Aktuelle Daten aus einer Metaanalyse zeigen, dass Menschen mit diabetischer Retinopathie höhere Lipoprotein-(a)-Werte aufweisen als Menschen ohne diese Augenerkrankung. Zudem sind die Werte bei fortgeschrittener proliferativer Form höher als bei der nicht-proliferativen Form, was auf eine mögliche Rolle von Lipoprotein (a) in der Entstehung und dem Fortschreiten der Erkrankung hinweist.
Menschen mit Prädiabetes, die nach den Kriterien der American Diabetes Association (HbA1c 5,7 – 6,4 %) diagnostiziert wurden, zeigten häufiger Mikroangiopathien wie Retinopathie als jene, die nach den strengeren internationalen Kriterien (HbA1c 6,0 – 6,4 %) klassifiziert wurden. Die Studienlage deutet darauf hin, dass ein früheres Screening auf Netzhautveränderungen ab einem HbA1c-Wert von 5,7 % sinnvoll sein könnte, um diabetische Komplikationen zu vermeiden.
Eine aktuelle Metaanalyse von 65 Studien konnte zeigen, dass die Einnahme von Metformin mit einem signifikant geringeren Risiko für mehrere Krebsarten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verbunden ist. Besonders deutlich zeigte sich die Risikoreduktion bei Brust- und Darmkrebs.
Eine aktuelle Metaanalyse mit 28 Studien konnte zeigen, dass die Anwendung von rotem und infrarotem Licht als begleitende Therapie bei diabetischen Fußulzera die Heilungsrate deutlich verbessert, die Heilungszeit verkürzt, die Durchblutung steigert und Schmerzen reduziert.
Eine 12-monatige Einnahme von Curcumin kann bei Menschen mit metabolisch-assoziierter Steatosehepatitis (MASLD) Entzündungswerte, oxidativen Stress, Leberverfettung und Lebersteifigkeit signifikant reduzieren und zugleich die antioxidative Kapazität verbessern, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie.
Die Ergebnisse einer Metaanalyse zeigen, dass kurz wirksame GLP-1-Rezeptoragonisten die motorischen Symptome bei Menschen mit Parkinson signifikant verbessern können, während lang wirksame GLP-1-Rezeptoragonisten keinen Nutzen zeigten. Für nicht-motorische Symptome konnten keine statistisch signifikanten Effekte festgestellt werden.
Eine große retrospektive Kohortenstudie konnte zeigen, dass die Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1RA) bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für die Entstehung und das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) signifikant senken kann.
Erhöhte Immun-Entzündungs-Indizes sind mit einem höheren Risiko für das Auftreten und die schlechtere Prognose der diabetischen Nephropathie assoziiert. Besonders auffällig ist der Zusammenhang zwischen einem hohen Neutrophilen-Lymphozyten-Verhältnis und einem ungünstigen Krankheitsverlauf.
Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) ist signifikant mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsdiabetes verbunden, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Besonders betroffen sind europäische Bevölkerungen und HIV-positive Frauen. Die Ergebnisse basieren auf Daten von über 45 Millionen Schwangerschaften.
Kardiometabolische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas stehen mit einer beschleunigten Hirnalterung in Verbindung. Eine Metaanalyse von 14 Studien ergab, dass Diabetes den stärksten Einfluss auf die Hirnalterung hat, gefolgt von Bluthochdruck und Adipositas. Besonders Diabetes könnte daher ein wichtiger Angriffspunkt für Präventionsmaßnahmen gegen kognitive Beeinträchtigungen und Demenz sein.
Eine aktuelle Metaanalyse über 8 Studien fand, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes auch bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) signifikant von modernen Diabetesbehandlungen (SGLT-2-Inhibitoren) profitieren können. Die Behandlung senkte das Risiko für COPD-Exazerbationen um 35 % im Vergleich zu anderen antidiabetischen Medikamenten.
Eine aktuelle Metaanalyse zeigt, dass GLP-1-Rezeptoragonisten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) positive Effekte auf die Knochengesundheit haben können. Sie erhöhten demnach die Knochendichte, verbessern Marker des Knochenumbaus und senken langfristig das Frakturrisiko.
Fast die Hälfte aller Demenzerkrankungen könnten verhindert oder hinausgezögert werden, indem Risikofaktoren wie Diabetes, Adipositas oder Bluthochdruck ausgeschaltet werden, legen bisherige Daten nahe. Semaglutid zählt zur neuen Generation der GLP-1-Rezeptoragonisten, die zur Behandlung von Diabetes und Adipositas eingesetzt werden. Bei Patienten mit Diabetes könnte der Einsatz von Semaglutid die Häufigkeit von Demenzerkrankungen senken, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.