten.
Anhand von Prognosefaktoren kann der wahrscheinliche Verlauf einer Krebserkrankung abgeschätzt werden. Grundlage sind Studien, bei denen Patienten über längere Zeit beobachtet wurden und analysiert wurde, ob anhand der vorliegenden Untersuchungsergebnisse zuverlässige Hinweise auf den späteren Krankheitsverlauf möglich sind.