Eine Kombination von Olanzapin mit Samidorphan scheint also eine möglicherweise verbesserte Option für die Behandlung mit Antipsychotika darzustellen – mit geringerer Gewichtszunahme. Ob dies mit Verbesserungen im Stoffwechsel einhergeht, ist auf der Basis dieser Studie allerdings noch unsicher. Derzeit wird das Medikament Samidorphan in verschiedenen klinischen Studien der Phase III in Kombination mit Olanzapin auf langfristige Sicherheit und Verträglichkeit bzw. mit Blick auf Gewichtsverlust mit Patienten […]
Zu wenige Studien, zu große methodische Mängel. Jedoch sind die Ergebnisse vielversprechend: es gibt wiederholte Hinweise darauf, dass das Schilddrüsenhormon eine Rolle bei Depressionen spielt, und gerade bei der Bipolaren Störung eine verstärkende Ergänzung der antidepressiven Behandlung darstellen könnte. Auch ergänzend zur Phasenprophylaxe beispielsweise mit Lithium könnte eine Augmentation mit Schilddrüsenhormon unterstützen, einen Rückfall in den ersten Jahren der Behandlung verhindern und […]
Die Studie fand, dass sowohl Vortioxetin als auch Agomelatin im Rahmen einer Depressionsbehandlung positive Effekte auf familiäre Beziehungen und Partnerschaften haben. Die Wirkung auf die sogenannte Familienfunktionalität zeigt sich bei beiden Medikamenten bereits innerhalb von 8 Wochen, kann sich aber auch anschließend noch verbessern. Die vorliegende Studie fand dabei leichte Vorteile der Behandlung mit Vortioxetin.
Diese Übersichtsanalyse deutet darauf, dass verschiedene antidepressive Medikamente (SSRI, SNRI und atypische Antidepressiva) das Risiko für Mundtrockenheit erhöhen. Besonders häufig hatten Medikamente der SNRI-Klasse Mundtrockenheit zur Folge.
Zusammenfassend erhöhen manche Medikamente messbar das Risiko, Jahre später an Demenz zu erkranken. Dieser Zusammenhang scheint nicht durch jeweilige Vorerkrankungen bedingt zu sein, sondern steigert sich mit der Belastung der Denkleistung durch das jeweilige Medikament nach der ACB-Skala. Da diese Mittel nach der ACB-Bewertung auch direkt im Rahmen der Behandlung die geistige Leistung einschränken können, sollte mit dieser Sorte von Medikamenten also bedacht werden, ob eine Alternative genutzt werden kann […]
Eine längerfristige Behandlung mit Antidepressiva kann nach dieser Untersuchung gut neue depressive Episoden verhindern. Besonders hilft dies aber Patienten mit der Bipolaren Störung 2. Die Ergebnisse zeigen, wie schon frühere Studien auch, dass eine Phasenprophylaxe messbar die schnellen Wechsel in manische Phasen (Switch) verhindern kann. Antidepressive Behandlungen im hier üblichen Zeitrahmen sind damit auch bei Patienten der Bipolaren Störung typischerweise wirksamer als Scheinbehandlungen.
Zusammenfassend greift nach dieser Studie Agomelatin in einen zusätzlichen Prozess ein, der wesentlich an Depressionen beteiligt ist. Der Entzündungsmarker TNF wurde in dieser Studie deutlich besser durch das Medikament Agomelatin herunterreguliert als mit dem Vergleichsmedikament Fluoxetin. Wie genau dieser stärker in die Tag-Nacht-Rhythmik eingreifende Wirkstoff entzündungshemmend wirkt, ist noch unklar.
Generell scheint der Trick bei Depressionen der zu sein, bei der Behandlung nicht eingleisig zu fahren. Häufig scheinen Behandlungen besser zu wirken, wenn sie auf mehrere Ziele ausgerichtet sind. Weitere Grunderkrankungen (wie Entzündungen oder Gefäßerkrankungen) müssen demnach bei jedem Patienten erkannt und begleitend therapiert werden.
In dieser ersten klinischen Studie mit intranasal angewandtem Esketamin zeigte sich eine schnelle antidepressive Wirkung bei Patienten mit behandlungsresistenter Depression. Die Wirkung war dosisabhängig und langanhaltend: mit reduzierter Anwendungshäufigkeit (einmal pro zwei Wochen) konnte die antidepressive Wirkung über 2 Monate aufrechterhalten werden.
Kann man klar sagen, welche antidepressive Behandlung nach einer ersten erfolglosen Therapie die vielversprechendste ist? Dies untersuchten US-amerikanische Forscher verschiedener Kliniken mit einem Vergleich von drei verschiedenen Behandlungsstrategien bei unipolaren Depressionen.
Sogenannte postpartale Depressionen werden möglicherweise durch massive Hormonschwankungen ausgelöst. Prof. Meltzer-Brody, Direktorin des Perinatalen Psychiatrieprogramms am UNC Zentrum für affektive Störungen bei Frauen, untersuchte nun mit ihren US-amerikanischen Kollegen die Wirksamkeit von Brexanolon zur Behandlung der Wochenbettdepression.
Für Suizidalität gibt es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten. Prof. Sanacora, Direktor des Depressionsforschungsprogramms der Yale-Universität, untersuchte nun mit Kollegen in einer Übersichtsstudie, ob Studienteilnehmer mit Selbstmordgedanken von einem neueren medikamentösen Ansatz profitierten.
Schlafstörungen sind ein typisches Problem bei Depressionen und der Bipolaren Störung. Professor Yu Jin Lee, Expertin für Schlafstörungen in Südkorea untersuchte mit ihren Kollegen, ob Antidepressiva auf den Schlaf-Wach-Rhythmus depressiver oder bipolarer Patienten einwirken.